Sport | 21.05.2017

Luzern unterliegt auch YB

Text von Jonas MBarki | Bilder von zVg
Der FC Luzern geht auch in Bern unter. Die Zentralschweizer müssen nach der erneuten Niederlage um die Europa-League Qualifikation bangen, während die Berner den zweiten Platz nun gefestigt haben und somit nächste Saison um einen Champions-Legaue Platz spielen können. Miralem Sulejamani ist mit zwei Toren massgeblich am Sieg von YB beteiligt.
YB-Akteur Denis Zakaria feiert nach dem Spiel mit seinen jungen Fans den Sieg seiner Mannschaft.
Bild: zVg

Startfeuerwerk der Berner

Kaum angespielt zappelte der Ball bereits im Netz. Das Spiel dauerte erst zehn Sekunden, als sich die YB-Akteuere Frey, Ravet und Sulejmani durch die Luzernabwehr tankten. Letzterer liess sich nicht zweimal bitten und bezwang Jonas Omlin im Tor des FCL. Es ist eines der schnellsten Tore in der Geschichte der Super League.

Das Spiel war lanciert und der neutrale Zuschauer auf die Reaktion der Zentralschweizer gespannt. Diese blieb vorerst aus und nach zwei Minuten hätte Sulejmani beinahe zum zweiten Mal eingenetzt. Sein Kopfball zischte jedoch knapp über das Tor. Nach sieben Minuten zeigten sich erste Offensivzeichen der Gäste aus Luzern.
Marco Schneuwly, ein ehemaliger YB-Stürmer, flankte zur Mitte, wo Juric mit einem starken Kopfball den Ausgleich erzielte. Dabei sah wirkte die YB-Abwehr nicht, denn Juric hatte ziemlich viel Platz um zum Kopfball anzusetzten. Nach diesen beiden Toren flachte das Spiel etwas ab und beide Teams liessen keine sehenswerte Chance mehr zu. Bis zur 25. Minute plätscherte das Spiel so vor sich hin. Danach konnte sich das Team von Adi Hütter jedoch steigern und YB kam wieder vermehrt zu gefährlichen Angriffen.

Passive Luzerner

Luzern zeigte sich nun sehr passiv und der junge Torhüter des FCL, Jonas Omlin, löste bei manch einem Mitleid aus. Zwar parierte er gegen Michael Frey magistral, er musste jedoch in der 29. Minute erneut einen Ball aus dem Netz fischen. Nach einem Freistoss von der rechten Seite, wusste Sulejmani die Flanke von Ravet per Kopf zu verwerten. Die erneute Führung des Heimteams hinterliess jedoch einen bitteren Nachgeschmack, denn das Tor entstand vermutlich aus einer knappen Abseitsposition. YB übernahm nun das Spieldiktat und wer auf eine Reaktion des FCL hoffte, täuschte sich sehr.

Die Gäste zeigten sich ängstlich-passiv und konnten keine Offensivakzente mehr setzen. Besser machte es YB: Das Heimteam konnte in der 35. Minute die Führung ausbauen. Nach einem Pass in den Rücken der FCL-Abwehr scheiterte Frey an einem Bein eines Abwehrspielers. Den Abpraller verwertete YB-Neuzugang Roger Assale jedoch ohne Problem. Die zweite Halbzeit ging im gleichen Stil weiter, wie die erste aufgehört hatte. Die Berner dominierten die Gäste nach Belieben. Ihr schenlles Umschaltspiel brachte immer wieder grosse Gefahr mit sich. Schliesslich erzielte in der 60. Minute Michael Frey das Tor zum 4-1 für YB. Nach einem herrlichen Pass von Zakaria auf Sulejmani, wusste dieser Frey in der Mitte zu bedienen, welcher nur noch einschieben musste.
In der Folge hätten die Berner gut noch das eine oder andere Tor erzielen können, oder eher müssen. Bertone und Aebischer sahen ihre Schüsse jeweils am Aluminium abgeprallt.

Das Schlussresultat von 4-1 für YB stösst den FCL weiter in die Krise. Yvon Mvogo, Torhüter von YB, freute sich nach dem Spiel über den klaren Sieg: «Wir haben jetzt den zweiten Platz auf sicher und auch wenn ich nicht mehr dabei sein werde, freue ich mich, dass diese Mannschaft nächste Saison an der Champions-League-Qualifikation spielen darf. Ich bin heute sehr stolz auf diese Mannschaft. Der Auftritt heute ist einfach nur lobenswert», meinte Mvogo, der im Sommer zu RB Leipzig in die Bundesliga wechseln wird.