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Gurtenfestival 2016, Tag 3

Gurtenfestival 2016, Tag 2

Gurtenfestival 2016 Tag 1

Vom Tausendfüssertanz zu Techno im Bacardi Dome

Vor 39 Jahren fand das «1. Internationale Folkfestival Bern-Gurten» statt. Im «Gurtebüechli» wurde das vielfältige Musikprogramm und die Rahmenaktivitäten vorgestellt. Über Jazz, Folk, Volksmusik sowie politische Songs konnte alles gehört werden. Aber auch die Rahmenunterhaltung waren damals wichtig. So kam es, dass in der ersten Festivalnacht Tausende von Ballonen mit Wunderkerzen davon schwebten. Ein andermal bildeten die Gäste   mit ein langen Tüchern einen tanzenden Tausendfüsser, der aufgrund der feiernden Masse jeden Moment auseinanderzubrechen drohte.

Angesichts des heute eingespielten Ablaufs ist unvorstellbar, was am ersten Gurtenfestival passierte: In der Aufregung wurde vergessen, die Bühnenbeleuchtung zu organisieren. So mussten für die Bands notfallmässig Lampen aufgetrieben werden. Durch die Einnahmen aus dem Ticketverkauf – damals kostete ein Zweitagespass noch 32 Franken – und von Verkaufsständen erziehlte das erste Gurtenfestival 20’000 Franken Gewinn. Diesen steckten sich die Organisatoren jedoch nicht in die eigene Tasche, sondern spendeten ihn dem WWF und dem Renovationsfonds der Mahogany-Hall. Von den alten Bühnen (Hauptbühne, Westbühne, Chutzenbühne, Workshopstübli) hat bis heute nur die Hauptbühne überlebt. Die andern drei wurden durch die Zeltbühne, Waldbühne und die Bamboo Bar ersetzt.

39 Jahre später

Am dritten Juliwochenende werden über 60 Bands und Künstler auf dem Gurten spielen. Zuschauerzahlen und Preise stiegen in den letzten Jahren ständig. Aber auch ein enger und teurer Gurten scheint Anklang zu finden: bereits seit Wochen sind sämtliche Festivalpässe ausverkauft. Die Organisatoren versuchen, lange Wartezeiten in Grenzen zu halten: Dieses Jahr etwa sollen wieder mehr Imbissstände dafür sorgen, dass Hungrige besser verteilt und somit schneller zufrieden gestellt werden können. Ausserdem wurde die Gleichberechtigung auf dem Gurten auch auf die Toilettensituation ausgeweitet: Seit letztem Jahr können Frauen mithilfe vom «Peeasy» auch ein zeitsparendes Pissoir benutzen.

Durchmischtes Programm

Die Atmosphäre auf dem Güsche ist für die Bernerinnen und Berner immer etwas Besonderes. So meint ein alljährlicher Gurtengänger, dass er jeweils bereits beim Anstehen beim Gurtenbähnli neue Freunde und spätere Mitfeiernde finde. Heuer locken internationale Grössen wie Muse auf den Gurten, aber auch Liebhaber der lokalen Musikszene kommen mit Manillio oder Troubas Kater auf ihre Kosten. Das Musikprogramm bleibt auch dieses Jahr seinem Stil, nämlich alle möglichen Stilrichtungen anzubieten, treu. So wechseln sich Soul und Folk ab mit Elektro bis Schweizer Rap und Pop. Tink.ch ist vor Ort und wird euch berichten, wer und was auf dem Güsche über die Bühne geht.

Stars of Sounds 2016 Tag 2