Gesellschaft | 15.08.2018

75 Millionen pro Jahr

Text von Anna und Salome | Bilder von Pixabay
75 Millionen: So viele Chips-Packungen verkauft Zweifel pro Jahr. Über 400 Bauern aus der Schweiz liefern Kartoffeln an Zweifel, welche später in Form von Chips in unseren Läden erscheinen. Doch was muss die Kartoffel erfüllen, um in den Tüten zu landen und wie werden sie hergestellt?
Bild: Pixabay

1853 wurden die Chips erfunden. Ein Koch, der damals einen sehr wählerischen Gast hatte, schnitt ihm die Kartoffeln so dünn, dass man sie nicht mehr Aufspiessen konnte. Die Zweifel-Chips entstanden rund 100 Jahre später. Anfang der 1950er-Jahre frittierte Hans Meier, ein Cousin von Heinrich Zweifel, auf seinem Bauernhof in einer Feldküchen-Pfanne die ersten Chips. Dieses Experiment war von Beginn an sehr erfolgreich – so erfolgreich, dass 1958 die leckeren Chips unter der Marke Zweifel lanciert wurden. Der unvergleichbare Geschmack, der ab 1962 schweizweit in den Verkaufsregalen zu finden war, machte die Chips schnell bekannt und beliebt.

Über 400 Bauern bauen die fünf speziellen Kartoffelsorten für Zweifel an. Zweifel pflegt eine enge Beziehung zu den Bauern, denn ihre Arbeit und ihr Wissen sind entscheidend für die Qualität der Chips. Im Frühjahr werden die Kartoffeln gesetzt und im Herbst dann geerntet. Die Kartoffeln werden anschliessend nach Spreitenbach geliefert und dort verarbeitet oder gelagert; letzteres im Dunkeln, bei kühlen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Vor der Verarbeitung werden die Kartoffeln gründlich mit Wasser gewaschen. Dies geschieht in grossen Trommeln, die sich drehen und deren Wände mit etwas Schleifpapier ähnlichem ausgestattet sind so werden die Kartoffel geschält. Mit Hilfe von Maschinen werden die Kartoffeln in hauchdünne Scheiben geschnitten. Auf ihren Oberflächen entstehen Stärketropfen, die danach nochmals abgespült werden. Die Kartoffelscheiben werden in einem reinen, ungehärtetem Rapsöl, welches ebenfalls von Schweizer Bauern stammt, goldig gebacken bis sie perfekt knusprig sind. Die Chips, die am Rand dunkel geworden sind, werden von einem feinen Luftstrahl weggeblasen und aussortiert. Das Salz, das noch hinzugefügt wird, ist aus reinem Schweizer Alpensalz; damit werden die Chips veredelt. Viele raffinierte Gewürzmischungen verleihen den noch warmen Chips ihren einzigartigen Geschmack. Nun werden die Chips in den Beutel gefüllt, der mit einer besonderen Folie ausgestattet ist, welche die Chips besonders lange frisch hält.

So werden die leckeren Chips hergestellt. Pro Jahr werden ca. 23 000 Tonnen Kartoffeln verwendet; übereinander gestapelt gäbe das eine Höhe von 16 Metern.


Dieser Artikel entstand im Rahmen eines Workshops am Dorfmattschulhaus in Bätterkinden mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S.