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Wer ist Cyrill Pürro?

Eigentlich wollte er nur seine Freizeit sinnvoller gestalten und dem Traum vom Journalistendasein etwas näherkommen. Im Zuge einer Recherche hat er sich dann aber mächtig verlaufen. Das war an der diesjährigen Eventreportage der Jugendsession. «Ich habe Passanten nach dem Weg gefragt. Leider hatten sie keine Ahnung von der Stadt Bern», sagt der 17-jährige Schüler Cyrill Pürro.

In der Schule beschäftigt sich Cyrill am liebsten mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts. In seinem blaukarierten Hemd wirkt er, obschon grossgewachsen, noch nicht ganz angekommen. Das selbe Kleidungsstück hatte er an der Jugendsession liegengelassen, als er sich nach einer viertägigen Eventreportage von allen verabschiedet hatte. Er bewundert den Ehrgeiz von J.K. Rowling. Doch wenn man sich seine Projekte anschaut, scheint er ihr dicht auf den Fersen zu sein. Wenn er nicht für Tink.ch schreibt, verfasst er Fantasygeschichten und arbeitet an seiner Abschlussarbeit, einer Schülerzeitung. «Platz für einen Artikel über Tink.ch ist darin schon reserviert.» Nebenbei posaunt Cyrill  in einer Guggenmusik, fährt Fahrrad und geht gerne an Partys. Er kann sich nicht mehr erinnern, worum es im ersten von ihm gelesenen Artikel auf Tink.ch ging. Doch er weiss, dass er nach dem Lesen überzeugt davon war, bei Tink.ch mitmachen zu wollen. Er hat erwartet, dass der Verein straffer organisiert sei, ist aber froh darum, dass dem nicht so ist. Sein Ziel ist es, erfolgreich im Journalismus Fuss zu fassen. Dabei will er objektiv, kritisch, unbestechlich und vor allem fair bleiben. Mag sein, dass er sich auf dem Weg dorthin noch ein paarmal verlaufen wird. Zum Workshop hat Cyrill dann doch noch gefunden. Und er war sogar zu früh.

Wer ist Annina Häusli?

Ihr erster Einsatz für Tink.ch ging unter die Haut. In der Blindenhundeschule Allschwil (BL) wurde Annina Häusli (23) brutal von jungen Welpen angegriffen und an der Wade gebissen. Das war vor zwei Jahren. Doch alleine die Tatsache, dass sie bis heute nicht ausgestiegen ist beweist, dass bei Tink gute Arbeit geleistet wird. Tink hat ihr dabei geholfen, sich definitiv für den Journalismus zu entscheiden. Für die Zukunft hat Annina bereits einen Plan: sich von Praktikum zu Praktikum zu hangeln, bis sie eine Festanstellung gefunden hat.

Mit ihrem Lieblingssatz wird sie bei ihrem Praktikum regelmässig konfrontiert: «Wir können das momentan weder dementieren noch bestätigen.» So gehört bei der Berner Kantonspolizei. Und diese Rhetorik übernimmt sie auch gleich selbst, wenn eine Prognose über Tink in fünf Jahren geben soll: «Ich kann zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage machen.»

Statt Sätze übers Papier jagt sie manchmal Bälle über den Tisch. Aber auch im Tischtennisclub kann sie die Finger nicht vom Schreiben lassen und verfasst für Tischtennisclub Burgdorf die Medienmitteilungen. Der Club profitiert von ihrer Erfahrung.

Nach ihrem Lieblingsautoren gefragt, erwähnt sie Terry Goodkind, den Verfasser einer zwölfteiligen Fantasy-Serie (Tendenz steigend), welcher ein Universum im Stile Tolkiens erschaffen hat — «nur ohne Orks». Vor fünf Jahren habe sie die Bücher verschlungen, inzwischen sei sie sich aber der Qualität nicht mehr so sicher: «Der Held ist zu perfekt, das stört mich heute.»