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Auftakt mit wenig Besuchern

Postive Ãœberraschung auf dem Gurten: Kaizers Orchestra. Fotos: Stefan Berner Endo Anaconda mit Songs vom neuen Album "Geisterbahn" Verblüffend guter David Gray

Das Nachmittagsprogramm wurde von nordländischen und Schweizer Bands bestritten. Die schwedische Rockband The Sounds vermochte jedoch nicht recht zu überzeugen. Trotz viel Power hätte man sich mehr Präzision von der Leadsängerin gewünscht.

Positiv überraschte hingegen Kaizers Orchestra, die allen möglichen und unmöglichen Gegenständen Klänge entlockten. Die sechs Jungs sparten auch nicht mit abenteuerlichen Verkleidungen – mit übergezogener Gasmaske rockten sie über die Hauptbühne. Im Interview mit einem Radiosender gaben sie zu Protokoll, dass sie einst die weltbeste live-performende Band werden wollen. Dort angekommen sind sie noch nicht, aber auf dem richtigen Weg sind sie.

Stiller Has war in neuer Besetzung zu sehen und hören. Verstärkt am Schlagzeug durch den früheren Drummer von Züri West, Martin Silfverberg, und am Bass durch Samuel Jungen spielt die Band auch Songs vom neuen Album „Geisterbahn“. Geblieben sind die bissigen Texte, eine Art Talking Blues zwischen Tragödie und Groteske.

Ein musikalisches Highlight bot David Gray. Er, der während langen Jahren von Journalisten stets hart kritisiert wurde, schaffte schliesslich 1999 mit seinem Album „White Ladder“ den Durchbruch. Seine Musik ist gereift, es waren keine immer gleichen Akkorde und Beats zu hören. Seine Songs warten mit viel Varietät auf – ein wahrer Hörgenuss. Das Publikum verdankte es ihm und forderte mehrere Zugaben ein.

Dann folgte mit James Blunt der Headliner des ersten Tages. Die Erfolgstitel „High“ und „You’re Beautiful“ fehlten selbstverständlich nicht. Die Festivalbesucher wogen sich päärchenweise im Takt und zumindest die Frauen waren hingerissen. Der Songwriter aus dem Vereinigten Königreich wurde der Rolle als Aushängeschild des ersten Tages gerecht, keine Frage.

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