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Ein Plädoyer für die Jugend

Ich könnte über Fortpflanzungsmedizin oder Pendlerströme schreiben, doch werde ich es nicht tun. Viel lieber möchte ich über die Zukunft sprechen: die Jugend. Mein erster Tag als Chefredaktorin an der Jugendsession hat mir gezeigt, dass wir ihr mehr Vertrauen schenken müssen. Die Jugend hat Ideen, die Jugend hat etwas zu sagen, die Jugend ist bereit, sich für etwas einzusetzen – wenn man ihr die Möglichkeit gibt.

Die Reporter*innen von Tink.ch erlaubten mir, die Jugendsession mitzuerleben. Ihre Rückkehr nach einem Nachmittag an der Juse brachte frischen Wind, ihre Erzählungen liessen mich spüren, wie intensiv an diesem ersten Tag über Themen nachgedacht wurde.

Über 200 Jugendliche, die sich während 4 Tagen mit komplexen Sachverhalten auseinandersetzen: Die Juse ist Grund genug, um zu wissen, dass Schweizer Jugendliche weder faul, noch desinteressiert sind.

Ein Sitzungszimmer voller jungen Reporter*innen, die sich überlegen, wie sie am besten über ein Thema schreiben sollen und die auch nach mehreren Studen intensivem Einsatz bereit sind, weiterzuarbeiten, sind mein zweiter Beweis dafür.

Mein dritter Beweis ist der junge Mann, der alles machen würde, um einen perfekten Livestream von der Jugendsession hinzukriegen. Oder die junge Dame, die anstatt sich mal auszuruhen, nach Bern fährt, um unserem Team zu helfen.

Beispiele hätte ich noch viele, aber was mich tatsächlich veranlasste, diesen Artikel zu schreiben, ist das Funkeln in den Augen des 12-jährigen Mädchens, das im Rahmen ihres Zukunfttages mit uns an die Juse kam. «Es hat riesig Spass gemacht und ich habe viel gelernt», sagte sie mir. Sie erinnerte mich daran, wieso es die Jugendsession oder Tink.ch gibt: Die Gesellschaft muss der Jugend die Möglichkeiten geben, ihre Leidenschaften auszuleben.

Morgen wird an der Jugendsession der Prix Jeunesse verliehen. Ich bin gespannt, wer dieses Jahr für ihr oder sein Engagement für die Anliegen der Jugend gewürdigt wird und wünsche mir, dass sich diese Persönlichkeit ihrer Verantwortung bewusst ist.

Wir gehen an die Jugendsession!

Die Welt wachte heute mit dem Verlangen auf, über Politik zu sprechen. Die Resultate der Präsidentschaftswahlen erregten die politischen Gemüter. Doch die Teilnehmer*innen der Eidgenössischen Jugendsession wissen eins: Politisches gibt es auch in der Schweiz zu besprechen. Von morgen bis Sonntag werden Jugendliche von 14-21 über wichtige Probleme nachdenken und debattieren sowie konkrete Vorschläge für die Schweizer Gesellschaft erarbeiten. Von Waffenexport bis Drogenpolitik – wie jedes Jahr werden an der «Juse» hochaktuelle Themen besprochen. Zirka 200 Teilnehmer*innen aus allen Sprachregionen werden uns zeigen, dass die Jugend sich für Politik interessiert und Wichtiges zu den Fragen beizutragen hat, die unsere Gesellschaft beschäftigen.

Auch Tink.ch wird alle Sprachregionen vertreten und täglich auf drei Nationalsprachen berichten. Kommentare, Interviews, fotografische Impressionen…Tink.ch wird die verschiedensten Facetten der Juse aufzeigen.

Und für diejenigen, die gerne das Juse-Feeling erleben möchten, werden wir am Sonntag ab 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr live aus dem Bundeshaus streamen. Wir werden während den Pausen des Plenums exklusive Persönlichkeiten interviewen – darunter den Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf Michael Møller.

Den Livestream kannst du hier mitverfolgen und vergiss nicht, täglich auf Tink.ch reinzuschauen, um auf dem Laufenden zu bleiben!