Gesellschaft | 24.08.2018

«Es gibt keine schwarzen Löcher»

Text von Linus und Yannick | Bilder von Pixabay
Stephen Hawking war einer der grössten Physiker unserer Zeit. Eine seiner wichtigsten Theorien bezieht sich auf die schwarzen Löcher. Und darauf, dass es sie gar nicht gibt.
Bild: Pixabay

Seine Theorie besagt, dass schwarze Löcher eigentlich gar nicht existieren. Jedenfalls nicht in der Form, in der wir sie uns vorstellen. Die schwarzen Löcher saugen die Materie nicht für immer ein, sondern geben sie (wenn auch in entstellter Form) nach einiger Zeit wieder frei. Nach der Quantentheorie sollen Licht und Informationen dem schwarzen Loch entfliehen können. Nach Hawkings Theorie würde ein Astronaut, der sich mit seinem Raumschiff einem schwarzen Loch nähert, nicht von der gewaltigen Gravitation verschlungen werden. Die erste Möglichkeit wäre, dass der Raumfahrer in ein zweidimensionales Hologramm verwandelt wird und nichts mehr mit ihm anzufangen wäre.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass er in eine andere Dimension gelangt, solange das Loch genug gross ist und rotiert, meinte Stephen Hawking. Jedoch kann der Astronaut nicht mehr in unsere Dimension zurückkehren.

Hawking sagte, wolle man diesen Vorgang vollständig beschreiben, müsste man eine Theorie entwickeln, die die Gravitationskraft mit den anderen drei Grundkräften vereinigt. Der richtige Ansatz bleibe ein Geheimnis, berichtete Stephen Hawking. Auch sollen schwarze Löcher keine feststehenden und stabilen Objekte sein. Sie sollen sich bilden und auch die Existenz sei zeitlich begrenzt. Ein ehemaliger Arbeitskollege von Hawking meint, dass Hawkings Theorie, die als Lösung der Widersprüche bei der Erforschung der schwarzen Löcher gilt, noch weitere Widersprüche auslösen wird.


Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.