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Gesellschaft

Was die Olma einmal war

Wo sich früher Kühe an Auktionen um die Wette räkeln durften, werden heute die Stifte gezückt, um Verträge für den Kauf einer Waschmaschine zu unterschreiben. Schon längst ist die Olma keine reine land- und milchwirtschaftliche Ausstellung mehr, woher der Name der grössten Schweizer Publikumsmesse nach wie vor kommt. „Die Olma hat ihren Ursprung nicht einfach in einem zufälligen Einfall. Sie wurzelt im Wunsch weitverzweigter Gruppen der Land- und Milchwirtschaft, ihre Leistungen stolz zu zeigen und fachlich zu vergleichen. In diesem Sinne dürfen die landwirtschaftlichen Ausstellungen der Jahre 1853, 1888 und 1907 als Vorläufer der Olma verstanden werden.“ So besagt es die offizielle Variante der Olma-Geschichte. Während des zweiten Weltkrieges herrschte eine regelrechte Anbauschlacht und so war man motiviert, die Messe zu wiederholen. 1943 fand die Olma ihre heutige Form und hat sich seither lediglich um zahlreiche Ausstellungsobjekte erweitert.

Das Trinkphänomen – wir betreten die Halle!

Überwältigend: Gleich nachdem wir die Halle betreten haben, bemerken wir, dass hier ein anderes Zeitverständnis herrscht: Es ist Freitag, 16.00 Uhr und in Anbetracht des Zustandes der Besucher vermuten wir, dass deren Fest schon frühmorgens mit einem Wein anstelle eines Kaffes begonnen hat. Kurz durch die Messe gelaufen haben wir das Gefühl, dass wohlmöglich nur die Hallen 4 und 5 ihre vollständige „Erfüllung“ finden, denn ein Durchkommen ist im Vergleich zu den anderen Hallen hier schier unmöglich. Also perfekte Bedingungen, Leute für Interviews zu finden …

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