Politik | 09.11.2017

Jugendliche stürmen das Bundeshaus

Text von Anne-Lea Berger | Bilder von Anna Renner
Brauchen wir mehr, weniger, andere Freihandelsabkommen? Wie können Menschen mit Behinderung besser im Alltag integriert werden? Und was zum Teufel ist diese Netzneutralität? Heute startet zum elften Mal die Jugendsession. Unsere Reporter*innen fragten bei den Ankömmlingen nach, was sie von der »Juse« erwarten.
  • "Wir sind die Zukunft, über uns wird entschieden und wir müssen dann die Konsequenzen tragen. Deshalb sollten wir alle in der Politik mitwirken." Nico, 16, Unterentfelden.

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  • "Ich habe mich eingelesen und informiert. Nun bin ich hier - mit vielen Fragen im Kopf, aber noch keine Lösungen oder konkreten Vorschlägen." Melissa, 19, Luzern.

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  • "Meine Erwartungen: Meine Meinung zu äussern und einen Konsens der vorgegebenen Themen zu finden." Jérémie, 18, Fribourg.

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  • "Ich sehe die Jugendsession als einen Ausgangspunkt, um verschiedene Ideen weiterzuentwickeln." Maxence, 21, Fribourg.

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  • "Mein Ziel ist es, mich mit der Schweizer Politik vertraut zu machen." Wejdane, 21, Genève.

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  • "Ich lasse mich von diesen vier Tagen überraschen, und hoffe, dass ich einen Blick ins politische Alltagsleben bekomme." Melanie, 21, Kirchberg.

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  • "Eine gute Zeit verbringen, neue Personen kennenlernen, politische Diskussionen führen und neue Sachen lernen." Isaline, 19, Bulle.

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  • "Viele Leute wissen es nicht zu schätzen, dass wir dank unserem politischen System so viel mitbestimmen können." Leah, 19, Solothurn.

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  • "Ich finde es cool, dass die Session im Bundeshaus stattfindet. So wie in der 'echten Politik'". Jessica, 18, Ettenhausen TG.

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  • "Was nicht fehlen darf: Meine Krawatte." Philippe, 18, Zürich.

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Während vier Tagen setzten sich rund 200 Jugendliche zwischen 14-21 Jahren mit verschiedensten Themen auseinander, über welche sich normalerweise gestandene Politiker den Kopf zerbrechen. In den ersten zwei Tagen werden sie in Arbeitsgruppen ihre eigenen Lösungsansätze mit der Unterstützung von Parlamentarier und Experten ausarbeiten. Dass die jugendliche Sicht auf die Dinge fruchtbar ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Immer wieder wurden ihre Vorschläge von National- oder Ständeräten aufgegriffen und weiterverfolgt.

Nachdem im letzten Jahr die Abwesenheit des Bundesrats, ausgerechnet im Jubiläumsjahr, für Enttäuschung und Kritik sorgte (Tink berichtete), wird dieses Jahr gar die Bundespräsidentin zu den Jungpolitiker*innen sprechen. Diese Gelegenheit will sich Tink natürlich nicht entgehen lassen und wird mit Doris Leuthard ein italienisch- und deutschsprachiges Interview führen.

Den Abschluss und das Highlight der Jugendsession bildet der Sonntag: Ganz wie bei den »Grossen« übertragen wir die Session im Parlament, live und unzensiert. Ausserdem wollen wir Teilnehmer*innen aus allen Sprachregionen in kurzen Interviews zu den Vorlagen befragen. Den Link zum Livestream findest du ab Sonntag, 08:50, hier: tink.ch/livestream.