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Zu Gast bei Billy, Pax und Malm

Bilder: Manuel Lopez

Die Anstrengung vom ersten Tag am Schwingfest und das sonnige Wetter stehen dem jungen Pärchen ins Gesicht geschrieben. Die Müdigkeit verfliegt schnell: Eine Ikea-Mitarbeiterin führt die beiden durch das Labyrinth der Personalräume direkt zu ihrem Schlaflager in der Bettenabteilung der Ikea Lyssach. „Alle Betten sind mit frisch gewaschener Wäsche bezogen. Mit vereinten Kräften haben wir innerhalb von zwei Stunden die ganze Schlafabteilung in ein Hotel verwandelt“, bilanziert Marie-Claire von Ikea. Der Stress hat sich gelohnt, immer mehr Personen ziehen ein und zeigen sich begeistert von ihren bequemen Nachtlager: „Letzte Nacht habe ich kein Auge zugetan. Der Lärm auf dem Zeltplatz war unausstehlich. Dagegen sind die Umstände in der Ikea paradiesisch“, schwärmt ein Gast aus Luzern.

Unkäufliches Vergnügen

Der Innerschweizer hat Recht – abgesehen vom ewigen Surren der Klimaanlage ist es mucksmäuschenstill. Sogar die Partygänger, welche erst in den frühen Morgenstunden den Weg in die blaue Blechkiste finden, stören die Nachtruhe nicht. Entlarvt werden diese am folgenden Morgen trotzdem: Nicht einmal das beste Makeup hätte ihre Augenringe abgedeckt. Für die jungen Frauen kein Grund schlecht gelaunt zum Morgenessen zu erscheinen: „Das Essen ist perfekt! Ich fühle mich wie zu Hause – dort stehen nämlich nur Ikea-Möbel“, zieht Melanie Bilanz. Die Aargauerin und ihre beiden Freundinnen sind drei der dreissig Glücklichen, die bei dem auf Facebook ausgeschriebenen Wettbewerb das einmalige Erlebnis gewonnen haben.

Geld verdienen im Schlaf

Die Idee fürs „Hotel Schwingfest“ stammt von der Chefin der Ikea Lyssach. „Dieser Einfall stiess bei unserem Team auf solch grosse Begeisterung, dass wir auslosen mussten, wer in dieser Nacht arbeiten darf“, erklärt Virginia Calisi von Ikea. Und fügt lachend hinzu: „Wo sonst kannst du schlafen und gleichzeitig Geld verdienen?“

Geld verdienen die Wettbewerbsgewinnerinnen und –gewinner nicht. Dafür dürfen sie alles, was auf dem Bett liegt, nach Hause nehmen. Konkret heisst das: neue Frottierwäsche, Kissen, Duvet und Bettwäsche. Wer heute mit einer blauen Plastiktasche in der Hand gesichtet wird, verrät, wo er seine Nacht verbracht hat.

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