Tag Archives: tink.ch

Jugendliche treffen auf Passanten in Bern

Im Rahmen des Cooltour-Ferienlagers wollten sich sechs junge Menschen einen Einblick in den Journalismus verschaffen und die Erfahrung machen, ein Interview zu führen. Zwei davon könnt ihr hier nachlesen.

Interview von Noëlle (17), Juliette (14) und Eliah (15) über Mobilität

Wie empfinden Sie die Veränderung der Mobilität in den letzten Jahrzehnten durch zum Beispiel Autos oder öffentliche Verkehrsmittel?

Ziemlich ambivalent. Auf der einen Seite ist es extrem bequem, von einem Ort zum anderen zu gelangen, doch es gibt das Problem der Unfallhäufigkeit, des Umweltschutzes und der Nervosität. Nehmen wir als Beispiel den Gotthard: Nach fünfundvierzig Minuten Wartezeit im Stau, zählen Sie doch einmal die Schweizer, die dabei die Nerven verlieren.

Fahren Sie lieber Auto, oder benutzen Sie lieber den ÖV?

Im Moment lieber ÖV. Früher bin ich begeisterter Autofahrer gewesen.

Und warum haben Sie das jetzt geändert?

Weil meine Reaktionsfähigkeit nachgelassen hat. Ich fahre zwar immer noch Auto, doch in »Grosspapagemütlichkeit«.

Und wenn Sie mit dem Auto fahren, fahren Sie dann kleinere Strecken oder doch eher längere?

Ich fahre von hier nach Hamburg, oder nach Amsterdam, allerdings brauche ich dafür zwei bis drei Tage, also ich nehme es gemütlich.

Und bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, bereitet Ihnen dort etwas Probleme?

Also ich habe ein Generalabonnement. Aber wenn ich jetzt die Tickets lösen müsste, wäre ich total verloren…

Und wie ist es mit diesen Touchscreens?

Dort wird es dann erst recht ungemütlich, versuchen Sie mal eine Tageskarte zu lösen, ich habe fünf Zürcher gefragt, niemand konnte es mir erklären.

Ist kompliziert, oder?

Ja, man findet nicht das, was man sucht.

Finden Sie denn die Preise zu teuer? Haben Sie sonst noch etwas am ÖV auszusetzen?

Wenn ich jetzt ehrlich bin, spielt der Preis für mich keine Rolle, weil ich sehr viel geerbt habe. Wenn ich dieses Geld nicht besitzen würde, hätte ich ein Problem.

Wie sieht die Mobilität für Sie in der Zukunft aus?

Es wird viel automatisiert, aber nicht alles kann von Maschinen übernommen werden, es braucht immer noch Menschen, die diese Arbeiten ausüben. Ich persönlich glaube nicht an selbstfahrende Busse, für mich braucht es einen Chauffeur.

Wir bedanken uns sehr für Ihre Zeit und wünschen Ihnen noch einen schönen Tag.

Danke gleichfalls.

Interview von Livia (14), Alisha (14) und Sergio (16) über Flüchtlinge

Zurzeit sind ja Sommerferien, viele reisen nach Italien oder Griechenland. In diesen Ländern ist die Flüchtlingskrise ein grosses Thema. Würden sie trotz den vielen Flüchtlingen ihre Ferien dort verbringen?

Die Flüchtlinge würden mich nicht davon abhalten.

Was denken Sie, wie viele Flüchtlinge leben aktuell in der Schweiz?

Schwierig… 20’000.

Also im Moment sind es etwas mehr als 100’000.
Haben Sie Angst vor Flüchtlingen?

Wenn sie sich anständig benehmen überhaupt nicht, nein

Sind Sie der Meinung, man sollte mehr von ihnen aufnehmen?

Das finde ich eine sehr schwierige Geschichte, da man auf alle Bevölkerungsgruppen Rücksicht nehmen muss. Ich persönlich habe keine Probleme mit Flüchtlingen, aber irgendwann gibt es Probleme mit der Bevölkerung als Ganzes und das finde ich sollte man vor Augen halten.

Was denken Sie, wie wird es in Zukunft mit der Flüchtlingskrise aussehen?

Das wird schlimmer werden. Die Situation in Afrika ändert sich nicht, vielleicht wird es mit Syrien besser aber mit Afrika, da sind so viele junge Leute unterwegs, die nach Europa wollen. Aus verständlichen Gründen wollen sie eine bessere Zukunft haben, also das wird sich nicht ändern, das wird noch intensiver werden, da bin ich überzeugt.

Denken Sie, dass die Schweiz mehr aufnehmen möchte oder nicht?

So wie es jetzt läuft wird es sehr restriktiv gehandhabt. Bis zu einem gewissen Punkt finde ich das auch richtig, weil es den Zusammenhalt der Bevölkerung gefährdet und da finde ich muss man aufpassen, dass das nicht auseinandergeht. Sonst haben wir plötzlich eine Situation wie in Amerika, wo Populisten wieder mehr Einfluss bekommen und dann haben wir die SVP, die wieder mehr Einfluss bekommt.

Generationentalk: Moritz Leuenberger und Frédéric Urech

Moderation: Elias Rüegsegger (22)

Er war 15 Jahre lang Bundesrat. Heute, sechs Jahre nach seinem Rücktritt, ist er vielen Menschen in der Schweiz immer noch in Erinnerung. Im Generationentalk trifft der 70-jährige Moritz Leuenberger auf den 17-jährigen Frédéric Urech. Die beiden verbindet das Engagement für die Politik. Urech hilft bei der Jugendsession mit.

Ein rasanter Generationentalk über den Stil von Donald Trump, «Brösmeli» auf Interviewtischchen und Grautöne in der Politik.

Technik: Samuel Müller (22)

Moritz Leuenberger

Für seine Reden bekannt, für seine spitze Ironie mal begriffen, mal missverstanden worden – das ist Moritz Leuenberger. Der ehemalige Bundesrat will heute nicht nur mit seinem früheren Job in der Regierung der Schweiz identifiziert werden. Leuenberger moderiert heute die Bérnhard-Matinée in Zürich.

Frédéric Urech

Der 17-jährige Kantonsschüler aus der Ostschweiz engagiert sich bei der Jugendsession. Als Co-Präsident des Forums schaut er dafür, dass die Forderungen der Jungen nicht einfach im Nichts verpuffen. Frédéric Urech ist etwas frustriert, dass seine Altersgenossen nicht alle politisch engagiert – ja oft nicht einmal interessiert sind. Urech will später vielleicht internationale Beziehungen studieren – oder doch Volkswirtschaft?

Dies ist eine Kurzversion eines Artikels unseres Partnermediums «und» das Generationentandem, der am 14. November 2016 erschien.

Wo ist der Bundesrat?

Schon seit 25 Jahren engagieren sich jährlich rund 200 Jugendliche an der Jugendsession. Während vier Tagen diskutieren sie, planen und formulieren Petitionen und sprechen über wichtige Themen wie Waffenexporte, Landwirtschaft oder Fortpflanzungsmedizin.

Wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich für die Politik und die Gesellschaft interessieren, hören wir von allen Seiten. Auch Bundesräte wie Didier Burkhalter und Johann Schneider-Ammann haben dies in den letzten fünf Jahren in ihren Eröffnungsreden der Juse immer wieder betont. Die Jungen sollen sich engagieren und mitreden. Und genau das machen die jungen Teilnehmenden wieder. Zum 25. Mal. Der Bundesrat jedoch fehlt.

Wichtigkeit der Jugend

Darüber sind viele Teilnehmende der Juse enttäuscht und fühlen sich in ihrem Engagement nicht mehr ernst genommen. Für einige von ihnen, die schon in den letzten Jahren dabei waren, sei das Treffen mit dem Bundesrat einer der Höhepunkte der Jugendsession gewesen. Ein 15-jähriger Teilnehmer aus der Gruppe «Landwirtschaft und Ernährung» sagt, der Besuch sei «zwar kein Muss, aber eine schöne symbolische Geste, die uns Jungen eine gewisse Wichtigkeit gibt.»

Aber was steckt eigentlich hinter der diesjährigen Abwesenheit des Bundesrates? Auf Anfrage beim Parlamentsdienst erhält Tink.ch dieselbe Mail wie das SRF, das gestern in der Tagesschau darüber berichtet hat.

Nun sitzen aber jedes Jahr auch viele Jugendliche im Nationalratssaal, die zum ersten Mal an der Juse teilnehmen. Auch sie hätten einen Empfang vom Bundesrat geschätzt. Eine Nacherzählung ersetzt eine solche Erfahrung nicht. Es sind jedes Jahr zahlreiche neue Jugendliche, die sich ein neues Bild vom Bundesrat und deren Prioritätenliste machen können. Eine 18-jährige Teilnehmerin meint: «Es wäre ein Zeichen der Jugendförderung gewesen, uns Jungen zuzuhören und sich erkenntlich dafür zu zeigen, was wir hier erreichen wollen.»

Keine Begründung

Auch die Projektleiterin Mathilde Hofer der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) ist enttäuscht. Ihr Team und sie haben wie jedes Jahr eine Einladung an den Bundesrat gerichtet. Zu ihrem Erstaunen hat er dieses Jahr ohne Begründung abgesagt. Für Hofer sei das ein klares Zeichen dafür, dass die Stimme der Jugend von der «offiziellen Politik» nicht mehr so stark gehört und auch nicht mehr so ernstgenommen werde: «Ich möchte nicht im Namen der ganzen Jugend sprechen, doch immerhin ist die Jugendsession die wichtigste und grösste Partizipationsmöglichkeit für JungpolitikerInnen», sagt Hofer. Wo sonst kann der Bundesrat so eindeutig zeigen, dass ihm die Anliegen der Generation Y und Z wichtig sind?

Trotz der Absage werde die SAJV den Bundesrat im nächsten Jahr wieder einladen, sagt Hofer. «Uns ist wichtig, dass er den Jungen vermittelt, dass ihre Stimme sehr wohl gewichtet wird.»

Offene Ohren, bitte!

Die Generationenfrage ist eine wichtige und stets aktuelle. Die Politik ist jedoch offensichtlich keine Generationenfrage. Die Jungen politisieren sehr wohl, aber um gehört zu werden, braucht es immer auch ein offenes Ohr. So eines hat Lisa Mazzone (Grüne), die mit 28 Jahren jüngste Nationalrätin der Schweiz. Die SAJV hat sie nach der Absage des Bundesrats eingeladen, um das Parlament im Nationalratssaal zu vertreten. Eine gute Wahl, denn Mazzone weiss genau, wie es ist, ihrer Stimme als junge Politikerin Gehör zu verschaffen.

Im Gespräch mit Tink.ch betont Mazzone: «Die Abwesenheit des Bundesrats finde ich bedauernswert, denn die Jugendsession ist eine wertvolle Erfahrung, Politik auszuüben. Auch motiviert eine Teilnahme dazu, sich weiterhin politisch zu engagieren.»

Die Abwesenheit des Bundesrates sei ein negatives Zeichen an die Jugend, das im Widerspruch stehe mit dem, was von der Jugend erwartet würde. Nämlich, sich in der Politik anwesend zu zeigen. «Vor den Jugendlichen zu sprechen, ist deshalb das Mindeste, was der Bundesrat tun kann.» Auch die Idee, politische Themen greifbarer zu machen, könne durch eine Zugänglichkeit der Politikerinnen und Politikern vereinfacht werden. So würde die Jugend sehen: «Wir haben auch einen Platz in der Politik».

25 Jahre Jugendsession

Nun gibt es schon 25 Jahre die Jugendsession. Dort können Jugendliche zwischen 14-21 Jahre politische Forderungen erarbeiten. In Gruppen können sie über verschiedene Themen diskutieren und ihre Meinungen austauschen. Eine Jugendsession zu organisieren, ist ein grosser Aufwand. Es braucht dafür 1 Jahr. Es braucht viele Leute, die zu ihrem Gelingen beitragen: Die Projektleiter, das OK (Organisationskomitee), die Gruppenleiter und die Security sind nur einige davon.

Eine gelungene Jugendsession braucht gute Themen

Die Teilnehmenden können mit einer Online Routine die Themen mitbestimmen, die besprochen werden sollen. Wenn dann die Themen gewählt wurden, schreiben die Freiwilligen Texte dazu. Es ist schwierig, gute Themen zu finden und darüber zu schreiben, doch der Jugendsession sind gute und passende Themen wichtig.

Werbung – eine Herausforderung

Die Projektleiterin für die Jugendsession Mathilde Hofer wusste als sie in der Schule war noch gar nicht, dass es die Jugendsession gab. Auch heute gibt es Jugendliche die die Jugendsession nicht kennen. Deshalb versucht das SAJV so viel Werbung zu machen wie möglich. Insbesondere muss es mit Lehrerinnen und Lehrern zusammenarbeiten, damit sie die Schülerinnen und Schüler motivieren, mitzumachen.

Die Expertinnen und Experten

Für das Gelingen der Jugendsession braucht es ausserdem den Beitrag von Personen, die den Jugendlichen zur Seite stehen, um ihnen die Themen näherzubringen. Diese Expertinnen und Experten aber auch Politikerinnen und Politiker sind nicht immer einfach zu erreichen. Dann muss das SAJV mehrmals anrufen. Doch zum Glück gelingt es dem SAJV meistens Expertinnen und Experten und Politikerinnen und Politiker aufzutreiben. So waren dieses Jahr 25 Politikerinnen und Politiker anwesend.

Eine wichtige Veranstaltung

Mathilde Hofer ist überzeugt, dass die Jugendsession wichtig ist. Jugendliche sollen auch eine Stimme bekommen, um über politische Themen zu sprechen.


Tink.ch wollte wissen, wie zwei Gruppenleiter die Jugendsession erleben.

Interview mit Gruppenleiter Daniel Fernandez (23)

Hast du schon früher mal bei einer Jugendsession teilgenommen?

Ja, ich war schon mehrmals an der Jugendsession. Ich finde die Jugendsession sehr cool und ich schätze es.

Warum hast du dich als Gruppenleiter angemeldet?

Da ich nicht mehr mitmachen kann wegen dem Alter, aber ich trotzdem noch helfen wollte. Ich finde es auch wichtig, dass die Jugendliche an der Jugendsession teilnehmen.

Was genau ist deine Aufgabe?

Als Gruppenleiter ist es meine Aufgabe, möglichst vielen Teilnehmern in der Gruppe zu helfen. Nicht im Inhalt sondern sie sollten sich wirklich frei entscheiden, was sie wollen und welche Forderungen sie nehmen wollen. Ich leite und begleite sie.

Was ist schwierig an deiner Aufgabe?

Ich finde es schwierig, neutral zu bleiben, meine Meinung im Hintergrund zu lassen. Ich muss die Diskussionen nur anhören und sie leiten.

Hast du Spass an deiner Aufgabe?

Es macht sehr Spass und es ist sehr cool, die neuen jungen Leuten kennenzulernen und unsere Meinungen auszutauschen.

Denkst du, dass du nächstes Jahr wieder dabei sein wirst?

Ja, ich denke schon, entweder als Gruppenleiter oder als Mitglied des OK (Organisationskomitee). Ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Interview mit Gruppenleiter David Pavlu (18)

Hast du schon früher mal bei einer Jugendsession teilgenommen?

Ja, letztes Jahr als Teilnehmer. Ich fand es sehr spannend.

Warum hast du dich als Gruppenleiter angemeldet?

Ich finde es spannend, Neues zu erfahren, da ich es schon letztes Jahr sehr spannend fand, wollte ich dieses Mal die Jugendsession von der anderen Seite erleben.

Was genau ist deine Aufgabe?

Meine Aufgabe ist als Gruppenleiter, die Gruppe zu managen und moderieren. Mein Ziel ist: Dass die Teilnehmer ihre eigene Ideen aufnehmen.

Was ist schwierig an deiner Aufgabe?

Das Thema Schweiz 2041 ist recht schwierig, da es ein breites Thema ist. Es gibt viel Freiheit, um etwas zu fokussieren. Seit heute morgen probieren wir, uns auf etwas zu einigen. Etwas, das man in 2 Tagen zusammenfassen kann.

Hast du Spass an deiner Aufgabe?

Ja, es macht sehr Spass. Aber es ist auch anstrengend, eine Gruppe zuleiten.

Denkst du, dass du nächstes Jahr wieder dabei sein wirst?

Ich glaube schon.

Ein Plädoyer für die Jugend

Ich könnte über Fortpflanzungsmedizin oder Pendlerströme schreiben, doch werde ich es nicht tun. Viel lieber möchte ich über die Zukunft sprechen: die Jugend. Mein erster Tag als Chefredaktorin an der Jugendsession hat mir gezeigt, dass wir ihr mehr Vertrauen schenken müssen. Die Jugend hat Ideen, die Jugend hat etwas zu sagen, die Jugend ist bereit, sich für etwas einzusetzen – wenn man ihr die Möglichkeit gibt.

Die Reporter*innen von Tink.ch erlaubten mir, die Jugendsession mitzuerleben. Ihre Rückkehr nach einem Nachmittag an der Juse brachte frischen Wind, ihre Erzählungen liessen mich spüren, wie intensiv an diesem ersten Tag über Themen nachgedacht wurde.

Über 200 Jugendliche, die sich während 4 Tagen mit komplexen Sachverhalten auseinandersetzen: Die Juse ist Grund genug, um zu wissen, dass Schweizer Jugendliche weder faul, noch desinteressiert sind.

Ein Sitzungszimmer voller jungen Reporter*innen, die sich überlegen, wie sie am besten über ein Thema schreiben sollen und die auch nach mehreren Studen intensivem Einsatz bereit sind, weiterzuarbeiten, sind mein zweiter Beweis dafür.

Mein dritter Beweis ist der junge Mann, der alles machen würde, um einen perfekten Livestream von der Jugendsession hinzukriegen. Oder die junge Dame, die anstatt sich mal auszuruhen, nach Bern fährt, um unserem Team zu helfen.

Beispiele hätte ich noch viele, aber was mich tatsächlich veranlasste, diesen Artikel zu schreiben, ist das Funkeln in den Augen des 12-jährigen Mädchens, das im Rahmen ihres Zukunfttages mit uns an die Juse kam. «Es hat riesig Spass gemacht und ich habe viel gelernt», sagte sie mir. Sie erinnerte mich daran, wieso es die Jugendsession oder Tink.ch gibt: Die Gesellschaft muss der Jugend die Möglichkeiten geben, ihre Leidenschaften auszuleben.

Morgen wird an der Jugendsession der Prix Jeunesse verliehen. Ich bin gespannt, wer dieses Jahr für ihr oder sein Engagement für die Anliegen der Jugend gewürdigt wird und wünsche mir, dass sich diese Persönlichkeit ihrer Verantwortung bewusst ist.

Wir gehen an die Jugendsession!

Die Welt wachte heute mit dem Verlangen auf, über Politik zu sprechen. Die Resultate der Präsidentschaftswahlen erregten die politischen Gemüter. Doch die Teilnehmer*innen der Eidgenössischen Jugendsession wissen eins: Politisches gibt es auch in der Schweiz zu besprechen. Von morgen bis Sonntag werden Jugendliche von 14-21 über wichtige Probleme nachdenken und debattieren sowie konkrete Vorschläge für die Schweizer Gesellschaft erarbeiten. Von Waffenexport bis Drogenpolitik – wie jedes Jahr werden an der «Juse» hochaktuelle Themen besprochen. Zirka 200 Teilnehmer*innen aus allen Sprachregionen werden uns zeigen, dass die Jugend sich für Politik interessiert und Wichtiges zu den Fragen beizutragen hat, die unsere Gesellschaft beschäftigen.

Auch Tink.ch wird alle Sprachregionen vertreten und täglich auf drei Nationalsprachen berichten. Kommentare, Interviews, fotografische Impressionen…Tink.ch wird die verschiedensten Facetten der Juse aufzeigen.

Und für diejenigen, die gerne das Juse-Feeling erleben möchten, werden wir am Sonntag ab 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr live aus dem Bundeshaus streamen. Wir werden während den Pausen des Plenums exklusive Persönlichkeiten interviewen – darunter den Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf Michael Møller.

Den Livestream kannst du hier mitverfolgen und vergiss nicht, täglich auf Tink.ch reinzuschauen, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 4: Cycling what?

Recycling – Upcycling – Downcycling. Genau, du hast richtig gelesen. Diese Begriffe existieren. Die meisten von euch kennen wahrscheinlich den Begriff Recycling. Dass man auch up- bzw. down-cyclen kann, wissen jedoch die wenigsten. Kein Problem, denn mit GORILLA kannst auch du ein absoluter Recycling-Profi werden.

Was ist was?

Recycling

Auf Deutsch Reziklieren bedeutet nichts anderes, als etwas immer wieder zu verwenden.

Beispiel: Aus PET-Flaschen werden wieder PET-Flaschen.

Hier zeigt dir PET-Recycling Schweiz den Kreislauf von PET-Flaschen.

Upcycling (Reuse)

Wie es das Wort »up« schon sagt, bedeutet Upcycling, dass man ein Produkt »aufpoliert«, damit es danach einen höheren Wert oder Nutzen hat als vorher.

Beispiel: Aus leeren PET-Flaschen werden schöne Beete für dein Urban Gardening gemacht. GORILLA hat’s für dich ausprobiert.

Downcycling

Auch hier kann man sich etwa ausmalen, was Downcycling bedeutet. »Down« bedeutet in diesem Falle, dass ich z.B. eine PET-Flasche downcycle und zu einem Rohstoff verwandle, das ich mit anderen Materialien mischen kann; daraus kann man z.B. ein Skateboard herstellen. Aus dem Skateboard kann anschliessend keine PET-Flasche mehr produziert werden (das Skateboard kann aber z.B. wieder in eine Sitzbank upgecycelt werden usw.).

PET-Flaschen ganz zu verhindern gelingt nicht immer, wäre aber natürlich die umweltfreundlichste Variante. Denn eine PET-Flasche wird im Durchschnitt 2 Tage benutzt und benötigt dann 450 Jahre, um sich abzubauen. Darum ist es wichtig, dass wir die PET-Flaschen richtig recyceln.

Wusstest du, dass »normaler Abfall« verbrannt wird? In der Kehrichtverbrennungsanlage entstehen 292’000 Tonnen Treibhausgase. Für die Umwelt ist es darum besser, wenn PET richtig recycled wird, anstatt in der Verbrennanlage zu verenden. So gelangt der PET wieder zurück in den Verarbeitungskreislauf, um daraus neue PET-Flaschen zu gewinnen. PET-Recycling Schweiz zeigt dir hier, was du in den PET-Sammelbehälter schmeissen solltest und was nicht.

Von der Sortierung über die Rückgewinnung von PET bis hin zur Wiederherstellung ganz neuer Flaschen. PET-Recycling Schweiz zeigt, wie es funktioniert:

Dieser Artikel ist am 10. Mai 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.