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Kultur

Lieder aus der Vergangenheit und der Gegenwart

Die fünf Bandmitglieder von HIM,

Bilder: zvg/Universal Music

Als die Vorgruppe Caspian zu spielen beginnt, füllt sich der Konzertsaal im Zürcher Komplex 457 erst langsam. Das ändert sich während der Aufbauarbeiten für das Hauptkonzert schnell.

 

Gemischtes Publikum und fehlende Begrüssung

Im Publikum hat es Leute aus allen Altersgruppen, wobei die 20-30-Jährigen überwiegen. Es sind viele Metaller anwesend, Männer mit langer und schöner Haarpracht und einzelne verkleidete Gestalten wie etwa ein Gothic-Pirat mit Augenklappe.

 

Pünktlich um halb zehn beginnt das Konzert. Beinahe scheu betritt Ville Valo mit seiner Band die Bühne. Ohne grosse Begrüssungansprache wird der erste Song angestimmt. Das Publikum ist von Anfang an begeistert und singt bei allen Liedern mit.

 

Wortkarger Valo, versteckter Drummer

Mit Titeln von der neuen CD „Tears On Tape“ und einigen älteren Liedern geben die Finnen eine solide Vorstellung ab, wobei sich Mister Vallo zwischen den Songs ziemlich wortkarg gibt. Valo sieht ganz allgemein nicht fit aus, eingepackt in Schal, Strickmütze und Jackett scheint er kränklich. Lächeln tut er trotzdem viel. Konzertbesucher begründen sein ungesundes Aussehen mit der langen Tour, welche die Band hinter sich hat.

 

Der Drummer wiederum ist während des ganzen Konzertes hinter einer Scheibe versteckt – und dies ohne ersichtlichen Grund. Vielleicht rechnet er mit Bierdosen aus dem Publikum. Sein Versteckspiel hindert ihn jedoch nicht daran, eine gute Performance abzulegen.

 

Gänsehaut und Gekreische

Als „Join Me In Death“ angestimmt wird, kreischt das Publikum los, aber auch hier ist Valos Antwort ein schlichtes Lächeln.

Das letzte Lied vor der Zugabe ist „Funeral Of Hearts“. Ville Valos Interpretation ist gänsehautverdächtig.

Nach zirka 70 Minuten Konzert verabschiedet sich HIM mit „When Love And Death Embrace“ als Zugabe, was einen würdigen Abschluss darstellt.

 

„Tears on Tape“

Das Konzert war auch deshalb sehr gelungen, weil die Band viele ältere Songs hervorholte. Dies war aber gleichzeitig auch ein bisschen schade, da das neue Album „Tears On Tape“ alleine schon genug Material für ein ganzes Konzert geboten hätte. Das im Frühling erschienene achte Studioalbum der Band ist vielseiter als bisherige HIM-Alben und beinhaltet besonders viele instrumentale Sequenzen. Vielleicht wird diesen ja beim nächsten, noch nicht feststehenden Konzert auf Schweizer Boden mehr Platz eingeräumt.

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