Gesellschaft | 21.08.2016

«Der Wolf ist tot. Es lebe der Bock!»

Text von Jonas MBarki | Bilder von Jonas M'Barki
Am Samstag war das Festivalgelände so voll wie noch nie an diesem Wochenende. Die grosse Masse konnte bei der Enthüllung des neuen Logos dabei sein - sowie Zeuge von ausgerissenen Pavillons werden.
  • Da ist es: Das neue Logo des Open Airs Gampel.

    Bild: Jonas M'Barki - 1 / 4

  • Büne Huber gab alles, um die Zuschauer zu überzeugen.

    Bild: Jonas M'Barki - 2 / 4

  • The BossHoss rockte die Hauptbühne.

    Bild: Jonas M'Barki - 3 / 4

  • Trotz Verspätung lieferte Parov Stelar eine grossartige Show.

    Bild: Jonas M'Barki - 4 / 4

Patent Ochsner, Parov Stelar, The BossHoss und viele mehr: Der dritte Tag des Open Airs Gampel war vielfältig. Auch das Komitee des Open Airs hatte etwas spezielles auf dem Programm: Das neue Logo wurde vor den Augen tausender Fans enthüllt – mit einer grossen Überraschung.

Open Season statt Sophie Hunger

Jegliche Bands, die am Samstag spielten, zeigten grossartige Shows und hätten es verdient, ein grosses Publikum zu haben, jedoch füllte erst die Ersatzband für Sophie Hunger, Open Season, den Platz vor der Bühne. Die Berner, die bereits mit dem Fussballer Guillaume Hoarau einen Song produzierten, liessen die Abwesenheit von Sophie Hunger in den Hintergrund rücken.

Es folgte das für viele Besucher beste Konzert des Open Airs: Büne Huber zeigte mit seiner Band Patent Ochsner eine Show der Extraklasse, spielte bekannte Lieder und das Publikum überfüllte das Bühnengelände bedeutend, um noch einen Blick von den Bernern zu erhaschen.

The BossHoss, eine deutsche Rockband, die schon zum dritten Mal am Open Air Gampel spielte, liess die Herzen der Konzertbesucherinnen höher schlagen. In engen Lederjacken und weissen Cowboyhüten standen sie auf der Bühne und zeigten, dass man ohne Problem eine Stunde lang herumtoben kann. Die Fans waren in bester Stimmung – vor allem nachdem der Frontsänger Alec Völkel ein Bad in der Menschenmenge nahm.

Parov Stelar mit Verspätung – grosse Freude bei der Logoenthüllung

Niemand wusste genau, wer Gerd & Da Polis genau ist; man wusste, dass der Festivalsong von ihnen stammt und dass sie um 23:15 – kurz vor Parov Stelar – auftreten sollten. Die tausendene Fans, die eigentlich auf den Act von Parov Stelar warteten, wurden aufgeklärt: «Der Wolf ist tot. Es lebe der Bock.» Der angekündigte Logowechsel mit einem Wolf hatte im Vorfeld für viel Gesprächsstoff und Shitstorms gesorgt; nun wurde das echte Logo vom Open Air Gampel enthüllt: der Gampel-Bock war zurück.

Alle waren bereit für den Auftritt des Headliners Parov Stelar. Die Österreicher konnten jedoch nicht rechtzeitig mit ihrem Konzert beginnen, da einige Bandmaterialien mit einem Bus auf dem Nufenen stecken blieben.

Als die Band auf die Bühne stand, ging die Party los. Niemand konnte bei den Electro-Swing Tönen still stehen. Parov Stelar überzog mit ihrer Show: die Leute konnten nicht genug kriegen.

Der Abend bot leider auch noch unangenehme Überraschungen: Der heftige Wind fegte auf dem Zeltplatz einige Pavillons und Zelte weg, sodass der Eine oder Andere noch spät in der Nacht bei den Nachbarn – oder auf dem Rest des Zeltplatzes – sein Material zusammensuchen musste.

Trotz den Unannehmlichkeiten ist die Stimmung am Sonntagmorgen immer noch toll und die Festivalbesucher freuen sich auf die letzten Konzerte. Es treten unter anderem Müslüm, 7 Bombay Street und Bastian Baker auf.