Gesellschaft | 31.05.2017

Tinkjunior: Sechs Wochen ohne Smartphone – ein Albtraum?

6 Wochen auf etwas verzichten, was einem sehr wichtig ist, aber zum Leben eigentlich nicht notwendig ist: Diesem Selbstversuch stellten sich vom 5. März bis Ostern Jugendliche und Erwachsene aus den Kantonen Bern und Solothurn - darunter auch ich. Ein Bericht.
Sechs Wochen ohne Smartphone eine Herausforderung, die sich lohnt.
Bild: pixabay.com | Stocksnap

Die Challenge nennt sich «Time:Out» und wurde vom Blauen Kreuz ins Leben gerufen. Dieses Jahr wurde sie zum 33. Mal durchgeführt. Verzichten kann man zum Beispiel auf das Handy, die sozialen Medien, Alkohol, Drogen oder Süssigkeiten. Ziel dieses Verzichtes ist es, von schlechten Angewohnheiten weg zu kommen.

Auch ich gehöre zu den Leuten, die sich diesem Versuch stellten. Ich habe während 6 Wochen auf mein Smartphone verzichtet. Auf «Time:Out» wurde ich aufmerksam, da zwei Jugendsozialarbeiterinnen der OKJA unserer Gemeinde bereits vorher als Werbeaktion 4 Wochen auf Süssigkeiten verzichtet hatten. Ich habe mich aber erst im letzten Moment dazu entschlossen, teilzunehmen. Diese Entscheidung bereue ich keine Sekunde. Ich habe gelernt, dass man nicht immer alles mit dem Handy irgendwo in sozialen Netzwerken teilen muss, um glücklich zu sein und dass das Smartphone ein zusätzlicher Stressfaktor in meinem Leben ist. Ohne mein Smartphone verbrachte ich insgesamt mehr Zeit mit meiner Familie und mit meinen Freunden. Während den 6 Wochen habe ich aber auch verstanden, dass man, zumindest als Teenager, ziemlich aufgeschmissen ist, wenn man kein Handy hat, da heute ziemlich viel über WhatsApp organisiert wird – unter anderem das Training der beiden Sportclubs, bei denen ich dabei bin. Als Abschluss kann ich sagen, dass ich diese Challenge jedem empfehlen kann. Ob man jetzt auf das Handy oder sonst etwas verzichtet, es ist eine wertvolle Erfahrung, die man nicht bereuen wird.