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Bagatello tourt mit "unbedingt" durch die Schweiz. Fotos: Bagatello

„Wenn diese Lichter hier oben angehen, müsst ihr tun wie wild“. Grosi von Bagatello erklärt gerade den Besuchern im voll besetzt Zelt, wie sie sich während dem Konzert zu verhalten haben. Während seiner Erzählung gluckste er fröhlich vor sich hin. Bagatello unterhielt am vergangenen Samstag zum zweiten Mal in Solothurn das Publikum. Mit ihrem momentanen Programm „Unbedingt“ touren sie im Zelt durch die ganze Schweiz, nächste grosse Stationen sind Zürich, St. Gallen, Bern und Luzern. Während etwas mehr als zwei Stunden erzählen die fünf Berner den Grund, warum sie im Knast gelandet sind. Bekannte Lieder wie Vivo Per Lei, Sierra, TNT oder Le Lion werden nur durch ihre Gesänge und Geräusche wiedergegeben, Instrumente benötigen sie keine. Einzige Hilfsmittel während der Show sind lediglich imitierte Flöten, Harfen oder aufblasbare Plastikgitarren.  

Vom Tölpel bis zum Macho

Jeder der fünf Mitglieder bei Bagatello verkörpert einen anderen Charakter. Während Grosi das Publikum aktiv am Geschehen teilhaben und einige gar auf die Bühne holen lässt, verbringen andere wie Simu oder Adi den Abend damit, die weiblichen Besucher mit Charme und Muskeln zu umgarnen. Amadeus, welcher von dem männlichen Geschlecht sehr angetan ist, hegt dabei ganz andere Absichten. Hat er einmal einen für ihn attraktiven Mann gesichtet, lässt er ihn während der ganzen Vorstellung nicht mehr aus den Augen und versucht ihn mit allen Mitteln für sich zu gewinnen. Fast unscheinbar wirkt hingegen Pädi, welcher für die Bühnenarbeit, sprich das Vorbereiten und Putzen zuständig ist. Er hält nichts von der Prahlerei seiner Kollegen und konzentriert sich darauf, dass er sich nicht irgendwie blamieren kann. Seine Bemühungen wirken so rührend unbeholfen, dass ihn das weibliche Publikum sofort ins Herz schliesst.

 

Verdiente Lohn, dank harter Arbeit

Jeder bei Bagatello singt in einer andere Tonlage. Amadeus, auch genannt die „Diva“, singt Sopran, Simu „the one“ Alt, Grosi „the kid“ Tenor, Adi, auch als „der Blender“ bekannt, Bariton und Pädi „die halbe Portion“ singt Bass. Zusammen gefunden haben die fünf Berner vor gut 13 Jahren. Doch Bagatello ist erst seit einigen Jahren so richtig bekannt geworden in der Schweiz. Mit harter Arbeit und topmotivierten Auftritten wussten sie sich ganz nach vorne zu arbeiten. Mittlerweile kennt sie beinahe jeder in der Deutschschweiz. Das Solothurner Publikum stand zum Schluss der Vorstellung vollständig, was Bagatello veranlasste, einige Zugaben zu singen. Nach dem Konzert nahmen sich die fünf Musiker noch Zeit, um die Autogramm- und Glückwünsche von etwa hundert Besuchern entgegen zu nehmen. Bereits jetzt kann man sich schon auf das neue Programm freuen, den ausruhen wird sich Bagatello auf dem Erfolg sicher nicht.

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