07.08.2018

Leben mit Omi

Text von Elena Maria Müller | Bilder von M. Turan Ercan
 
Bild: M. Turan Ercan

Omi war schon immer ein grosser Sportfan. Zumindest seit ich sie kenne, hat sie kaum einen Match von Roger Federer verpasst. Zu den unmöglichsten Zeiten fieberte sie vor dem Fernseher mit. So kommt es, dass ich eigentlich auch nur Sport mit Omi gucken kann – mit Sendungen wie «Brisant» oder «Wer weiss denn sowas» habe ich nicht sonderlich viel am Hut. Genauer gesagt konnte ich eigentlich nur die Fussballweltmeisterschaft mit Omi mitverfolgen. Es war herrlich ihr zuzusehen, wie erstaunt sie über die Geschwindigkeit der Japaner war oder wie grob die Spieler miteinander umgingen. Sie war so verwundert, dass sie jeweils durchs gesamte Spiel von nichts anderem mehr sprach.

Natürlich ist Omi auch sonst aktiv. Früher ging sie viel wandern und auch heute macht sie wöchentlich ihre Wanderroute. Hinzu kommt, dass Omi ein grosser Tierfreund ist. (Ausser mit den Schnecken bleibt sie wohl auf Kriegsfuss). So hielt sie hintereinander drei Dalmatiner. Alle mit dem Namen Cipsy. Auch später ging sie oft mit den Hunden einer Bekannten Gassi, wodurch Omi fit blieb. Die typische Begegnung mit Hunden sieht dann auch immer gleich aus. Sie bückt sich und dann hört man nur noch «ja Sali, Sali, Sali, Sali, …»