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Bilder: Martin Sigrist

Die Scope Art Fair reihte sich zum siebten Mal ein in die Welt der Kunstmessen, wenn die ganze Welt der zeitgenössischen Kunst nach Basel blickt. Die Scope stellt sich auch in Miami und New York neben die grossen des Geschäfts. Nach Jahren im zentralen Innenhof der Kaserne musste die Scope dieses Jahr zum Hafen Kleinhüningen umziehen.

Dass an der Scope ein anderer Wind weht als bei der grossen Art Basel, wird bereits beim Preview am ersten Tag klar. Jeder kann sich für 100 Franken selbst zum VIP machen und mit den Ersten durch die Gänge schlendern, sogar vor einigen Galeristen, die ihre Stände traditionell nicht bereit haben. Auch die Messetechniker hängen nach Eröffnung noch über den Ständen und montieren Lampen. Was als unprofessionell und dem Kunstgeschäft unwürdig erscheint, hat durchaus Charme und seinen Grund: Die Scope ermöglicht mit dem „Breeder Program“ jungen Galerien eine erstmalige Teilnahme an allen Scope Messen innerhalb eines Jahres um im internationalen Geschäft Fuss zu fassen. Offensichtlich ist nicht aller Nachwuchs dieser Aufgabe beim ersten Versuch gewachsen.

Andererseits hat das Konzept der wechseln Lokalitäten seine Tücken: Ohne auf bestehende Infrastruktur zurückgreifen zu können muss alles neu aufgebaut werden. Elektrizität und Internet scheinen gemäss einigen verärgerten Galeristen nicht immer zu funktionieren. Dem Umzug der Scope in den Hafen Kleinhüningen, wo vielleicht mal „Rheinhattan“ entstehen soll, sah die Messeleitung positiv entgegen, da sie als Pionierin regelmässig neue urbane Orte erschliessen möchte. Der Wegzug von der Kaserne war zwar unvermeidlich, jedoch konnte in Zusammenarbeit mit der Stadt dieser neue Ort gefunden werden. Trotz Verdreifachung der Werbemittel blieben die Besucherzahlen jedoch hinter jenen der vergangenen Jahre zurück. Mit 16’000 Besuchern wurde die Messe zwar weniger, aber gemäss gewisser Galeristen und der Messe nicht minder zahlungskräftig besucht. So konnten einige Galerien trotz verhaltenem Messestart bis zum Schluss gute Verkäufe vermelden.

Die Auswahl ist nicht so herausragend wie in den vergangene Jahren, dennoch macht die Messe Spass, auch ohne locker sitzendes Portemonnaie und gerade wegen der nicht ganz professionellen Organisation.

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