Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

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Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

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Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

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Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

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Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

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Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

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Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

Category Archives: Video

«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.

Jetzt live aus dem Bundeshaus

Acht Stunden Live-Übertragung direkt aus dem Bundeshaus. Tink.ch sendet in Zusammenarbeit mit dem SRF die Debatten der Jugendsession 2016 live.  Mit der heutigen Schlussdiskussion einigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf politische Forderungen, welche ans Parlament überwiesen werden können.

20161113_115902
Die Regie von Tink.ch. Bild: Michael Scheurer

 

Damit nicht genug. Während den Verschnaufpausen im Nationalratssaal bittet Tink.ch verschiedene Gesprächspartner zum Interview oder zu kleinen Diskussionsrunden direkt vor die Kamera.

Zu Gast am Mittag war unter Anderem Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf .

Das Programm

11.30 Rede Michael Möller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf

13.15 Landwirtschaft und Ernährung

13.40 Fortpflanzungsmedizin Nationalratssaal

14.05 Agriculture et alimentation

14.30 Pendularité

14.55 Politique en matière de drogues

15.40 Organspende

16.05 Radikalisierung von Jugendlichen

16.30 Waffenexport Nationalratssaal

16.55 Übergabe der Forderungen

17.20 Ende der 25. Jugendsession

20161113_115731
Während den Debattierpausen werden die Themen in Interviews und Streitgesprächen vertieft. Bild: Michael Scheurer

Selinas nachhaltiger Tipp Nr. 1: Saisonale Lebensmittel – Für dich und den Planeten!

Wenn es draussen kalt und grau wird und dich in der Obst- und Gemüseabteilung deines Supermarkts knallrote Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Tomaten anlachen, ist das zwar verlockend, macht aber unserer Meinung nach wenig Sinn.

Was spricht denn gegen Erdbeeren im Winter oder Spargeln im Herbst?

  1. Erdbeeren im Winter und Spargeln im Herbst haben bei uns keine Saison und kommen von weit her. Das bedeutet, dass sie bereits einen enorm langen Transportweg (Flugzeug, Schiff, Lastwagen) hinter sich haben, wenn sie bei uns im Laden eintreffen. Die Transportmittel beeinflussen so die Umwelt aufgrund des CO2-Ausstosses.
  2. Meistens werden Früchte und Gemüse unreif geerntet, damit sie während des Transports nicht faulen. Auf der langen Fahrt von der Plantage, z.B. in Südafrika, bis zu uns in den Schweizer Supermarkt verlieren die Lebensmittel wichtige Nährstoffe,  Vitamine und Geschmack.
  3. Nicht saisonales Obst und Gemüse schmeckt weniger gut, als saisonales aus der Region.
  4. Nicht saisonales Obst und Gemüse werden meistens unter sehr hohem Energieaufwand in Treibhäusern hergestellt. Auch dies belastet die Umwelt, aufgrund des hohen Wasser- (zum Wässern) und Energieverbrauch (zum Heizen) beim Anbau in Treibhäusern.

In jeder Jahreszeit gibt’s frische Vitamine!

Keine Sorgen – du brauchst nicht auf frische Vitamine zu verzichten. Denn in der Schweiz hat immer irgendeine Gemüse- oder Obstsorte Saison. Darum kannst du das ganze Jahr über frisch geniessen!

Und damit du keine Saison verpasst, empfehlen wir dir diesen GORILLA Saisonkalender herunterzuladen und gleich an deinem Kühlschrank zu pinnen.

Mach’s wie die GORILLA Botschafterin Meta Hiltebrand, indem du im Sommer zum Beispiel aus Erdbeeren Konfitüre machst, Obst einfrierst oder gar für ein leckeres Birchermüesli trocknest.

Und dies kannst du mit vielen weiteren Gemüse- und Obstsorten, welche im Sommer geerntet werden, tun. Du wirst dich in den kalten Tagen über die Vitaminbomben aus dem Tiefkühler oder der Trockenfrüchte-Box freuen.

Dieser Artikel ist am 21. September 2016 auf dem Blog von unserem Partner GORILLA erschienen.

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«Man weiss nie, wohin das Ganze führt»

Gerade an politischen Anlässen wie der Jugendsession ist das gegenseitige Verstehen aber sehr wichtig. Für eine einwandfreie Verständigung von Romand_e_s, Tessiner_innen und Deutschschweizer_innen sorgen im Bundeshaus die Simultandolmetscher_innen. Wir konnten einen von ihnen, Thomas Bernath, treffen und nach den Herausforderungen und Besonderheiten des Simultandolmetschens im Bundeshaus fragen.


Thomas Bernath arbeitet als Dolmetscher für die Parlamentsdienste. Er übersetzt vom Deutschen und Italienischen ins Französische. Als erste Sprache hat er Schweizerdeutsch gelernt, während der Schulzeit dann aber immer Französisch gesprochen. Er arbeitet auch für Privatkunden wie Banken oder Vereine, für das Europäische Patentamt in München und den zweisprachigen Fernsehsender ARTE.

Mit dem Abfall in den Wald

Als Abschlussarbeit des Propädeutikums an der Schule für Gestaltung habe ich ein Video zum Thema Littering gedreht. Der Begriff Littering stammt aus dem Englischen, er bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum und im Wald. Mein Auftrag war es, ein Video zu machen, welches Kinder, möglicherweise auch Erwachsene, dazu animieren soll, Littering im Wald zu vermeiden. In der Umsetzung dazu, wie ich vorgehe, welche Technik ich benütze, war ich frei. Ich zeichnete kein detailliertes Drehbuch, sondern schleppte einen Sack voller Abfall in den Wald, um dort mit ersten Animationsversuchen beginnen zu können. Ich inszenierte jegliche Abfallgegenstände, teste verschiedene Standorte und Kameraeinstellungen. Schliesslich fügte ich die entstandenen Filmfrequenzen am Computer zusammen und unterlegte sie mit Geräuschen und Musik.

Entstanden ist ein Stop-Motion Film, welcher die Botschaft des Naturschutzes auf eine kreative und hoffentlich bleibende Weise vermitteln sollte.

Dieses Video ist im Auftrag von WWF Bern entstanden.

Nicolas, der stille Verkäufer der Uraniabrücke

Sie laufen aneinander vorbei, ihre Blicke kreuzen sich, sie wenden sie augenblicklich ab. Beide leben in ihrer Blase, sie wissen was sie wollen, was sie zu erledigen haben. Das Risiko, einander anzuschauen, wäre zu gross: ihre Pläne könnten durcheinander geraten, sie könnten davon abgehalten werden, ihr selbstverfasstes Drehbuch auszuführen. Sie sind zwei von vielen.

Passanten überholen einander auf der zürcher Uraniabrücke, Autos fahren in beide Richtungen, zwischendurch erscheint eine Person auf einem Fahrrad. Wortfetzen mischen sich mit dem Geräusch der Limmat und der Motoren. Am Trottoirrand steht ein grosser, schlanker Mann mit Brille und einer roten Kappe. In aufrechter Haltung streckt er beide Arme zum Himmel, langsam schwenkt er sie hin und her. In beiden Händen hält er ein Exemplar eines Magazins: das Surprise.

Anfangs ist er misstrauisch: die beste Verkaufszeit sei jetzt, wir würden die Kunden vertreiben, wenn wir so rumstehen. Doch bald vergisst er den Stapel, der neben ihm auf dem Boden liegt. Italienische Zitate, Buchtipps und Diskussionen über Studienrichtungen: Nicolas ist breit interessiert und hat zu Vielem etwas zu sagen.

Seit langem arbeitet er für das Strassenmagazin Surprise: «So lange wie die Unglückszahl!». Während seiner Arbeitszeit kümmert er sich um die Passant*innen, er möchte vermeiden, dass jemand auf der Brücke verunfallt. Aber auch sonst liegen ihm die Menschen am Herzen. So besucht er seine Mutter regelmässig im Pflegeheim. «Alte Menschen werden oft vergessen, obwohl wir viel von ihnen lernen können.»

Der Verkäufer weiss das Surprise zu schätzen, er mag die Porträts, die er darin lesen kann. Und er ist nicht der einzige: Das Magazin wurde in den letzten Jahren professionalisiert, viele kaufen es für seine hohe Qualität. Die Verkaufszahlen steigen von Jahr zu Jahr – eine gute Nachricht für Nicolas und seine Arbeitskolleg*innen.

Von Weitem beobachte ich Nicolas. Er ist zurück auf Position. Seine ausgestreckten Arme bewegen langsam zwei Surprise-Exemplare hin und her. An ihm laufen Menschen vorbei, die Autos fahren in regelmässigem Takt durch. Von hier erscheint seine Bewegung wie ein Ritual – als ob er versuchte, die Passanten aus ihrer Blase zu locken und sie einen Moment lang vergessen zu lassen, dass sie bereits den nächsten Schritt geplant haben.


Surprise im Überblick

Das Strassenmagazin Surprise wurde 1997 gegründet mit dem Ziel, sozial randständigen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. Das Magazin erscheint vierzehntägig und erhält keine staatlichen Mittel. Surprise finanziert sich komplett aus Spendegeldern und dem Verkauf des Magazins.

Obwohl der Verein vor einigen Jahren durch Spenden vom drohenden Bankrott gerettet werden musste, geht es dem Magazin heute blendend. Im Gegensatz zu anderen Magazinen spürt es die Medienkrise nicht: Von Jahr zu Jahr werden mehr Surprise verkauft.

2015 haben 383 Verkäufer*innen, davon 115 Frauen, zusammen 407’750 Exemplare verkauft. Sie verkaufen das Magazin für sechs Franken wovon sie 2.70 Franken behalten können, 30 Rappen gehen an die AHV. Die restlichen 3 Franken werden für die Produktionskosten des Magazins verwendet. Obwohl die Mehrheit der Verkäufer*innen Männer sind, sind fast zwei Drittel des Leser*innen weiblich.