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Kultur

Vierfältigkeit

Der Verheiratete: Alan (Alessio Boni) Die Affäre: Michela (Melanie Winiger)

Bilder: PD

„Sinestesia“ begleitet vier junge Erwachsene in tragischen Phasen ihres Lebens. Die zentrale Figur ist Alan, um ihn herum sind seine Geliebte Michela, seine Frau Françoise und sein treuer Freund Igor. Durch einen unheilvollen Motorradunfall geraten sie in eine verstrickte Geschichte und in ein Auf und Ab der Gefühle.

Das Werk ist in vier Kapitel unterteilt. Jedes wird aus der Sicht einer anderen Person gezeigt und in einem anderen Genre: Komödie, Drama, Thriller und Romanze. Dadurch soll vermittelt werden, wie viele unterschiedliche Facetten das Leben beinhaltet. Untermalt wird der Film mit der einzigartig romantischen, zugleich aber auch beklemmenden Tessiner Umgebung.      

Tessiner Erstlingswerk

Das Erstlingswerk des Tessiner Regisseurs Erik Bernasconi ist durchaus gelungen. „Sinestesia“ reisst ab der ersten Minute das Publikum mit und die Spannung hält bis zum Schluss. Trotz zwischenzeitlich humorvollen Szenen wirkt der Film als Ganzes schwer und bedrückend. Somit widerspiegelt der Film zwar die Realität des Lebens, das frische Element jedoch fehlt.

„Sinestesia“ überzeugt vor allem mit tiefgründigen Bildern und hervorragender Schauspielkunst, die den Tessiner Charme unverfälscht auf die Leinwand bringen. Die Schweizer Filmgrösse Leonardo Nigro ragt mit der Rolle des verspielten Igors heraus, auch Alessio Boni und Giorgia Wurth glänzen als Alan und Françoise. Melanie Winiger kann dagegen nicht gänzlich überzeugen: Die sonst so gefühlsbetonte Ex-Miss Schweiz wirkt als Geliebte zu künstlich und fehl am Platz.

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