Sport | 17.08.2016

Am Ende gewann der Effizientere

Text von Jonas MBarki | Bilder von Jonas M'Barki
YB greift nach dem Coup gegen Donezk nach den Sternen. Die letzte Hürde auf dem Weg der Berner ist jedoch keine Geringere als der Bundesligist Borussia.
Die Champions League Hymne schallt durchs Stade de Suisse. Aus Schweizer Sicht: hoffentlich nicht zum letzten Mal.
Bild: Jonas M'Barki

Vor 30’224 Zuschauern zeigte YB eine sehr starke Leistung gegen den Favoriten aus Gladbach. Die Atmosphäre im beinahe ausverkauften Stade de Suisse war grandios, dies auch dank den vielen Fans, die aus Deutschland angereist sind. Erst am Ende des Spieles konnten die Gäste dank einem Doppelschlag den Sack zumachen.

YB hält frech dagegen

Es war alles angerichtet für einen perfekten Fussballabend. Die Affiche stimmte und die Mannschaft von Adi Hütter war heiss auf das Hinspiel gegen den letztjährigen Vierten der deutschen Bundesliga.

Die Gäste dominierten das Spiel und versuchten mit einem schnellen Umschaltspiel die Verteidigung zu durchbrechen. Der stark aufspielende Traoré war oft der gesuchte Mann und in der 11. Minute war der Flügelspieler zu schnell für Lecjaks, er flankte scharf zur Mitte, wo der ex-FCZ Spieler Raffael wartete. Dieser vernaschte die YB-Abwehr und schoss seine Borussen mit einem herrlichen Flachschuss in Führung.

Die Berner hielten aber nach wie vor gut dagegen und hatten in der 45. Minute auch eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Hoaraus Versuch zischte aber knapp am Tor von Yann Sommer vorbei.

YB mit Chancenplus – Gladbach effizient

Nach der Pause kamen die Berner zunehmend besser ins Spiel und arbeiteten gut nach vorne, doch der letzte Pass fand nicht seinen Empfänger. Anders in der 56. Minute: als Sutter Ravet lancierte und der Franzose zur Mitte flankte. Für einmal stand dort Sulejmani ohne Verteidiger und nutzte dies dankend aus.

Das Spiel war neu lanciert und als in der 65. Minute Hoaraus Kopfball den Pfosten streifte, hätten die Berner die Führung nun definitiv verdient.

Wie aus heiterem Himmel schoss in der 67. Minute der eingewechselte André Hahn die erneute Führung für die Gäste aus dem Ruhrgebiet. YB brachte den Ball nicht aus der gefährlichen Zone, Bertone wurde noch hart angegangen, bevor der Ball zu Hahn sprang, der sich nicht zweimal bitten liess – bitter für die Berner.

Als in der 69. Minute Raffaels Volley-Versuch noch unhaltbar von Rochat ins eigene Tor abgelenkt wurde, waren die Hauptstädter definitiv am Ende. Die Gladbacher spielten die 3-1 Führung routiniert runter und gehen nun mit einem sehr dicken Polster ins Rückspiel von nächster Woche.