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Kultur

Ein höllischer Spass

Der galante Franzose lässt keine Gelegenheit aus, um mit den Frauen zu flirten.

Ein mittelalterliches Dorf, ein paar Weiber, ihre unsichtbaren Männer, und ein Pfarrer, der zu fast jeder Frau in seiner Gemeinde eine sehr intime Beziehung hat. Obwohl der Gottesmann also durchaus nicht fehlerfrei ist, predigt er seinen Schäfchen am liebsten, dass sie sich nicht versündigen sollen, schon gar nicht im Bett. „D’r Tûûfel söll ûch hôlen!“ lautet der Lieblingssatz des Pfarrers und zugleich der Titel des Theaters.

Das Stück von Lisa Bachmann zeigt eine Welt, die uns heute fremd ist. In Zeiten, in denen an jeder Bushaltestelle ein aufzreizendes Werbeplakat hängt, muten diese Verdammung und diese Angst vor der Sexualität seltsam an. Im Besten Fall, will heissen, in diesem Fall, bringt uns das zum Lachen. Noch witziger wird die Geschichte, als wie aus dem Nichts zwei Franzosen im Dorf auftauchen und im Nu allen Weibern den Kopf verdrehen. Der Pfarrer sieht seine Stellung gefährdet und zögert nicht, zu drastischen Mitteln zu greifen, um wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Das Theater ist temporeich und überrascht mit einer wahrhaft mittelalterlichen Sprache. Wer Lust auf derbe Dialoge hat und sich wieder mal einen teuflischen Spass gönnen will, sollte sich das nicht entgehen lassen.

D’r Tûûfel söll ûch hôlen!  Wird im Pavillon der Spielleute in Luzern aufgeführt. Aufführungen finden noch am 12. Mai und 13. Mai statt. Die Vorstellung beginnt jeweils um Acht. Kartenreservation unter: 041 228 54 84

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