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Antizipation, Autorität und Authentizität: Chantal Donders und Benedikt Weibel übers ChefIn-sein

Moderation: Elias Rüegsegger (23), Technik: Samuel Müller (22)

Sie leitet seit anderthalb Jahren einen Familienbetrieb in der Region Bern – er war SBB-Boss: Chantal Donders (34) und Benedikt Weibel (70). Sie beide diskutierten im Generationentalk vom 10. Juli über die Aufgabe als ChefIn, die Unterschiede von Grossunternehmen zu einem Familienbetrieb und die fehlenden Frauen in Chefetagen.

Die beiden Talkgäste treffen schon eine knappe Stunde vor dem Talk im Berner Generationenhaus ein. Chantal Donders wird von ihrer Familie begleitet – Benedikt Weibel kennt die Familie Donders, auch deren Familienbetrieb. Der Umgang ist herzlich. Die Themen würden für den ganzen Abend nicht ausgehen.

Eine Frage im Generationentalk: Leiten die verschiedenen Generationen unterschiedlich? Es sei mehr eine Frage der jeweiligen Zeit, sind sich die beiden einig. Chantal Donders übernahm die Firma von ihrem Vater. Immer noch sitzen die beiden im selben Büro. Der Familienbetrieb ist klar auch ein Generationenbetrieb.

Warum so wenige Frauen?

In Geschäftsleitungen der grössten Schweizer Firmen sind laut dem aktuellen Schillingreport 8 Prozent Frauen vertreten. Nicht viel. Warum ist das immer noch so? Benedikt Weibel ist überzeugt: «Das ist eine Frage der Zeit. Es braucht einfach viel Zeit.» Chantal Donders glaubt, dass es auch an der Gesellschaft liegt. Es sei schwierig, Beruf und Familie zu verbinden.

Benedikt Weibel zeigt sich Quoten für Frauen in Führungsfunktionen nicht abgeneigt. Kritischer ist Chantal Donders: Zuerst müssten auch genügend Frauen dazu ausgebildet werden und die gesellschaftlichen Bedingungen geschaffen werden.

Benedikt Weibel

Benedikt Weibel (70) war bis 2006 SBB-Chef – er setzte zum Beispiel das Projekt Bahn 2000 um. Der studierte Betriebswissenschaftler ist heute als Publizist und Dozent tätig.

Chantal Donders

Chantal Donders (34) ist studierte Chemikerin und Wirtschaftsingenieurin. Sie übernahm 2016 die Geschäftsführung der Böhme AG von ihrem Vater. In der Farben- und Lackfabrik hat sie 25 MitarbeiterInnen unter sich.

Dieser Artikel wurde am 12. Juli 2017 auf unserem Partnermedium «und» das Generationentandem publiziert.

Der Generationentalk: Luzia Tschirky und Casper Selg

Moderation: Elias Rüegsegger (23), Technik: Samuel Müller (22)

Eine junge Nachwuchsjournalistin und ein ehemaliger Radiomann: Das ist der Generationentalk mit Luzia Tschirky (26) und Casper Selg (67).

Der Generationentalk wurde am Montag, 19. Juni im Berner Generationenhaus vor Publikum aufgezeichnet. Im Anschluss konnten die ZuschauerInnen die beiden Gäste befragen.

Radiomann durch und durch

Casper Selg (67) – im Innenhof des Berner Generationenhauses. Bild: Demian Thurian

Er war als Korrespondent in den USA und Deutschland für das Schweizer Radio. Er moderierte während Jahrzehnten das «Echo der Zeit» und leitete 12 Jahre die Echo-Redaktion.

Nachwuchsjournalistin mit klarem Ziel

Luzia Tschirky (26) – vor dem Talk in Bern. Bild: Demian Thurian

Sie ist Stagiaire bei der SRF-Sendung 10vor10. Ihre Faszination für den postsowjetischen Raum entdeckte sie kurz nach der Matura und hat seither aus Russland, Belarus und der Ukraine berichtet. Schon als kleines Kind wollte sie Journalistin werden: Sie verfasste eine selbstgemachte Familienzeitung.

Dieser Artikel wurde am 21. Juni 2017 auf unserem Partnermedium «und» das Generationentandem publiziert.

«Wir haben schon viel zu lange gewartet!» – Der Generationentalk

Moderation: Elias Rüegsegger – Technik: Samuel Müller

Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Menschenwürde, und kein Sexismus – die beiden Frauen im neusten Generationentalk setzen sich für diese Werte ein. Ursula Haller (68) und Virginia Köpfli (22) diskutieren über Feminismus.

Die Lohnungleichheit von Frauen und Männern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Rollen der Geschlechter – im zweiten Teil des Generationentalks diskutieren die beiden politisch engagierten Frauen darüber: «Wir haben schon viel zu lange gewartet», sagt Virginia Köpfli in Bezug auf die Lohnungleichheit.

Ursula Haller ist der Meinung, dass Frauen nicht unbedingt Haare an den Beinen, aber Haare auf den Zähnen brauchen. Bild: Mélanie Baierlé

Persönlich, politisch: Ursula Haller

Ursula Haller (68) ist ehemalige Nationalrätin der BDP und ehemalige Gemeinderätin der Stadt Thun. Sie schmiedete als Politikerin Allianzen über Parteigrenzen hinweg. So engagierte sie sich 2004 im Abstimmungskampf für einen bezahlten Mutterschaftsurlaub gegen die SVP – ihre eigene damalige Partei. Vor 10 Jahren gehörte sie nach der Abwahl von Christoph Blocher zur sogenannten Gruppe «Bubenberg», die eine Abspaltung von SVP-ExponentInnen von ihrer Partei einleitete. Haller reiste mit ihrem Mann nach der Pensionierung auf der Seidenstrasse.

Virginia Köpfli betonte während dem Generationentalk, dass mehr über sexuelle Übergriffe gesprochen werden muss. Bild: Mélanie Baierlé

Betont feministisch: Virginia Köpfli

Virginia Köpfli (22) ist Gleichstellungsverantwortliche der JungsozialistInnen und sitzt in der Geschäftsleitungsmitglied SP Frauen*. In Bern studiert sie Geschichte und Islamwissenschaften – allerdings habe sie dafür kaum Zeit. Sie selber erlebte auf ihrer Maturareise einen sexuellen Übergriff. Erst im Nachhinein wurde ihr bewusst, was sie erlebt hatte. Im Generationentalk berichtet sie offen darüber – sie will, dass über sexuelle Übergriffe nicht mehr geschwiegen wird. Sie hat im März 2017 den Womans March organisiert und stand hinter einer Fotoaktion der JUSO, die schweizweit für ein riesiges mediales Echo sorgte.

Dieser Artikel wurde am 31. Mai 2017 auf unserem Partnermedium «und» das Generationentandem publiziert.

Hexenschuss und Kreuzbandriss – Der Generationentalk

Wie gross ist das Hirn, wie schwer das Herz von Berns langjährigem Stadtvater Alexander Tschäppät? Nach seinem Rücktritt Anfang Jahr als Stadtpräsident hat er sich diese medizinisch-anatomischen Fragen gestellt. Warum? Das erklärt er hier im Generationentalk. Neben ihm nimmt der 16-jährige Frédéric Mader Platz. Er engagiert sich im Jugendparlament der Stadt Bern und versucht Gleichaltrigen zu erklären, warum Politik auch sie betrifft. Wie er das tut und warum aus ihm kein Fussballer wurde, sagt er hier im Generationentalk.

Alexander Tschäppät ächzt ein bisschen, als er sich zum Soundcheck auf das Sofa in der CaféBar setzt. Nein, nicht das Alter; Hexenschuss, sagt der neo-alt-Stadtpräsident. Die Laune des langjährigen SP-Magistraten trübt dies jedoch nicht wirklich. Denn: Er redet gerne mit Menschen. Und das kann er heute vor dem Mikrofon im Generationentalk.

Schon einige Minuten vor ihm ist Frédéric Mader im Berner Generationenhaus aufgetaucht. Etwas nervös ist er – denn Tschäppät hat er noch nicht persönlich kennen gelernt.

Der neue Generationentalk: Alexander Tschäppät und Frédéric Mader sind zu Gast bei Elias Rüegsegger.

 

Schliesslich steigen an diesem Montagabend, am 24. April, Alexander Tschäppät (64) und Frédéric Mader (16) um 19 Uhr auf die Bühne im Berner Generationenhaus und nehmen nebeneinander auf dem Sofa Platz.

Talkgast Alexander Tschäppät

Eben 65 Jahre alt geworden probt Alexander Tschäppät nun den Ruhestand.

 

Von 2005 bis 2016 war er Bern’s «Stapi». Ganz ohne Politik kann er noch nicht, Tschäppät hat weiter einen Sitz im Nationalrat. Seit Anfang Jahr teilt er sich ein Büro «für Angelegenheiten» gemeinsam mit Barbara Hayoz und anderen Mitstreitern.

Talkgast Frédéric Mader

Mit 16 Jahren ist er Jugendparlamentarier und Lobbyist für Kinder im Nationalrat: Frédéric Mader.

 

Seit der Gründung des Jugendparlaments des Kantons Bern ist er in dessen Vorstand. Als Co-Präsident kommt der Gymnasiast kaum dazu, sich bei der Juso zu engagieren, wo er Mitglied ist.

Dieser Artikel unseres Partnermediums «und» das Generationentandem erschien am 26. April 2017.

Heidi Witzig und Benedikt Knüsel – zwei Generationen kämpfen fürs Klima

Sie kämpfen beide für mehr Klimaschutz. Sie hat als Aktivistin bei den Klimaseniorinnen den Bundesrat verklagt, er reiste für Swiss Youth for Climate an die UNO-Klimakonferenz in Marrakesch. Im Generationentalk stellen sich Heidi Witzig (72) und Benedikt Knüsel (26) den kritischen Fragen.

Der erste öffentliche Generationentalk wurde im Berner Generationenhaus aufgezeichnet. Am letzten Montag im Monat lädt «und» das Generationentandem zwei Gäste zum Generationentalk.

Bereits eine Stunde vor der Talkaufzeichnung trifft die 72-jährige Heidi Witzig in der CaféBar in Bern ein. Während Sie auf dem Sofa der Bühne Platz nimmt um sich mit dem Mikrofon vertraut zu machen, trifft auch schon ihr junger Gesprächspartner Benedikt Knüsel ein. Eine warme Begrüssung. Knüsel und Witzig kennen sich von einer Begegnung im Tagesgespräch von SRF, damals, als die Klimaseniorinnen die Öffentlichkeit über ihre Klage gegen den Bundesrat öffentlich machten.

Schon im voraus kündete Witzig an, sie fokussiere sich mehr auf die politischen Aspekte des Engagements gegen den Klimawandel, für die wissenschaftlichen Details gäbe es ja die Fachpersonen.

Als Aktivistin bei der GrossmütterRevolution setzt sich Heidi Witzig (72) für ein würdiges Altern für alle ein und kämpft als Klimaseniorin für das Recht auf eine gesunde Umwelt – auch für künftige Generationen.

Der Doktorand Benedikt Knüsel (26) im Bereich der Klimarisiken engagiert sich im Verein «Swiss Youth for Climate», mit dem er unter anderem an der UNO-Klimakonferenz COP22 in Marrakesch teilgenommen hat.

Dies ist eine Kurzversion eines Artikels unseres Partnermediums «und» das Generationentandem, der am 3. März 2017 erschien.

Generationentalk: Pasqualina Perrig-Chiello und François Höpflinger

Moderation: Elias Rüegsegger (22), Technik: Samuel Müller

Wenn es in der Schweiz um «Generationen» geht, kommt man unmöglich um die beiden herum. Gemeinsam haben sie im Jahr 2008 erstmals den Generationenbericht Schweiz herausgebracht: Die emeritierte Psychologieprofessorin Pasqualina Perrig-Chiello (64) und der emeritierte Soziologe François Höpflinger (68) sind die Fachpersonen für die Beziehung zwischen den Generationen. Der gemeinsame Auftritt in «voller Garnitur» vor dem Mikrophon sei für sie dennoch eine Premiere, meinen die beiden.

Pasqualina Perrig-Chiello

Die Psychologin Pasqualina Perrig-Chiello untersucht Generationenbeziehungen in und ausserhalb der Familie. Sie ist ein gefragter Gast im Club des Schweizer Fernsehens. In der Berner Zeitung forderte die 64-Jährige kürzlich, «wir brauchen ein neues Bild der Grossmutter». In wunderbarem Walliser-Deutsch spricht sie sich engagiert für mehr Kontakt zwischen Menschen aller Generationen aus.

François Höpflinger

Der Soziologe forschte zum Alter(n), Generationen und Familien. «und» hat ihn bereits im letzten Jahr interviewt. Er kritisiert, dass sich manche ältere Menschen den Jungen anbiedern. «Generationenprojekte sind kein Anti-Aging Projekt» – so der 68-jährige emeritierte Professor. Für den Generationentalk ist er aus Horgen angereist. Mehrmals spricht er von seinen Grosskindern, die ihm sehr wichtig sind.

Dies ist eine Kurzversion eines Artikels unseres Partnermediums «und» das Generationentandem, der am 03. Februar 2017 erschien.

Generationentalk: Moritz Leuenberger und Frédéric Urech

Moderation: Elias Rüegsegger (22)

Er war 15 Jahre lang Bundesrat. Heute, sechs Jahre nach seinem Rücktritt, ist er vielen Menschen in der Schweiz immer noch in Erinnerung. Im Generationentalk trifft der 70-jährige Moritz Leuenberger auf den 17-jährigen Frédéric Urech. Die beiden verbindet das Engagement für die Politik. Urech hilft bei der Jugendsession mit.

Ein rasanter Generationentalk über den Stil von Donald Trump, «Brösmeli» auf Interviewtischchen und Grautöne in der Politik.

Technik: Samuel Müller (22)

Moritz Leuenberger

Für seine Reden bekannt, für seine spitze Ironie mal begriffen, mal missverstanden worden – das ist Moritz Leuenberger. Der ehemalige Bundesrat will heute nicht nur mit seinem früheren Job in der Regierung der Schweiz identifiziert werden. Leuenberger moderiert heute die Bérnhard-Matinée in Zürich.

Frédéric Urech

Der 17-jährige Kantonsschüler aus der Ostschweiz engagiert sich bei der Jugendsession. Als Co-Präsident des Forums schaut er dafür, dass die Forderungen der Jungen nicht einfach im Nichts verpuffen. Frédéric Urech ist etwas frustriert, dass seine Altersgenossen nicht alle politisch engagiert – ja oft nicht einmal interessiert sind. Urech will später vielleicht internationale Beziehungen studieren – oder doch Volkswirtschaft?

Dies ist eine Kurzversion eines Artikels unseres Partnermediums «und» das Generationentandem, der am 14. November 2016 erschien.