Tag Archives: super league

Erster Dämpfer für YB

Passives YB

Viel Sehenswertes bot die erste Halbzeit nicht und dennoch führten die Gäste aus Thun gleich mit 0-3. Die Oberländer konnten bislang kein Spiel gewinnen und so überraschte das Halbzeitresultat umso mehr. Bei YB passte nichts zusammen und die Kreativität in der Offensive, die aus den letzten Spielen gelobt wurde, kam nicht zum Vorschein.

So wurde YB von der eigenen Eckballvariante aus dem Spiel gegen Lausanne von Thun ausgehebelt. Sandro Lauper erzielte nach 13 Minuten die Führung für den FC Thun. Gefolgt war diese Ecke von einer weiteren, bei welcher Marco Bürki Gelmi gewähren liess. Der Verteidiger des FC Thun erzielte somit bereits das 0-2 für das Gästeteam.

Nun kam es aber in der 43. Minute noch dicker für den passiven Leader aus Bern: Spielmann wurde nach einem Fehlpass aus der YB-Verteidigung sofort lanciert und blieb Sieger im Duell gegen David von Ballmoos.

Offensivdruck ohne Erfolg

Adi Hütter brachte nach der Pause mit Guillaume Hoarau und Leo Bertone zwei geschonte Stammspieler. Diese brachten zwar etwas Schwung mit und YB spielte sich hochkarätige Chancen heraus, trotzdem scheiterten die Hauptstädter an ihrem eigenen Unvermögen oder am stark aufspielenden Thun-Goalie Ruberto.

Es kam wie es kommen musste und so erzielte der FC Thun nach einer schön herausgespielten Aktion sogar das 0-4. Die Berner waren bedient und mussten das erste Mal in dieser Saison Punkte liegen lassen. Die Art und Weise lässt jedoch die eine oder andere Frage offen.

YB lässt seine Fans träumen

Foto: Thomas Hodel

Viele Zweikämpfe

Die erste Halbzeit war geprägt von vielen hart geführten Zweikämpfen und zwei stark aufspielenden Abwehrketten. Nur selten konnten die Offensivspieler beider Mannschaften in eine gefährliche Position gebracht werden.

Weder Steffen beim FCB, noch Sulejmani konnten ihre Freiheiten ausnützen und so war das logische Halbzeitresultat 0-0.

Einzelleistungen entscheiden das Spiel

Das Heimteam kam stärker aus der Kabine und spielte mit viel Druck nach vorne. In der 58. Minute passte der stark aufspielende YB-Verteidiger Benito auf Yoric Ravet. Dieser lässt mit seinem Dribbling Luca Zuffi alt aussehen und schlenzt den Ball herrlich an Vaclik vorbei ins Tor. Das ausverkaufte Stade de Suisse stand kopf. Keine Minute später hatte Sulejmani das nächste Tor auf dem Fuss, doch er verzog kläglich.

In der 80. Minute besiegte Sulejmani schliesslich endgültig das FCB. Einen Freistoss aus rund 25 Metern versenkte er nahezu perfekt ins Tor.

YB-Debütant Christian Fassnacht war nach dem Spiel zufrieden: «Es ist natürlich toll, gegen den Meister zu gewinnen, aber das war bloss das erste Spiel und jetzt kommt Dynamo Kiew, dies ist noch ein härterer Brocken. Nach der zweiten Halbzeit von heute dürfen wir jedoch zuversichtlich sein.»

Luzern unterliegt auch YB

Startfeuerwerk der Berner

Kaum angespielt zappelte der Ball bereits im Netz. Das Spiel dauerte erst zehn Sekunden, als sich die YB-Akteuere Frey, Ravet und Sulejmani durch die Luzernabwehr tankten. Letzterer liess sich nicht zweimal bitten und bezwang Jonas Omlin im Tor des FCL. Es ist eines der schnellsten Tore in der Geschichte der Super League.

Das Spiel war lanciert und der neutrale Zuschauer auf die Reaktion der Zentralschweizer gespannt. Diese blieb vorerst aus und nach zwei Minuten hätte Sulejmani beinahe zum zweiten Mal eingenetzt. Sein Kopfball zischte jedoch knapp über das Tor. Nach sieben Minuten zeigten sich erste Offensivzeichen der Gäste aus Luzern.
Marco Schneuwly, ein ehemaliger YB-Stürmer, flankte zur Mitte, wo Juric mit einem starken Kopfball den Ausgleich erzielte. Dabei sah wirkte die YB-Abwehr nicht, denn Juric hatte ziemlich viel Platz um zum Kopfball anzusetzten. Nach diesen beiden Toren flachte das Spiel etwas ab und beide Teams liessen keine sehenswerte Chance mehr zu. Bis zur 25. Minute plätscherte das Spiel so vor sich hin. Danach konnte sich das Team von Adi Hütter jedoch steigern und YB kam wieder vermehrt zu gefährlichen Angriffen.

Passive Luzerner

Luzern zeigte sich nun sehr passiv und der junge Torhüter des FCL, Jonas Omlin, löste bei manch einem Mitleid aus. Zwar parierte er gegen Michael Frey magistral, er musste jedoch in der 29. Minute erneut einen Ball aus dem Netz fischen. Nach einem Freistoss von der rechten Seite, wusste Sulejmani die Flanke von Ravet per Kopf zu verwerten. Die erneute Führung des Heimteams hinterliess jedoch einen bitteren Nachgeschmack, denn das Tor entstand vermutlich aus einer knappen Abseitsposition. YB übernahm nun das Spieldiktat und wer auf eine Reaktion des FCL hoffte, täuschte sich sehr.

Die Gäste zeigten sich ängstlich-passiv und konnten keine Offensivakzente mehr setzen. Besser machte es YB: Das Heimteam konnte in der 35. Minute die Führung ausbauen. Nach einem Pass in den Rücken der FCL-Abwehr scheiterte Frey an einem Bein eines Abwehrspielers. Den Abpraller verwertete YB-Neuzugang Roger Assale jedoch ohne Problem. Die zweite Halbzeit ging im gleichen Stil weiter, wie die erste aufgehört hatte. Die Berner dominierten die Gäste nach Belieben. Ihr schenlles Umschaltspiel brachte immer wieder grosse Gefahr mit sich. Schliesslich erzielte in der 60. Minute Michael Frey das Tor zum 4-1 für YB. Nach einem herrlichen Pass von Zakaria auf Sulejmani, wusste dieser Frey in der Mitte zu bedienen, welcher nur noch einschieben musste.
In der Folge hätten die Berner gut noch das eine oder andere Tor erzielen können, oder eher müssen. Bertone und Aebischer sahen ihre Schüsse jeweils am Aluminium abgeprallt.

Das Schlussresultat von 4-1 für YB stösst den FCL weiter in die Krise. Yvon Mvogo, Torhüter von YB, freute sich nach dem Spiel über den klaren Sieg: «Wir haben jetzt den zweiten Platz auf sicher und auch wenn ich nicht mehr dabei sein werde, freue ich mich, dass diese Mannschaft nächste Saison an der Champions-League-Qualifikation spielen darf. Ich bin heute sehr stolz auf diese Mannschaft. Der Auftritt heute ist einfach nur lobenswert», meinte Mvogo, der im Sommer zu RB Leipzig in die Bundesliga wechseln wird.