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Kultur

Island: Kobolde, Wichtel und zauberhafte Musik

àsgeir tritt am Dienstag 27. Mai live im Zürcher Mascotte auf.

Bilder: zVg

Aus Island stammen Erfolgsgruppen wie Of Monsters and Men, Sigur Rós und FM Belfast, welche allesamt schon mehrfach in der Schweiz auftraten und an zahlreichen europäischen Festivals die Musikalität ihres Landes präsentierten. Ob Folk-Pop von den letztjährigen Überfliegern Of Monsters and Men, emotionale Klanggebilde von Sigur Rós oder tanzwütige Indie-Musik von FM Belfast, Musik aus Island ist gefragt.

 

Und gefragt ist auch der neueste Vertreter aus der isländischen Musikszene: àsgeir Trausti, kurz àsgeir, stammt aus der idyllischen Siedlung Laugarbakki und landete im zarten Alter von 20 Jahren mit seinem Debütalbum Dýrð í dauðaþögn einen riesen Coup.

 

Wie ein Lauffeuer

Natürlich ist Island bevölkerungsmässig kein grosses Land. Trotzdem braucht es einiges, das bestverkaufte isländische Album zu produzieren. Dieser Wurf ist dem Sohn eines Dichters gelungen: Rund 10 Prozent der Isländerinnen und Isländer besitzen àsgeirs CD. Der junge Musiker entzückt die Leute nicht nur durch seinen Melodic Folk und sein Talent für sanfte Melodien, dank seinem Vater Einar Georg Einarsson steckt auch in seinen Songtexten eine hohe Qualität.

 

Hallo Welt

Doch was nützen tolle Texte zu eingängiger Musik, wenn ausserhalb des Landes niemand den Singer-Songwriter versteht? So kam es, dass sich 2013 John Grant an die Übersetzung der Texte machte und àsgeir die Songs für eine internationale Version seines Debüts neu einspielte.

 

Das Resultat war die englischsprachige Version In the Silence, welche im Herbst 2013 online veröffentlicht wurde und im Januar dieses Jahres weltweit als CD veröffentlicht wurde. Und dies mit Erfolg: Wie bereits die isländische Version gelangte die Neuveröffentlichung in àsgeirs Heimat aufs Treppchen der Top Ten. Doch nun kamen auch Chartplatzierungen in Ländern wie Belgien, Dänemark, Frankreich und sogar Australien hinzu.

 

Zum Träumen

Die Musik des Newcomers in Worte zu fassen ist schwierig, die Geschichten dahinter sind so bunt wie die Märchen aus dem Land. Das Album ist mal schleppend mit leichten Klavierakkorden, mal fröhlich taktvoll mit klaren Gitarrenklängen. Vor allem die Albumsingle King and Cross, die sowohl im Original als auch im Englischen erfolgreich war, zeigt den Stil des Sängers, der live Gitarre und Klavier spielt.

 

Die klare Stimme des 21-Jährigen bleibt stets sanft, auch in den hohen Lagen endet der Klang nicht im Geschrei. Schliesslich ist der Gesang so eindringlich und zugleich verletzlich wie die klaren blauen Augen des Musikers. Und wer sich sowohl von seinen Augen als auch von seiner Musik entzücken lassen will, kann àsgeir am Dienstag 27. Mai live im Zürcher Mascotte erleben.

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