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Gesellschaft

Grind abe ond raaaaase

Bilder: Mira Weingart

Nach unzähligen Zugaben der Oldies-Band Triggerfinger und einigen Litern Bier war es für die meisten Zeit um sich auf den morgigen Tag vorzubereiten – Schlaf zu tanken. Doch einfach war es nicht. Denn bereits am frühen Morgen wärmten die ersten Tefflibueben ihre Motoren der heissen Maschinen auf – zum Leidwesen der Schlafwilligen.

Jung und Alt, Nidwalden und Obwalden

Ein durchmischtes Publikum machte den Event vielfältig. Es trafen sich Jung und Alt, Nidwaldner und Obwaldner. Wobei Letztere an diesem Anlass nicht ohne kleinere Neckereien und Sticheleien auskamen, denn für die Nidwaldner sind die Obwaldner die „Tschiffeler“ und umgekehrt sind die Nidwaldner für die Obwaldner die „Reissäckler“. Welchen Grund dahinter steckt, konnte uns niemand erklären. Jedenfalls kam hervor, dass nicht nur die Tefflifahrer untereinander konkurrenzierten, sondern auch der eine oder andere Eingeborene.

Die Stimmung untereinander ist jedoch immer sehr familiär, wie uns eine Teilnehmerin berichtete. „Seit drei Jahren sind wir hier nun dabei, es hat immer mehr Leute, einige könnten nun schon unsere Grosskinder sein!“, meinte Trudi Wahlen aus Ennetbürgen. Auch wir fühlten uns empfangen in dieser familiären Gemeinschaft. Als wir nämlich vor der unlösbaren Hürde des Zeltaufbauens standen, bekamen wir von unseren junggebliebenen Nachbarn reichlich Hilfeangebote. Sogar ein Ersatz-Zelt haben wir erhalten, als unseres in einer Katastrophe endete. Das leidenschaftliche Hobby verbindet und man vergisst den „Kantönligeist“ aber auch den Konkurrenzkampf. „Wir schätzen es sehr hier herzukommen, es ist super organisiert und auf die Sicherheit legen sie grossen Wert.“, so Familie Niederberger aus Stans, deren Sohn im OK der Teffli-Rally ist.

Viel Regen, wenig Sonnenstrahlen

Die Rennen waren geprägt von vielen schnellen, im Gegensatz dazu jedoch auch von sehr langsamen Teilnehmern. Es gab drei Kategorien. Kategorie 1 war für die, welche gerne an ihren Tefflis rumfriesieren und auf Action wie auch auf Adrenalin stehen. Denn hier fuhren nur die schnellsten der schnellen. In der Kategorie 2 waren keine friesierten Tefflis erlaubt. Dafür musste man sich verkleiden. Auch in der Kategorie 3 herrschte die Verkleidungs-Pflicht. Da hier jedoch Tefflis mit 3-4 Rädern rumrasten war noch mehr Kreativität und Rumbastlerei gefragt und auch gefunden.

Die Rennstrecke war nicht leicht, denn einige Tücken, wie eine scharfe Kurve oder einen steilen Hang waren gekonnt eingebaut. Das Wetter machte nicht nur den Organisatoren für kurze Zeit einen Strich durch die Rechnung: die Rally wurde wegen des starken Regenfalls für eine gewisse Zeit gar unterbrochen. Später galt es für die Fahrer die Strecke trotz Schlamm zu bewältigen.

Die Gewinner schienen keine grosse Rolle zu spielen. Im Zentrum standen viel mehr die aufwendige Vorarbeit, der Spass beim Fahren und das Beisammensein. Es entstand eine regelrechte kleine Teffli-Familie. Und so gehen auch wir drei dreckig, müde aber zufrieden wieder nach Hause und freuen uns jetzt schon auf die nächste Teffli-Rally in zwei Jahren.

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