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Kultur

«Shnittige» Grenzen

Nach einem ebenso witzigen wie packenden Start lässt uns "The Procedure" etwas ratlos zurück.

Bild: zvg

«The procedure»: ein abartiges Erlebnis

Die «Crossing Borders» Vorführung beginnt mit einem Haufen Ekel und der Frage: Was zum Geier war das denn? Folgendes: Ein bärtiger Mann wird auf dem Weg zu seinem Auto mit einem Pfeil in den Hals ausgeknockt. In der nächsten Einstellung liegt er gefesselt und geknebelt in einem sterilen Raum. Danach seilt sich von oben herab eine männliche Person mit entblösstem, vornübergebeugten Hinterteil ab. Zwischenzeitlich frage ich mich: Ist das jetzt ein Kunstfilm? Ein Arsch von einem Mann, der sich langsam dem Gesicht des schreienden Protagonisten nähert?

Na, man ist jedenfalls fasziniert und angeekelt zugleich. Wie kommt man auf so was, fragen sich wohl alle im Saal. Alles Geschrei des Geknebelten bringt nichts. Bald zeigt sich, welche Grenze hier überschritten wird. Hier kommt die Überschreitung in Form einer Nahaufnahme eines Anus. Offensichtliche Geräusche aus dem Hinterteil in das Gesicht des Opfers der «Prozedur» inklusive… «Iiiiiih», ertönt es neben mir. Wer lachen will, darf das. Wer davon Alpträume kriegt, sollte die «Crossing Borders»-Vorführung oder zumindest diesen Film meiden. Für mich ist es zu spät.

Sehnsucht nach nackten Brüsten in «Russian Roulette»

«Zeig mir deine Brüste!» wird die junge Frau am Computer von der Person auf ihrem Bildschirm aufgefordert. Sie surft auf der Plattform talk.roulette, wo sich offensichtlich hauptsächlich Perverse tummeln. Dabei würde die junge Londonerin nur gerne etwas Konversation führen. Schnell entwickelt man eine starke Empathie für die rothaarige Frau. Sie versucht krampfhaft, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, und nimmt dafür viel in Kauf. Dank der starken Leistung der Schauspielerin wird die Einsamkeit fast greifbar.

Nach erfolglosen Versuchen, während derer das Mitleid als Zuschauer immer grösser wird, meldet sich ein junger Russe mit Dreitagebart. Er behauptet, er sei russischer Ingenieur und befinde sich soeben im Weltraum. Selbstbewusst im All schwebend, beeindruckt der Astronaut die Frau. Als er das bemerkt, fragt auch er sie, ob sie für ihn «blank» zieht. An dieser Stelle lacht der ganze Saal. Als sie ablehnt, begreift der Russe jedoch ihre Sehnsucht. Er zoomt mit seinem Teleskop auf ihr Haus und macht ihr klar, wie einsam man ist, wenn man drei Monate alleine auf einem Raumschiff verbringt. Er hat die Grenzen der Erde schon lange hinter sich gelassen. Als die Verbindung mit dem Astronauten abbricht, öffnet sie das Fenster, überlegt kurz; und entblösst für den Weltraumfahrer ihre Brüste. Wirklich ein süsser Film, der mit wenig Aufwand viel gute Laune erzeugt, einen richtig pointierten Humor und sogar etwas Tiefsinn zeigt.

Grenzen der Brüderlichkeit: Ennemis Intérieurs

«Was ist das Motto der Französischen Republik?»

«Was können Sie zur Republik beitragen?»

«Warum haben Sie so lange gewartet, den französischen Pass zu beantragen?»

Liberté, Freiheit: Im dunklen Verhörzimmer sitzt der jetztige Algerier dem Befrager gegenüber. Geboren wurde er in Algerien, welches aber damals noch eine Kolonie von Frankreich war: «Geboren bin ich somit als Franzose». Trotzdem muss er heute, als pensionierter Lehrer, allerhand Fragen zu «französischen Werten» und Geschichte beantworten. Mit einem Stempel entscheidet der eine über die Zukunft des andern.

Egalité, Gleichheit: Dieser Kurzfilm zieht sich fast unerträglich in die Länge. Ich bin wütend, genervt. Will aufstehen und rausgehen. Und ich merke, dies will auch der Protagonist. Doch es geht jetzt nicht mehr um eine allfällige Staatsbürgerschaft, sondern um eine drohende Abschiebung. Die Stimmung sinkt, das Machtgefälle steigt. Die Gleichheit ist ein exklusives Gut für die Franzosen. Der Algerier muss sagen, mit wem er sich wo wann über was unterhalten hat.

Fraternité, Brüderlichkeit: Der Film spielt im Frankreich von 1995, als Paris von einer Reihe von Terroranschlägen betroffen ist. Täter sind Islamisten aus Algerien. Nun will der eine wissen, wer denn die Freunde des andern sind. Freunde, ja, Brüder, mit denen er über Religion gesprochen hat, aber eigentlich bloss die gesellige, friedliche Stimmung genossen hat. «Wir Franzosen müssen wissen, wem wir vertrauen können», sagt der eine. Dafür muss der andere seine Brüder verraten. Für diese beginnt nun der gleiche Alptraum.

Würde es nicht explizit erwähnt, würde man denken, die Szene könnte sich jetzt genau so in Frankreichs Polizeistationen abspielen. Mich beschleicht das Gefühl, dass der Regisseur den Film gezielt unerträglich langatmig machte. So spüren Protagonist als auch Zuschauer die gleiche Hilflosigkeit, die gleiche Wut über die ungerechte Situation. Grenzen werden gezogen zwischen Menschen, die sich ähnlicher nicht sein könnten.

«Na Wewe» oder der Irrsinn von ethnischen Grenzen

Die Welt ist nicht teilbar in Schwarz oder Weiss, Gut oder Böse, Hutu und Tutsi. Solche Grenzen sind genauso künstlich wie jene der europäischen Kolonien in Afrika. «Na Wewe», «Du auch», spielt zwar im Bürgerkrieg in Ostafrika. Es ist aber ein Lehrstück über die Absurdität, Menschen nach Abstammung und Nationalitäten einteilen zu wollen, wenn doch die Realität ganz anders aussieht. Dies wird aber nicht mit dem moralischen Zeigefinger verdeutlicht, sondern witzig und dramatisch zugleich.

Ein vollbesetzter Reisecar wird von einer Soldatengruppe überfallen. Die Menschen sollen sich einteilen, links Hutu, rechts Tutsi. Schön blöd, dass dies gar nicht so einfach ist: «Ich weiss doch nicht. Mein Grossvater war Mulatte. Meine Mutter kommt aus Zaïre.», so die Antworten der Verängstigten. Eine junge Frau fasst aber Mut und stellt sich forsch mitten auf die Kreidelinie, welche die Welt für die Soldaten in Hutu und Tutsi einteilen soll. Trotz der düsteren Ausganglage bietet dieser Film einen der wenigen Momente, in denen man unbeschwert lachen kann. Fast schon zum Wohlfühlfilm verkommt «Na Wewe», als (natürlich, wer ist überrascht?) Weltverbesserer Bono mit U2 die letzten Grenzen einreissen kann: Der Kindersoldat übernimmt entzückt den Walkman der Überfallenen: «Ein Tutsi, der Hutu-(«U-Two»)-Musik hört, wow!»

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Kultur

Frankensteins Erben: NIFFF-Doku über Film-Monster

Joe Dante und John Landis vor gruseligem Hintergrund.

Bild: zVg

In Joe Dantes MATINEE von 1993 finden wir eine wunderbare Szene, in der der Horror-Regisseur Lawrence Woolsey (John Goodman) die Ursprünge seines Metiers erklärt. Demzufolge handelt es sich schon bei den ersten Mammut-Darstellungen auf Höhlenwänden um protokinematographische Monsterfilme, deren Künstler auf den grösstmöglichen Effekt zielten: «People are coming to see this”, stellt sich Woolsey den Gedankengang der Höhlenmaler vor und wirft in einer erstaunlichen Tricksequenz gleich selbst ein Mammutbild an die nächstbeste Wand (notabene die Fassade eines Kinos). «Let’s make it good. Let’s make the teeth real long, and the eyes real mean. Boom! The first monster movie.”

Diese hinreissende Fabel könnte auch am Anfang von THE FRANKENSTEIN COMPLEX stehen, den das Neuchâtel International Fantasy Film Festival im Rahmen des Dokumentarfilmprogramms aufführte. Darin erforschen die französischen Filmemacher Alexandre Poncet und Gilles Penso die Kunst des Monster- und Masken-Designs im Horrorkino. Tatsächlich beginnt der Film mit einem Verweis auf die Höhlenmalerei: Seit frühester Vorzeit stellt die Vorstellung von Monstern und Untieren eine Art anthropologische Konstante dar. Imaginäre Wesen, mit denen wir uns ein Bild von der Welt und – mehr noch – von uns selbst machen. Wie in Woolseys prähistorischem Märchen müssen Monster daher vor allem eines: gezeigt werden.

Frankensteins Erben

Der lateinische Wortsinn hinter Monster meint denn auch genau dies: «zeigen», monstrare. Das Kino hat in seiner mittlerweile 120-jährigen Geschichte Mittel und Wege gefunden, eigentlich unmögliche Kreaturen darzustellen. Denken wir nur an die ausgestorbenen Riesenechsen, die Steven Spielberg für JURASSIC PARK wieder auferstehen liess, oder an den fiktiven Monsteraffen KING KONG. Ihre schiere filmische Realisierung ist nicht weniger erstaunlich als Dr. Frankensteins Schöpfungsakt im Roman. THE FRANKENSTEIN COMPLEX lässt jene modernen Mad Scientists hinter den Kulissen zu Wort kommen, die von ihren Kreaturen partout nicht als Spezialeffekte, sondern als Charaktere sprechen wollen. Bebildert sind die Interviews mit Behind-the-Scenes-Archivalien, was die Doku teilweise wie ein überlanges DVD-Making-of wirken lässt.

Doch wie alle guten Dokumentationen über das Filmemachen destilliert auch THE FRANKENSTEIN COMPLEX einige zentrale Wahrheiten des Mediums heraus. So ist der Film ein flammendes Plädoyer für das Kino als kollaborative Kunstform. Selten gab es dafür ein anschaulicheres Bild als den elektronischen Werwolfschädel, der von drei bis vier Personen gleichzeitig ferngesteuert wird. Jeder Effekt-Artist ist für eine Gesichtspartie zuständig und nur gemeinsam ergibt sich das beeindruckende Mienenspiel, das wir im fertigen Film bestaunen.

Von Puppen zu Pixeln

Nebst den Effekt-, Masken- und Animationskünstlern treten auch prominente Genre-Regisseure wie John Landis (AN AMERICAN WEREWOLF IN LONDON), Guillermo Del Toro (HELLBOY, PANS LABYRINTH) und natürlich Joe Dante (GREMLINS) auf und vervollständigen den filmhistorischen Abriss mit persönlichen Anekdoten. So gelingt den Filmemachern ein umfassendes Bild der Monsterfilmgeschichte von den Pappmaché-Riesen in Georges Méliès‘ Stummfilmen über die legendären Stop-Motion-Animationen Ray Harryhausens bis zu den modernen Performance-Capture-Technologien in LORD OF THE RINGS oder AVATAR.

Das letzte Drittel des Films fokussiert dabei auf den Übergang von praktischen zu computergenerierten Effekten: Nebst JURASSIC PARK hatten in den 90ern auch James Camerons THE ABYSS und TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY die Möglichkeiten digitaler Bildererzeugung aufgezeigt. Seither haben traditionelle Spezialeffekt-Künstler mit immer weniger Aufträgen, knapperen Budgets und sinkender Vorbereitungszeit zu kämpfen. Nicht nur die Produktionsrhythmen der Studios haben sich geändert, auch die Sehgewohnheiten des Publikums sind längst dem digitalen Standard angepasst. Gerade unter diesen Umständen eröffnen sich aber neue Möglichkeiten für die haptischen Filmmonster – so hat etwa der jüngste STAR WARS-Film gezielt auf den nostalgischen Charme handgemachter Puppen, Masken und Roboter gesetzt.

Bewegung und Belebung

Del Toro, der unlängst in PACIFIC RIM und CRIMSON PEAK die Symbiose von praktischen und computergenerierten Monster-Effekten vorgeführt hat, möchte denn auch die alten und neuen Technologien nicht gegeneinander ausgespielt wissen. Animation, ob in der Puppenwerkstatt oder am Computerbildschirm, folge stets demselben Prinzip: die Belebung von Unbelebtem durch Bewegung. Und ist das letztlich nicht das Wunder der Filmkunst selbst? Die Illusion von Leben auf der Leinwand – zugleich unheimlich, faszinierend und wunderschön.

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Gesellschaft

10 Jahre Tink.ch: Ein Jubiläum bringt Veränderungen mit sich

Die neue Chefredaktorin der Region Deutschschweiz: Mélanie Baierlé.

Bilder: zVg

Tink.ch, das grösste Schweizer Online-Magazin für Jugendliche, wurde am 1. April 2016 schon 10 Jahre alt. Dies wurde mit redaktionellen Inhalten über die Personen hinter dem Verein gefeiert, so zum Beispiel Vivienne, BasilSofiya oder Carlo.

Neugierig? Schau doch einfach mal rein.

Ein Magazin, für das Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren schreiben und das journalistische Handwerk erlernen dürfen: Mit dieser Idee startete Andreas Renggli am 1. April 2006 das Onlinemagazin Tink.ch, basierend auf der Berner Stadtagenda Youthguide. Dieser freut sich, dass sich Tink.ch über 10 Jahre gehalten hat: «Es ist erstaunlich, dass sich immer wieder engagierte junge Menschen finden lassen. Ich hätte mir nie erträumt, dass sowas möglich ist», so der heutige Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Polarstern. Das komplette Interview lässt sich übrigens hier finden.

Inzwischen ist dieses Jahr so einiges passiert, wir konnten einige engagierte Tinkler für uns gewinnen. So führt seit März der 15-jährige Ben Bronzstein das Finanzressort, im Tessin ist nun Giulia Petralli für den Aufbau des Marketing verantwortlich und auch das Präsidium ist neu besetzt: Anita Béguelin und Olivia Borer führen den «Chefposten» gemeinsam, Selver Kabacalman amtiert als Vizepräsidentin. Auch bei den Redaktionen sind neue Namen zu nennen: Die neue Chefredaktorin der Deutschschweiz heisst Mélanie Baierlé, und in Zürich ist neu Auline Sanchez Co-Redaktionsleiterin.

An dieser Stelle wollen wir uns auch herzlich bedanken bei unserer ehemaligen Co-Präsidentin Ursina Ghilardi und den Chefredaktorinnen Sofiya Miroshnyk und Julia Neudert, die uns im Laufe dieses Jahres für neue Herausforderungen verlassen haben beziehungsweise verlassen werden. Ihr habt alle eine wunderbare Arbeit geleistet und das Team auf wunderbare Weise bereichert.

Auch aktuell sind immer noch verschiedene Stellen ausgeschrieben, die du hier finden kannst. Wir suchen stets nach motivierten Gspändli, die sich für den Journalismus einsetzen und hinter den Kulissen von Tink.ch arbeiten wollen. Wenn du aber lieber noch etwas lernen willst, komm doch zum Reporter-Workshop von Martin Sturzenegger. Der Züri-Journalist beim «Tages-Anzeiger» startete übrigens auch bei Tink.ch und freut sich, die nächste Generation zu unterstützen.

Und neben der Arbeit kommt das Vergnügen natürlich auch nicht zu kurz: Am 24. September feiern wir unser grosses Jubiläum! Alle Tink.ch-ler und Begeistere sind herzlich eingeladen – wir freuen uns auf dich.

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Kultur

Strassenmusik statt Street-Parade

Buskers- Strassenmusik vom feinsten.

Bilder: Ice Simon Graf

Endlose Auswahl

Wer Live-Musik schätzt, sollte die Street-Parade das nächste Mal sausen lassen und sich in Bern die Vorstellungen der unterschiedlichsten Richtungen ansehen und -hören. Bei 150 KünstlerInnnen aus rund 20 Nationen dürfte auch der Wählerischste etwas nach seinem Geschmack finden. Ob gefühlvoller Indie-Pop von der Bielerin Marey oder doch lieber harter Punk-Rock von der Luzerner Band Blind Butcher? Oder da wären ja noch die schottischen Folk-Rocker, bei denen sich das Publikum automatisch zu bewegen beginnt. Aber auch die bunte Chanson-Truppe der aus Frankreich angereisten Band Fatras ist nicht zu verachten… Ja, die Liste könnte noch lange so weitergehen. Selbst wer alle drei Tage von Anfang 18 Uhr bis Ende 24 Uhr anwesend war, wird wohl kaum alle Bands gesehen haben.

Zufriedenes Publikum

Das Buskers Bern ist in vollem Gang. Ein Musiker mit Zylinder versucht, mit seinem rollenden Equipment durch die enge Gasse zu kommen. «Achtung, meine Damen und Herren! Deplacez- vous!» hallt es durch die Lauben. Unzählige ZuschauerInnen bilden in der Marktgasse eine beachtliche Traube um die Ska-Truppe King Porter Stomp aus Grossbritannien. Ratsam ist, nicht erst anzukommen, wenn die Künstler schon spielen, sondern sich den Platz schon jeweils vor dem Beginn der Konzerte zu sichern.

Die Leute lächeln, Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Eltern, um einen besseren Blick zu erhaschen. Es scheinen am frühen Samstagabend alle Altersgruppen vertreten zu sein. Wer sich zwischendurch verpflegen will, kann dies an einem der unzähligen Stände tun. Von Indisch bis Mexikanisch oder einfach nur regionale Gerichte. Wer die Wahl hat, hat auch die Qual.

Mit einem Fischernetz bewaffnet sammeln Bandmitglieder das nötige Kleingeld von den Zuschauern ein, welches die alleinige Gage der Künstler darstellt. Deshalb raten die Organisatoren, spendabel Münzen zu verteilen. Auch wenn der Zugang zum Festival theoretisch gratis ist, werden Bändeli verkauft, um die Kosten der Organisation zu decken. Damit auch nächstes Jahr wieder Strassenmusik durch das Unesco-Weltkulturerbe schallt!

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