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Kultur

Ein gut behüteter Abend

Jason Mraz vermochte in Zürich vor allem mit Neuinterpretationen seiner Stücke zu überzeugen.

Bilder: zvg

Völlig begeistert tippte die Zuschauerin vor mir während dem Konzert einige Worte in ihr Handy. Sie musste ihrem Vater unbedingt mitteilen, dass Jason Mraz gerade ihren Lieblingssong spielte. Sie hämmerte geradezu auf den Display und hängte am Ende der Nachricht hektisch noch ungefähr zehn Ausrufezeichen an. Jason Mraz‘ Musik begeisterte in der Maag Event Hall, in der es an diesem Abend von Hüten wimmelte – und das nicht nur auf der Bühne, sind Hüte doch Mraz‘ Markenzeichen. Die ausverkaufte Halle war dicht bevölkert, aber nicht so dicht, dass man keinen Platz mehr gehabt hätte, um mit den Rhythmen mitzuwippen.

 

Erweiterte Kapelle

Seine ungefähr zehnköpfige Band stellte Mraz selbst gleich zu Beginn der Show vor. Die gewöhnliche Bandbesetzung bestehend aus Bass, Gitarre, Schlagzeug und Klavier wurde komplettiert von zwei Frauen – eine Violonistin, die auch den weiblichen Part im Hit „Lucky“ übernahm und die grossartige Perkussionistin Mona Tavakoli. Andererseits vermochten die drei Bläser mit solistischen Einlagen zu begeistern und verliehen dem Konzert funkigen Schwung.

 

Bis zum Mond

Von Mraz sagt man, er sei live besser als auf Aufnahmen. Wer an diesem Abend in der Maag Event Hall anwesend war, dem müsste der Grund dafür nun klar sein. Der Musiker interpretierte seine Songs teilweise komplett neu. Daraus entstanden Versionen, die man nur einmal zu Ohren bekam – nämlich an diesem Abend. Zudem liess er sich auch zu kurzen Cover-Versionen von „Fly Me to the Moon“ und „Three Little Birds“ hinreissen, zu denen das Publikum dann wie so oft mitträllerte. Dies war auch bei Mraz‘ ersten und bisher grössten Hit „I’m Yoursder Fall, bei dem die Zuschauer jedes einzelne Wort zu kennen schienen.

 

Ein voller Erfolg

Abschluss und gleichzeitig Höhepunkt des Konzerts bildete die Zugabe, in der Jason Mraz sich vor allem seinen aktuellen Singles „93 Million Milesund „I Won’t Give Up“ widmete. Wer gegen elf Uhr die Maag-Halle in Zürich verliess, war sicherlich nicht enttäuscht und bestimmt wünschte sich der eine oder andere Zuschauer, das Konzert hätte gar kein Ende genommen.

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