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Eine Wäscheklammer im Park

Da steht sie:  So absurd wie ihr Antlitz, so absurd ist auch all jenes, das sie symbolisiert.  Ihre Form und ihre Funktion, bis ins Detail aufeinander abgestimmt, bis ins Minimste reduziert. Sie – ein Erzeugnis aus Natur und Kultur, klammernd an ihrem Ursprung, tief in Schuld und Treue gegenüber ihrem Schöpfer.

Unübersehbar ist ihr Anmut, denn sie ist sich ihrer Funktion bewusst. Kerzengerade, stolz und stramm, mit eiserner Ausdauer, tut sie, wie ihr befohlen; hält sie, was sie verspricht. Ein wenig überheblich, denn ohne sie, was wären wir? Sie ist der Fortschritt, das Denken, das Streben und Erschaffen, das Ausfehlernlernen oder Reproduzieren, der Pragmatismus und die Koexistenz. Sie ist der Grössenwahn zu beherrschen, in Form zu bringen und zu kontrollieren. Sie ist die Liebe zum Detail, die pure Existenz.

Sie, sie ist, wie wir –  einfach hier, stetig im Dienste, stetig auf der Suche nach dem Sinn desselben. Und ist die Verbundenheit noch so klar, stehen ihre Wurzeln doch im Hintergrund. Und doch ist die Abwandlung so gross, dass sie sich als etwas Eigenes definiert.

Und unter ihr ein Riese, dessen Nasenlöcher sie hält – eine Schildkröte, auf dessen Rücken der Elefant die Erde trägt.

Autisten, die Genies der Wissenschaft?

Autismus ist eine Störung, die Menschen vor verschiedene Herausforderungen im Leben stellen kann. Es gibt unterschiedliche Formen von Autismus, wobei die «vier klassischen» Symptome bei allen vorkommen. Autistinnen und Autisten haben Schwierigkeiten zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, zeigen immer wieder sich selbst angeeignete Verhaltensmuster auf, haben wenige Interessen und sind in ihrer Kommunikation mit anderen beeinträchtigt. Doch nicht alle sind gleichermassen auf Hilfe angewiesen: Während manche lebenslang Unterstützung brauchen, sind andere in der Lage ein weitegehend selbstständiges Leben zu führen.

In Filmen und Serien werden Autistinnen und Autisten oft als Hochbegabte oder Genies dargestellt, die sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen schwer tun. Auffällig ist daran, dass sie oftmals Interesse an der Wissenschaft haben oder in diesem Bereich arbeiten. In «The Accountant» gibt sich ein mathematisches Genie als Steuerberater aus, arbeitet in Wahrheit jedoch für eine gefährliche Unterweltorganisation. In «Mercury Rising» knackt ein neunjähriger Junge einen scheinbar unlösbaren Code des Geheimdienstes. In «Rain Man» entdeckt ein Mann nach und nach die genialen Fähigkeiten seines autistischen Bruders und versucht diese auszunutzen.

Ausserdem wird in der Populärkultur oft eine Eigenschaft hervorgehoben, die als Inselbegabung bezeichnet wird, die bei Menschen mit Autismus mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftritt. Eine Inselbegabung bezeichnet eine aussergewöhnliche Fähigkeit in einem Teilbereich. Im Film «Rain Man» zeigt sich eine überdurchschnittliche Rechenbegabung des autistischen Protagonisten darin, dass er sogleich erkennt, dass nach dem Fall einer Packung Zahnstocher nun 46 Stück am Boden liegen.

Doch in der Netflix-Produktion «Atypical» und dem kürzlich auf Deutsch erschienenen Film «Please Stand By», wird dem Publikum ein anderes Bild von Autismus vermittelt. In der achtteiligen Netflix-Serie geht es um einen autistischen Teenager, der mit Mädchen ausgehen möchte. Immer wieder tritt er dabei in Fettnäpfchen und hat neben den alltäglichen Schwierigkeiten als Autist auch mit anderen typischen Teenagerproblemen, wie der Liebe oder dem Abschlussball, zu kämpfen. Ausnahmsweise wird ein Autist also nicht als Genie dargestellt, sondern als ganz normaler Teenager, der mit denselben Problemen zu kämpfen hat wie andere Jugendliche in seinem Alter.

Im Film «Please Stand By» begibt sich die Autistin Wendy auf den Weg nach Los Angeles, um ihr eigens geschriebenes Star Trek-Drehbuch bei einem Wettbewerb einzureichen. Der Haken daran: Wendy war noch nie alleine auf Reisen. Dass nicht alles so läuft, wie sie sich das vorstellt, wird schnell ersichtlich. Sei es als ihr Hund in den Bus uriniert und die Busfahrerin sie daraufhin rausschmeisst oder ein Pärchen ihr ganzes Geld und ihren iPod stiehlt.

In beiden Produktionen wird den Zuschauerinnen und Zuschauern ein Bild vermittelt von Menschen mit Autismus, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und versuchen über ihre eigenen Grenzen hinauszuwachsen. Sei es beim Versuch die Liebe zu finden oder bei einer Reise ganz auf sich alleine gestellt zu sein. Eine willkommene Abwechslung zu den gängigen Klischees. Denn Genies hin oder her: Autistinnen und Autisten haben letztendlich mit denselben Alltagsprobleme zu kämpfen wie Menschen, die nicht an der Störung leiden.

Leben mit Omi

Omi hat eine dominante Eigenschaft. Sie ist eine unverbesserliche Tampeltante, sprich sie trödelt gerne – und damit verbunden ist sie auch sehr gut darin, sich selbst Stress zu machen.
Erst neulich hat sie darauf bestanden, dass ich sie um sieben Uhr in der Früh wecke. Immerhin hatte Omi um zehn Uhr einen Termin.
Gesagt, getan. Denn ich weiss, wie wichtig Oma ihr Morgenritual ist. Dieses besteht einerseits daraus, zu duschen und sich die Locken zu wickeln, und andererseits aus einem ausgiebigen Frühstück. Sprich, wenn ich mich innerhalb von 20 Minuten über mein Müsli hermache, hat sie in derselben Zeit vielleicht schon mal ihr Geschirr getischt und ihre Pülverchen angerührt. Von hinsetzen und Frühstücken ist jedoch noch keine Rede. Spätestens wenn ich fertig bin, mache ich sie höflich darauf aufmerksam, dass ihr Wasser fürs Frühstücksei schon längstens kocht.
Nachdem sie ihren Hunger gestillt hat, wird erstmal ausführlich die Zeitung studiert.
Irgendwann habe ich sie dann doch gefragt, ob sie die Zeit im Griff habe. Naja, ich glaube ich habe Omi noch nie zuvor in Unterwäsche durch die Wohnung rennen sehen.
Sie hat es schlussendlich doch noch pünktlich geschafft, obwohl sie nochmals zurückgeeilt ist, weil sie ihren Schirm nicht öffnen konnte. Und alles nur, um danach noch eine halbe Stunde beim Arzt zu warten.

Kleider machen Gymis

Ein Rundmail der Schulleitung des Gymnasiums Oberaargau löste Anfang Juni einen regelrechten Shitstorm aus. Grund dafür waren Vorgaben zur Art der Hautbedeckung: Eine neue Kleiderordnung, beziehungsweise «Kleiderempfehlung», wie die Schulleitung es ausdrückt, soll durchgesetzt werden. Die Schulleitung «empfiehlt» damit den Gebrauch von durchsichtigen, trägerlosen oder bauchfreien Oberteilen zu unterlassen, sowie das Tragen von T-Shirts mit beleidigenden, diskriminierenden, sexistischen oder rassistischen Aufdrucken. Die Regelung gilt allerdings nur für die Mädchen. Die männlichen Gymnasiasten bleiben von der Kleider-Aktion verschont. Die Schulleitung begründet ihre Aktion unter anderem mit dem Argument, die Mädchen schützen zu wollen. Sie würden im Gegensatz zu den Jungs mit ihren Kleidern gezielte Aussagen machen und fremden Leuten einen falschen Eindruck des Gymnasiums vermitteln, denn scheinbar hat die Welt ein neues Hobby gefunden: Aus Bay Watch ist Gymi Watch geworden. Die Leute strömen in Scharen in ein zwar öffentliches, aber dennoch in sich geschlossenes Areal und beobachten bauchfreie Gymnasiastinnen, die Schultaschen und Geografiebücher über den Pausenhof schleppen. Dabei kann es natürlich schon sein, dass einige das Gymnasium mit einer anderen Institution verwechseln und den Schülerinnen zu nahe kommen.

Ebenfalls nicht gestattet sind ein sichtbarer Allerwertester und nackte Füsse, sowie Badeschlappen. Das Schwimmbad-Feeling wird damit ein für allemal aus dem Gymnasium verbannt. Selbstverständlich ist die Fläche der nackten Haut auch proportional zur Intelligenz eines Mädchens; je mehr Haut zu sehen ist, desto weniger Hirnkapazität ist vorhanden. Das wird ja alles mit der herunterbrennenden Sonne verbrutzelt. Daher auch der Imageschaden der Schule, sollte einmal jemand fremdes ein leicht bekleidetes Mädchen über den Pausenhof des Gymnasiums gehen sehen. Aber Spass beiseite: Das Barfusslaufen für Mädchen in den Schulhäusern zu verbieten hat schliesslich verständliche Gründe. Wo kämen wir denn da hin, wenn die Jungs immer durch attraktive Mädchenfüsse vom Unterricht abgelenkt würden. Besser, ein Mädchen lässt ihre Füsse in Sneakers zu Käse reifen, sodass alle dem Unterricht konzentriert folgen können.

Wir schauen den Fünfzigerjahren freudig entgegen, die Frau ist langsam auf dem Weg zur Emanzipation und rückt ab vom Status des Sexobjekts. Es kommen bereits wieder ärmellose Kleidungsstücke für Frauen auf. So etwas zu tragen ist in unserer Zeit allerdings sehr gewagt. Für den Fall, dass ein Mädchen derart pikant bekleidet in der Schule auftaucht, könnte man im Sekretariat ja eine Kiste mit Ordensbekleidung aufbewahren. Wer bereits im Unterricht die Blicke des anderen Geschlechts auf sich zieht, bedient sich vor der Pause bitte da. Bis oben geschlossene unifarbene Leinenkleider mit langen Ärmeln wären vielleicht eine Diskussion wert. Dann bekommt das ganze einen esoterischen Touch.

Diskriminierung und Sexismus sind des Weiteren Männerdomänen, weshalb Frauen es bitte unterlassen, mit solchen Sprüchen bedruckte Oberteile zu tragen, auch wenn auf den langen Röcken mehr als genug Platz dazu wäre.

Wenn dann an den langen warmen Tagen, in den langen warmen Kleidern die Konzentration und die Leistung gleich mit herausgeschwitzt werden, kann das Gymnasium Oberaargau aufatmen. Sie haben ihren guten Eindruck nach aussen gewahrt.

«Es gibt keine schwarzen Löcher»

Seine Theorie besagt, dass schwarze Löcher eigentlich gar nicht existieren. Jedenfalls nicht in der Form, in der wir sie uns vorstellen. Die schwarzen Löcher saugen die Materie nicht für immer ein, sondern geben sie (wenn auch in entstellter Form) nach einiger Zeit wieder frei. Nach der Quantentheorie sollen Licht und Informationen dem schwarzen Loch entfliehen können. Nach Hawkings Theorie würde ein Astronaut, der sich mit seinem Raumschiff einem schwarzen Loch nähert, nicht von der gewaltigen Gravitation verschlungen werden. Die erste Möglichkeit wäre, dass der Raumfahrer in ein zweidimensionales Hologramm verwandelt wird und nichts mehr mit ihm anzufangen wäre.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass er in eine andere Dimension gelangt, solange das Loch genug gross ist und rotiert, meinte Stephen Hawking. Jedoch kann der Astronaut nicht mehr in unsere Dimension zurückkehren.

Hawking sagte, wolle man diesen Vorgang vollständig beschreiben, müsste man eine Theorie entwickeln, die die Gravitationskraft mit den anderen drei Grundkräften vereinigt. Der richtige Ansatz bleibe ein Geheimnis, berichtete Stephen Hawking. Auch sollen schwarze Löcher keine feststehenden und stabilen Objekte sein. Sie sollen sich bilden und auch die Existenz sei zeitlich begrenzt. Ein ehemaliger Arbeitskollege von Hawking meint, dass Hawkings Theorie, die als Lösung der Widersprüche bei der Erforschung der schwarzen Löcher gilt, noch weitere Widersprüche auslösen wird.


Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.

Ökologische Alternative zum Töffli

Heutzutage sind Töfflis bei den Jugendlichen wieder aktueller. Jedoch ist es eher schwierig ein Töffli zu finden. Am beliebtesten sind ganz klar die Maxis von Daimler Puch. Leider sind die letzten Modelle 1998 vom Band gerollt. Das bedeutet diese Maxis sind alles schon ziemlich alt. Natürlich gibt es auch andere Marken wie Ciao, Pony, Piaggio und viele mehr. Auch das sind leider alles «alte» Maschinen. Neue Produktionen sind sehr selten. Auf dem Markt gibt es eine neue Marke, das Bey Bike. Es ist ein Töffli das fast wie ein kleiner Roller aussieht. Das Bey Bike ist erst seit 2018 zu kaufen und dadurch nicht so verbreitet. All diese Modelle fahren mit Zweitakt-Benzin, was nicht besonders umweltfreundlich ist. Wir haben für euch recherchiert und Alternativen gesammelt.

Als Alternative würde z. B. ein E-Bike gelten. Ein E- Bike ist mit Elektrizität geladen. Und durch das gibt es keine Abgase. Das ist sicher positiv. Ob aber das Fahrfeeling gleich ist oder ob es das Töffli gar toppt, weiss niemand. Für viele Leute ist es, wenn sie Töffli fahren, wichtig den Motor unter ihnen zu hören, das hat man natürlich nicht unbedingt bei einem E- Bike.

Ein kleiner Vergleich soll helfen.

E- Bike

  • Sehr kurze Akku-Ladezeiten (nur 2,5 Stunden)
  • Reichweite: 55 km
  • Wendig, gut bei Bergfahrten
  • Abstimmung der Unterstützungsstufen sowie Bremsen okay
  • Übersichtliches Display
  • Griffe verstellbar
  • Umweltschonend
  • Preis: ca. CHF 2 000 – 4 000

Töffli

  • Laut
  • Schnell unterwegs
  • Innert 3 Minuten vollgetankt
  • Gute Reichweite
  • Wendig
  • schnelle Bremsung
  • Einfach zu bedienen
  • Umweltschädlich
  • Bei Bergfahrten mit und ohne 2-Gang eigentlich kein Problem
  • Preis: ca. CHF 2 000

Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.

Wölfe in der Schweiz

Der Wolf in der Schweiz, ein grosses Streitthema. Für das Problem mit dem Nutztierreissen gibt es aber einfache Lösungen. Man kann die Tiere nachts einzäunen. Eine weitere Lösung sind Herdenschutzhunde. Pyrenäenberghunde sind dafür gut geeignet. Nach ihrer Ausbildung sind sie ein wirkungsvoller Schutz gegen Wölfe.

Gegenargumente sind, dass das kostet und der Aufwand grösser ist. Allerdings werden die Kosten meist durch den Bund gedeckt. Ja, der Aufwand ist grösser, ich finde aber, man kann das doch machen. Denn der Mensch hat nicht das grössere Recht hier zu sein, als der Wolf. Nur weil wir, das glauben wir zumindest, zuoberst stehen, haben wir nicht mehr Rechte, eher umgekehrt: Der Wolf war schliesslich zuerst hier. Wenn wir also so leben, ist es das Mindeste, dass wir den Aufwand auf uns nehmen und die Schafe am Abend in eine Umzäunung sperren.

Hinzu kommt, dass viele Menschen immer noch Angst vor Wölfen haben. Das ist aber völlig unbegründet. Wolfsangriffe sind äusserst selten. Sie geschehen eigentlich nur, wenn die Wölfe angefüttert werden und dann ist ja auch wieder der Mensch schuld.

Ein weiterer Punkt ist, dass durch die Wölfe die Jäger weniger Rehe schiessen können. Auch das ist Unsinn: Statistiken zeigen, dass eher das Gegenteil der Fall ist.

Mich interessiert dieses Thema sehr, ich bin ein Fan von Wölfen und möchte gerne, dass es sie in der Schweiz weiterhin gibt und zwar ohne dass sie dauernd erschossen werden. Das klappt am besten, wenn die Leute mehr darüber wissen. Oft ist erstmals eine Meinung da, die immer weitergegeben wird. Informiert man sich darüber, muss man seine Meinung nochmals überdenken.

Für Menschen, welche das Thema Wölfe interessiert, empfehle ich das Buch «Die Weisheit der Wölfe» von Ellie H. Radinger. Es erzählt zwar von Wölfen in Amerika, es zeigt aber sehr gut wie die Wölfe im Rudel zusammenleben. Es ist mein absolutes Lieblingsbuch.


Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.

Jugitag: Spass für Gross und Klein

Der Jugitag ist für Gross und Klein. Jedes Jahr kommen Jugendvereine aus dem ganzen Kanton Bern zusammen. Am Samstag sind die Jungs an der Reihe, am Sonntag die Mädchen. Die Spannung ist gross.

Der Jugitag steht vor der Türe. In diesem Jahr findet er vom 16. bis 17. Juni in Bätterkinden statt. Dieser wurde auch schon in Burgdorf, Hasli Rüegssau, Truebsauschachen und noch an vielen anderen Orten veranstaltet.

Der Tag beginnt früh am Morgen mit Leichtathletik, die aus fünf verschiedenen Disziplinen besteht: aus Sprint, Weit- und Hochsprung, Kugel- und Ballweitwurf. Hochsprung und Kugelweitwurf sind Disziplinen für die älteren Mittstreiter. Am Nachmittag werden immer Spiele gespielt, die Jüngsten werden für den Vierkampf angemeldet. Das ist wie eine Stafette: Man ist zu viert in einer Gruppe und muss vier kleine Wettkämpfe bestreiten, zum Bespiel auf einem Beachballschläger einen Tennisball balancieren, ohne dass dieser herunterfällt. Die Sportler ab der vierten Klasse spielen Tchoukball und Unihockey, Seilziehen und Stafette. Für die erwachsenen Turner gibt es noch die Disziplin Korbball. Es gibt bei jeder Altersgruppe eine Rangverkündigung, was für alle ein Grund ist noch mehr zu kämpfen, den eigenen Verein zu repräsentieren und sich gegenseitig zu messen.

Zum Jugitag haben wir eine Jugileiterin interviewt, die seit 24 Jahren immer mit dabei ist. Neun davon als Teilnehmerin und 15 Jahre als Leiterin. «Solange die Organisation perfekt ist, ist der Jugitag eine tolle Sache», erzählt uns die Leiterin. Der Jugitag kann anstrengend werden, wenn es Zickenkrieg gibt. Das Schreien gehört zu jedem Jugitag. Trotzdem ist die Veranstaltung eine tolle Sache, da sich die Mädchen und Jungs an diesem Tag messen können.


Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.

75 Millionen pro Jahr

1853 wurden die Chips erfunden. Ein Koch, der damals einen sehr wählerischen Gast hatte, schnitt ihm die Kartoffeln so dünn, dass man sie nicht mehr Aufspiessen konnte. Die Zweifel-Chips entstanden rund 100 Jahre später. Anfang der 1950er-Jahre frittierte Hans Meier, ein Cousin von Heinrich Zweifel, auf seinem Bauernhof in einer Feldküchen-Pfanne die ersten Chips. Dieses Experiment war von Beginn an sehr erfolgreich – so erfolgreich, dass 1958 die leckeren Chips unter der Marke Zweifel lanciert wurden. Der unvergleichbare Geschmack, der ab 1962 schweizweit in den Verkaufsregalen zu finden war, machte die Chips schnell bekannt und beliebt.

Über 400 Bauern bauen die fünf speziellen Kartoffelsorten für Zweifel an. Zweifel pflegt eine enge Beziehung zu den Bauern, denn ihre Arbeit und ihr Wissen sind entscheidend für die Qualität der Chips. Im Frühjahr werden die Kartoffeln gesetzt und im Herbst dann geerntet. Die Kartoffeln werden anschliessend nach Spreitenbach geliefert und dort verarbeitet oder gelagert; letzteres im Dunkeln, bei kühlen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Vor der Verarbeitung werden die Kartoffeln gründlich mit Wasser gewaschen. Dies geschieht in grossen Trommeln, die sich drehen und deren Wände mit etwas Schleifpapier ähnlichem ausgestattet sind so werden die Kartoffel geschält. Mit Hilfe von Maschinen werden die Kartoffeln in hauchdünne Scheiben geschnitten. Auf ihren Oberflächen entstehen Stärketropfen, die danach nochmals abgespült werden. Die Kartoffelscheiben werden in einem reinen, ungehärtetem Rapsöl, welches ebenfalls von Schweizer Bauern stammt, goldig gebacken bis sie perfekt knusprig sind. Die Chips, die am Rand dunkel geworden sind, werden von einem feinen Luftstrahl weggeblasen und aussortiert. Das Salz, das noch hinzugefügt wird, ist aus reinem Schweizer Alpensalz; damit werden die Chips veredelt. Viele raffinierte Gewürzmischungen verleihen den noch warmen Chips ihren einzigartigen Geschmack. Nun werden die Chips in den Beutel gefüllt, der mit einer besonderen Folie ausgestattet ist, welche die Chips besonders lange frisch hält.

So werden die leckeren Chips hergestellt. Pro Jahr werden ca. 23 000 Tonnen Kartoffeln verwendet; übereinander gestapelt gäbe das eine Höhe von 16 Metern.


Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.

Leben mit Omi

Omi war schon immer ein grosser Sportfan. Zumindest seit ich sie kenne, hat sie kaum einen Match von Roger Federer verpasst. Zu den unmöglichsten Zeiten fieberte sie vor dem Fernseher mit. So kommt es, dass ich eigentlich auch nur Sport mit Omi gucken kann – mit Sendungen wie «Brisant» oder «Wer weiss denn sowas» habe ich nicht sonderlich viel am Hut. Genauer gesagt konnte ich eigentlich nur die Fussballweltmeisterschaft mit Omi mitverfolgen. Es war herrlich ihr zuzusehen, wie erstaunt sie über die Geschwindigkeit der Japaner war oder wie grob die Spieler miteinander umgingen. Sie war so verwundert, dass sie jeweils durchs gesamte Spiel von nichts anderem mehr sprach.

Natürlich ist Omi auch sonst aktiv. Früher ging sie viel wandern und auch heute macht sie wöchentlich ihre Wanderroute. Hinzu kommt, dass Omi ein grosser Tierfreund ist. (Ausser mit den Schnecken bleibt sie wohl auf Kriegsfuss). So hielt sie hintereinander drei Dalmatiner. Alle mit dem Namen Cipsy. Auch später ging sie oft mit den Hunden einer Bekannten Gassi, wodurch Omi fit blieb. Die typische Begegnung mit Hunden sieht dann auch immer gleich aus. Sie bückt sich und dann hört man nur noch «ja Sali, Sali, Sali, Sali, …»