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Gesellschaft

Inszeniert

Bilder: Oliver Hochstrasser

Ein durch und durch konstruierter und inszenierter Anlass. Bereits zu Beginn begrüsst CEO der MCH Group Rene Kamm per Video, steht aber selbst im Publikum. Seine Rede sitzt natürlich perfekt und man fragt sich, wie lange Kameramann, Regie und er selbst an dieser Aufnahme gefeilt haben. Perfektionismus scheint das Motto zu sein, denn anschliessend begeistert eine 15-minütige und atemberaubende Lasershow mit passender elektronischer Musik das Publikum.

Lana del Rey als Eröffnungsgast

Als Hauptattraktion gelang es den Organisatoren die amerikanische Sängerin Lana Del Rey zu engagieren. Samt Band und Streichquartett legt sie auf ihrer Europatournee einen Zwischenhalt in Basel ein, wobei dieses privatisierte Konzert der einzige Besuch in der Deutschschweiz ist. Mit der Musik überzeugt sie das anwesende Publikum, doch ihre introvertierte und zurückhaltende Art wirkt inszeniert. Sie zeigt Fannähe, indem sie während des dritten Liedes sogar Autogramme verteilt und sich mit einigen Fans fotografieren lässt. Doch auch hierbei wirkt sie künstlich. Viele, die Lana als Idol sehen, haben jedoch keinen Zutritt zum sichtgeschützten Bereich und müssen sich damit zufrieden geben, Lana nur von der Ferne zu hören. Der öffentliche Platz, zum einen Teil von öffentlichen Geldern finanziert, bleibt ihnen verwehrt.

Cüplitrinken

Nach Lana Del Reys Auftritt stösst Basels Cüpligesellschaft auf das gelungene Eröffnungskonzert an, obwohl einigen davon gar nicht bewusst ist, welch bekannte Musikerin sie gerade live erleben durften. Auch der Basler Stadtpräsident Guy Morain meint zu Tink.ch: „Ich wusste bis heute nicht, wer sie war. Sie hat mir aber sehr gut gefallen!“

„Kleinstes Konzert bisher“

Musikalisch war der Auftritt einwandfrei und Lanas gesamte Band wirkte sehr natürlich und locker. Unter den feiernden Personen entdeckte Tink.ch dann auch noch die Musiker der Band. Sie erzählten, dass dies ihr bisher kleinster Auftritt war. Und das an der grössten Schmuckmesse der Welt – nicht das einzige Paradoxe der Baselworld 2013.

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