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Kultur

«Ich begrüsse die Initiative gegen die Reitschule»

Filmemacher Andreas Berger im Interview.

Bilder: Tobias Häberli

Muss man sich da langweilen? Nach dem grossen Film über die Reitschule „welcome to hell“ 2014, folgte vor Kurzem „Come to hell … and see the paradise“, ebenfalls ein Streifen über die Reitschule. Zwei Filme über das Selbe vom gleichen Macher. Erwartet die Zuschauer gähnende Langeweile, Andreas Berger?

Es sind zwei unterschiedliche Werke. Der erste Film beleuchtet die Basics der Reitschule und erklärt durch die Betreiberinnen und Betreiber selber, wie das bunte Haus neben dem Berner Hauptbahnhof funktioniert.

Und der zweite Film?

Der ist als Nachspiel zum ersten gedacht. Die Reitschule wurde erklärt, es geht ausschliesslich um neue Motive und Geschichten aus den letzten zwei Jahren.

Beide Filme erlauben einen einzigartigen Einblick in die Reitschule. Und dennoch wirken sie oberflächlich. Zu viele Geschichten werden erzählt, die nicht in die Tiefe gehen. Zu viele Personen werden portraitiert, die man doch nicht richtig kennen lernt.

Die Reitschule ist ein Universum mit Tausenden Menschen und Geschichten, so dass von vornherein klar war, dass auch ein noch so langer Film nur einen kleinen Ausschnitt aus diesem Universum zeigen kann. Aber die elementaren Ereignisse werden im Film ausführlich und aus persönlicher Sicht dargestellt. Etwa die Gewalt- und Drogenprohibition, seit den 80er-Jahren ein Dauerbrenner. Und das ist nicht oberflächlich!

Die DNA-Entnahmen von Demonstrierenden, die zuletzt für Wirbel in Bern gesorgt haben, werden in deinem neuen Film aber beispielsweise nur am Rande beschrieben. Die Recherche fehlt. Der Film bleibt oberflächlich.

Ich finde es schockierend genug, wenn harmlose Jugendliche, die gegen die Miss-Schweiz-Wahl auf dem Bundesplatz demonstrieren, festgenommen, ausgezogen und zur DNA-Abgabe vorgeladen werden. Aufzuzeigen, dass es offensichtlich zwei Klassen von Demonstranten gibt, genügt.

Endo Anaconda sagt in deinem Film, die Reitschule sei ein Märchen für ihn. Was ist die Reitschule eigentlich für dich?

Mittlerweile sind drei Generationen in der Reitschule aktiv und das Kulturzentrum besteht seit 28 Jahren. Das ist ein Märchen. Und manchmal Alptraum zugleich. Etwa wenn Diskussionen zu den immer gleichen Themen wieder mal kein Ende nehmen wollen.

Kein Ende nehmen wollen auch die Initiativen gegen die Reitschule. Bereitet dir das aktuelle Exemplar der SVP Sorgen?

Eigentlich begrüsse ich die neue Initiative von Erich Hess gegen die Reitschule. Das baut einen gewissen Druck auf und die internen Auseinandersetzungen werden für einen Moment zur Seite gelegt. Initiativen verleihen der Reitschule immer einen Kreativitätsschub. Viel Neues entsteht.

Zurück zur Filmkritik. Mit Verlaub: Die Machart des Filmes lässt Zweifel am professionellen Handwerk des Filmemachers aufkommen. Deine Schnitte sind wild, das Zoom-Element setzt du exzessiv ein und die Bilder sind verwackelt.

Das wilde und ungestüme gehört zur autonomen Reitschulbewegung und muss sich in meinen Augen auch in der Form des Films niederschlagen. Das ist ein bewusster Entscheid. Und meine Handkamera wackelt weniger stark als in etlichen Dogma-95-Spielfilmen.

Der inflationäre Gebrauch des Zooms wirkt trotzdem unprofessionell.

Klar, man sagt, das Zoom-Element sei das Travelling der armen Leute. Wer Geld hat, arbeitet mit Kamerakränen auf Schienen und macht ruhige Fahrten. Trotzdem habe ich mit dem bewussten Einsatz des Zooms schöne Bewegungen hingekriegt und einen eigenen Stil geschaffen. Die erfahrene Cutterin Kathrin Plüss nannte es einmal „Freestyle“.

Freestyle ist auch ein Kameraschwenk im Stadtratssaal. Im entscheidenden Moment verpasst du eine Szenerie auf der Zuschauerbühne. Sind das die Leiden des Low-Budget-Films?

Wenn man als Ein-Mann-Unternehmen arbeitet, kann es immer wieder passieren, dass man mit der Kamera in einem entscheidenden Moment am falschen Ort ist. Das gehört einfach dazu und ist zugleich Motivation, mit der Arbeit weiterzufahren – damit man es beim nächsten Mal besser macht.

Im Film bezeichnet sich Sabine, eine Protagonistin, als kreativ militant. Du sagst von dir, du seiest ein kreativer Aktivist. Was soll das sein?

Die einen machen Avantgarde-Theater, andere zeigen schräge Filme im Kino und ich dokumentiere die Reitschule. Die Kamera ist meine Waffe, um den Wahnsinn der Welt in Schach zu halten.

Du bist aber nicht nur Aktivist, sondern auch Journalist. Ein Jahrzehnt hast du für den „Bund“ als Redaktor gearbeitet und schreibst heute noch für das Blatt – wenn auch sehr selten. Welche journalistischen Ansprüche hast du an deine Filme?

Ich versuche gegenüber allen fair zu sein. Ich erlaube mir Verdichtungen und Zuspitzungen. Aber ich würde nie Inhalte manipulieren. Und so halte ich mich an viele weitere journalistische Prinzipien. Grundsätzlich spiele ich mit offenen Karten. Mein Anspruch ist es auch, ein komplett anderes Bild der Reitschule als Telebärn und andere Mainstreammedien zu zeigen.

Die „Mainstreammedien“ berichten aber aus verschiedenen Perspektiven über die Reitschule. Man könnte sogar sagen, die Berichterstattung ist ausgewogen.

Wenn die Zeitungen nachfragen, was sich bei einem bestimmten Ereignis zugetragen hat, dann sind die Berichte fair. Häufig aber wird gerade an Wochenenden das Polizeicommunique unkommentiert in der Montagsausgabe abgedruckt. Das ärgert mich.

Hast du deshalb deinen Redaktor-Job an den Nagel gehängt?

Nein. Ich habe immer gesagt: Entweder macht man Filme oder Kinder. Beides aber gibt ein Chaos. Und als ich mich für Kinder entschied, war ich auf ein geregeltes Einkommen angewiesen. Als die Kinder flügge wurden, begann ich wieder zu filmen.

Filme machen ist aber viel anstrengender.

Wenn ich einen Film schneide, komme ich oft „auf 180“ nach Hause. Beim Computer kann man „leave this application“ drücken. Im Kopf fehlt dieser Knopf leider. Häufig nahm ich die Arbeit sogar in den Schlaf mit. Ich träumte, dass ich die Kamera vergessen hätte, das Filmmaterial zur Neige ging oder wie ich von der Polizei verhaftet wurde.

Gutes Stichwort. Freud würde den Grund der Verhaftung im Traum wohl in der Realität suchen. Wann wurdest du das letzte Mal von der Polizei verhaftet?

In den 80er-Jahren hat mich die Polizei als linken Aktivisten noch gejagt und hat einmal sogar nach einer Verhaftung das Filmmaterial gegen Demonstranten verwendet. Heute ist es so, dass man sich gegenseitig respektiert: Bei Demos macht die Polizei ihren Job und ich den meinen. Und seit dem Wagenplatzfilm „Zaffaraya 3.0“ (2011) gibt es in jedem meiner Filme auch Interviews mit Vertretern der Polizei. Deswegen stehe ich auch regelmässig mit dem Mediendienst der Kantonspolizei in Kontakt.

Zum Ende ein Blick in die Zukunft: Darf man von Andreas Berger dereinst einen Dokumentarfilm à la SRF erwarten?

Nein. Vorderhand ganz sicher nicht. Ich könnte mich nicht mehr so autonom austoben wie bisher. Beim neuen Film genoss ich es, das pure, anarchistische Lustprinzip auszuleben.

Reitschule

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Kultur

Die nicht zurückhaltende Spezies Frau

Vier Freundinnen, vier Musikerinnen: Jua*

Bilder: Tobias Häberli

Jua* drängt sich im Backstagebereich des Frauenraums auf ein Sofa. Die vier Frauen sind nicht nur eine Band, sondern auch gute Freundinnen, das spürt man. Bassistin Anuschka schätzt den persönlichen Austausch, die Freundschaft untereinander: „Die erste halbe Stunde im Bandraum verbringen wir mit persönlichen Gesprächen, wie es uns geht, in unseren Beziehungen, im Beruf…“ Konflikte sprechen sie immer an, das sei wichtig. Mit einem Lächeln zu Songwriterin Chrige meint Anja: „Vielleicht wartet man manchmal einen Moment zu lange, aber ansprechen tun wir’s immer.“

Diese Harmonie zieht sich bis auf die Bühne. Jua* singt oft mehrstimmig. Mit Cajón, Bassgitarre, akustischer Gitarre und starken Stimmen entsteht ein feinfühliger Mix aus Country, Folk und Blues. Dies passt wunderbar in den Frauenraum, der immer wieder als der gemütlichste aller Räume der Reitschule bezeichnet wird.

Der Frauenraum will aber nicht nur gemütlich sein. Die Frauen-Jamsession „play yourself“, initiiert von der Cajón-Spielerin Anja, soll Frauen in ihrem musikalischen Schaffen bestärken. Leider hielten sich talentierte Frauen oft zurück im Musikbusiness, wagen sich kaum auf die Bühne. Oder wie es Chrige ehrlich ausdrückt: „Wenn ein toller Musiker mit Gitarre (macht Luftgitarren-Bewegungen) kommt und eine riesen Show macht, trauen sich danach viele nicht mehr auf die Bühne“. Im geschützten Rahmen fänden Frauen eher den Mut, ihr Können zu zeigen. Zweifel und Zurückhaltung, so Anja, seien wohl Gründe für die wenigen Frauen in der Bandszene. Warum es Jua* trotzdem gibt? „Wir sind eben nicht so! Wir nicht! Wir sind eben die Spezies, die nicht zurückhaltend ist, die gibt’s auch!“, sind sich unter Gelächter alle einig.

Im Frauenraum sind die vier auch privat regelmässig zu Gast. „Wenn ich in den Ausgang gehe, dann komme ich fast nur hierher.“, so Anuschka. Auch Anja hat eine jahrelange Verbindung zum Frauenraum. Neben den Jamsessions hat sie auch sonst im Kollektiv mitgewirkt. Mit 20 war sie zum ersten Mal hier, da habe sich eine Welt aufgetan für sie: „Ich kam aus dem Wallis, einer anderen Welt. Dort kannte man keine linke Szene.“

Zurück auf die Bühne: Jua* verzichtet auf viel Bewegung. Lieber konzentrieren sie sich auf ihr Zusammenspiel. Die vier Frauen bilden eine Einheit, schauen einander an, schliessen die Augen. Sie scheinen ihre Musik zu geniessen.

„Wenn ich die Leute aber dann so stehen sehe, (verschränkt die Arme) dann habe ich das Gefühl: „oh shit“ irgendwas ist wohl nicht in Ordnung“, so Chrige. Sie lasse sich leicht verunsichern, auch heute noch, nach einigen Jahren Bühnenerfahrung.

„Heute war gut“ sagt Chrige und meint damit aber ihr schlimmes Lampenfieber. Auch Sängerin Nadja wird davon geplagt, lacht aber und sagt augenzwinkernd: „Wir haben Tabletten…Baldrian etwa“ Dass die beiden manchmal auch während den Konzerten noch aufgeregt sind, konnten sie vor dem Publikum aber gut verstecken. Ob bei folkigen Tanzstücken oder feinen Balladen, die Musikerinnen wirkten souverän und selbstbewusst.

Das Publikum, egal welchen Geschlechts, lauschte mit Freude den melodischen Klängen, wippte oder tanzte mit den Beats des Cajón, und bedankte sich mit einem langen Applaus, wofür Jua* gleich noch eine Zugabe schenkte.

Reitschule

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Kultur

„Ich bin die Summe aller Teile“

Pablo Nouvelle, Musiker und Filmemacher, im Dachstock der Reitschule Bern.

Bilder: Tobias Häberli

Tink.ch: Wer bist du, Pablo?

Pablo Nouvelle: Oh, das kann ich dir nicht in zwei Sätzen erklären.

Tue es in drei.

(lacht, überlegt.)

Ich bin die Summe aller Teile.

Wie äussert sich das?

Beispielsweise bin ich zwar mit Hip-Hop aufgewachsen und habe in meiner Musik auch deutlich Soul-Komponenten enthalten, doch mach ich keinen Hip-Hop. Das, was das Publikum heute gehört hat, war kein Hip-Hop, oder?

Nein. Was ich heute gehört habe war das Wort: real. Zwei Jungs sind während des Konzerts stehen geblieben und einer meinte verblüfft: „Der ist einfach REAL!“ Was sagst du dazu?

Real? Nein, wenn schon bin ich „ächt“. Real ist zu gangsterhaft. (Als er das ausspricht, hält er sich die geballte Hand vor den Mund, als wollte er beatboxen.)

Warum hat es ausgerechnet die Summe deiner Teile soweit geschafft?

Meine Vision der Arbeit entspricht eben dem Zeitgeist. Das hat viel mit Glück, Timing und einer Menge Arbeit zu tun. Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass ich ein Star bin.

Wie erlebst du die Auftritte in England im Gegensatz zu denen in der Schweiz?

In der Schweiz bist du als Künstler auf weichen Kissen gebettet. Dagegen ist England ganz anders.

Inwiefern?

England ist roh. Da kriegst du als Künstler nie die Gage der Schweiz, von einer Hotelübernachtung ganz zu schweigen. Sich in England als Künstler durchzuschlagen, ist nicht leicht.

Zwischen den Liedern hast du gesagt: „Reithalle, schön gibt es euch! Ich glaube, dass ihr nie abgeschafft werdet. Mit keiner SVP-Kampagne.“ Siehst du dich als Künstler verpflichtet, auch politische Statements unter die Leute zu bringen?

Meine Musik war lange Zeit unpolitisch. Doch meine Filme sind die Kehrseite meiner Musik. (Pablo hat an der Universität Luzern Animation studiert. Sein Abschlussfilm „Bon voyage“ (2012) spricht die Flüchtlingsthematik an und gewann nationale sowie internationale Preise.) Darin spreche ich soziale Themen an, die nicht unbedingt politisch sein müssen. Auch gehöre ich keiner Partei an. Was mich beschäftigt, spreche ich aber an.

Findest du, dass die Politik einen Platz in der Kunst hat?

Sie soll einen Platz haben dürfen, aber es soll kein Muss für Künstler sein, über Politik zu sprechen.

In meinem privaten Umfeld spüre ich durchaus das politische Engagement, doch in der Kunst noch nicht so.

Du hast Animation, also Film, studiert und machst gleichzeitig Musik. Was kann das eine, was das andere nicht kann?

Ich sag es mal so: Musik gleich Herz, Film gleich Kopf.

Diese Frage wird von Künstlern im Allgemeinen sehr ungern beantwortet. Aber: Was machst du eigentlich für Musik?

(lacht) Warmen und emotionalen Soul. Drops, aber kein EDM (Electronic Dance Music). EDM wäre eine Beleidigung. Auf jeden Fall Elektro, aber auch mit Folk und Rockeinflüssen. Die Summe aller Teile eben.

Weitere Informationen

www.pablonouvelle.com

Das nächste Konzert findet diesen Freitag, den 30. Oktober, im Werkk Kulturlokal in Baden statt.

Reitschule

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Kultur

„Ich bin die Summe aller Teile“

Pablo Nouvelle, Musiker und Filmemacher, im Dachstock der Reitschule Bern. (

Bilder: Tobias Häberli)

Tink.ch: Wer bist du, Pablo?

Pablo Nouvelle: Oh, das kann ich dir nicht in zwei Sätzen erklären.

 

Tue es in drei.

(lacht, überlegt.)

Ich bin die Summe aller Teile.

 

Wie äussert sich das?

Beispielsweise bin ich zwar mit Hip-Hop aufgewachsen und habe in meiner Musik auch deutlich Soul-Komponenten enthalten, doch mach ich keinen Hip-Hop. Das, was das Publikum heute gehört hat, war kein Hip-Hop, oder?

 

Nein. Was ich heute gehört habe war das Wort: real. Zwei Jungs sind während des Konzerts stehen geblieben und einer meinte verblüfft: „Der ist einfach REAL!“ Was sagst du dazu?

Real? Nein, wenn schon bin ich „ächt“. Real ist zu gangsterhaft. (Als er das ausspricht, hält er sich die geballte Hand vor den Mund, als wollte er beatboxen.)

 

Warum hat es ausgerechnet die Summe deiner Teile soweit geschafft?

Meine Vision der Arbeit entspricht eben dem Zeitgeist. Das hat viel mit Glück, Timing und einer Menge Arbeit zu tun. Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass ich ein Star bin.

 

Wie erlebst du die Auftritte in England im Gegensatz zu denen in der Schweiz?

In der Schweiz bist du als Künstler auf weichen Kissen gebettet. Dagegen ist England ganz anders.

 

Inwiefern?

England ist roh. Da kriegst du als Künstler nie die Gage der Schweiz, von einer Hotelübernachtung ganz zu schweigen. Sich in England als Künstler durchzuschlagen, ist nicht leicht.

 

Zwischen den Liedern hast du gesagt: „Reithalle, schön gibt es euch! Ich glaube, dass ihr nie abgeschafft werdet. Mit keiner SVP-Kampagne.“ Siehst du dich als Künstler verpflichtet, auch politische Statements unter die Leute zu bringen?

Meine Musik war lange Zeit unpolitisch. Doch meine Filme sind die Kehrseite meiner Musik. (Pablo hat an der Universität Luzern Animation studiert. Sein Abschlussfilm „Bon voyage“ (2012) spricht die Flüchtlingsthematik an und gewann nationale sowie internationale Preise.) Darin spreche ich soziale Themen an, die nicht unbedingt politisch sein müssen. Auch gehöre ich keiner Partei an. Was mich beschäftigt, spreche ich aber an.

 

Findest du, dass die Politik einen Platz in der Kunst hat?

Sie soll einen Platz haben dürfen, aber es soll kein Muss für Künstler sein, über Politik zu sprechen.

In meinem privaten Umfeld spüre ich durchaus das politische Engagement, doch in der Kunst noch nicht so.

 

Du hast Animation, also Film, studiert und machst gleichzeitig Musik. Was kann das eine, was das andere nicht kann?

Ich sag es mal so: Musik gleich Herz, Film gleich Kopf.

 

Diese Frage wird von Künstlern im Allgemeinen sehr ungern beantwortet. Aber: Was machst du eigentlich für Musik?

(lacht) Warmen und emotionalen Soul. Drops, aber kein EDM (Electronic Dance Music). EDM wäre eine Beleidigung. Auf jeden Fall Elektro, aber auch mit Folk und Rockeinflüssen. Die Summe aller Teile eben.

 

 

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www.pablonouvelle.com

Das nächste Konzert findet diesen Freitag, den 30. Oktober, im Werkk Kulturlokal in Baden statt.

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