10 Jahre Tink.ch: Ein Jubiläum bringt Veränderungen mit sich

Tink.ch, das grösste Schweizer Online-Magazin für Jugendliche, wurde am 1. April 2016 schon 10 Jahre alt. Dies wurde mit redaktionellen Inhalten über die Personen hinter dem Verein gefeiert, so zum Beispiel Vivienne, BasilSofiya oder Carlo.

Neugierig? Schau doch einfach mal rein.

Ein Magazin, für das Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren schreiben und das journalistische Handwerk erlernen dürfen: Mit dieser Idee startete Andreas Renggli am 1. April 2006 das Onlinemagazin Tink.ch, basierend auf der Berner Stadtagenda Youthguide. Dieser freut sich, dass sich Tink.ch über 10 Jahre gehalten hat: «Es ist erstaunlich, dass sich immer wieder engagierte junge Menschen finden lassen. Ich hätte mir nie erträumt, dass sowas möglich ist», so der heutige Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Polarstern. Das komplette Interview lässt sich übrigens hier finden.

Inzwischen ist dieses Jahr so einiges passiert, wir konnten einige engagierte Tinkler für uns gewinnen. So führt seit März der 15-jährige Ben Bronzstein das Finanzressort, im Tessin ist nun Giulia Petralli für den Aufbau des Marketing verantwortlich und auch das Präsidium ist neu besetzt: Anita Béguelin und Olivia Borer führen den «Chefposten» gemeinsam, Selver Kabacalman amtiert als Vizepräsidentin. Auch bei den Redaktionen sind neue Namen zu nennen: Die neue Chefredaktorin der Deutschschweiz heisst Mélanie Baierlé, und in Zürich ist neu Auline Sanchez Co-Redaktionsleiterin.

An dieser Stelle wollen wir uns auch herzlich bedanken bei unserer ehemaligen Co-Präsidentin Ursina Ghilardi und den Chefredaktorinnen Sofiya Miroshnyk und Julia Neudert, die uns im Laufe dieses Jahres für neue Herausforderungen verlassen haben beziehungsweise verlassen werden. Ihr habt alle eine wunderbare Arbeit geleistet und das Team auf wunderbare Weise bereichert.

Auch aktuell sind immer noch verschiedene Stellen ausgeschrieben, die du hier finden kannst. Wir suchen stets nach motivierten Gspändli, die sich für den Journalismus einsetzen und hinter den Kulissen von Tink.ch arbeiten wollen. Wenn du aber lieber noch etwas lernen willst, komm doch zum Reporter-Workshop von Martin Sturzenegger. Der Züri-Journalist beim «Tages-Anzeiger» startete übrigens auch bei Tink.ch und freut sich, die nächste Generation zu unterstützen.

Und neben der Arbeit kommt das Vergnügen natürlich auch nicht zu kurz: Am 24. September feiern wir unser grosses Jubiläum! Alle Tink.ch-ler und Begeistere sind herzlich eingeladen – wir freuen uns auf dich.

Anglizismen – hot oder not?

Egal ob im Talk mit Friends, beim Chatten oder in der Werbung. In unserem everyday’s life kommen wir oft mit Anglizismen in touch. Also mit englischen Wörtern, die es in die deutsche Alltagssprache geschafft haben. Englische Wörter benutzt man entweder, weil es kein deutsches Wort dafür gibt, oder um cool zu sein. Teilweise aber auch einfach, weil es der Standard ist oder eben auch nur aus schlichter Laziness.

Fake-Anglizismen

Wer denkt, seine Englisch-Skills dank diesen Anglizismen verbessern zu können und davon ausgeht, dass die Sprache dadurch easy wird, liegt falsch. Viele dieser englischen Wörter sind incorrect oder haben eine andere Signification. Classic ist ja das Wort «Handy» für Mobiltelefon, was im Englischen so viel wie «geschickt» oder «griffbereit» bedeutet. Das mag ja auf die Handys zutreffen, doch im United Kingdom sagt man anstelle von Handy «mobile» und in den USA «cell».

Weitere Beispiele sind Oldtimer, für welche der korrekte Ausdruck im Englischen «vintage car» wäre. Auch treffen sich viele Sport-Fans anlässlich der Euro oder der Olympia zum «Public Viewing». In England bekommt man bei einer solchen Veranstaltung jedoch keine fitten Sportler und Sportlerinnen zu sehen, sondern anstatt dessen Leichen, was ja schon ziemlich weird ist.

Influence durch Fremdsprachen

Die deutsche Sprache ist schon old und hat sich im Verlauf der Zeit stark gewandelt. Immer wieder haben sich die Deutschsprachigen bei Wörtern aus anderen Sprachen bedient. Früher war Französisch die Number One. Doch vom neuen französischen Touch der Sprache waren viele not amused. So wurden Ende des neunzehnten Jahrhunderts vor allem in Deutschland viele französische Lehnwörter durch deutsche ersetzt (wie «Fahrkarte» für «Billet» oder «Bahnsteig» für «Perron»). Doch gerade in der Schweiz haben sich viele dieser Wörter gehalten. Wer darauf achtet, findet Dutzende dieser sogenannten Gallizismen, die für uns heutzutage normale deutsche Wörter in der Alltagssprache darstellen.

Dass das gleiche auch mit den Anglizismen passiert, ist sehr wahrscheinlich. Schon heute können wir nicht mehr ohne einige solcher Begriffe kommunzieren. Oder verwendest du etwa nicht die Bezeichnung «Toast», «shoppen» oder «Baby»? Oder sagst du «Rechner» anstelle von «Computer»?

Ein No-Go?

Anglizismen zu verwenden, um möglichst cool zu wirken, ist absoluter Bullshit. Selbst wenn der Content des Gespräches interessant ist, gerät dieser in den Hintergrund, da die Anglizismen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dieser Kommunikationsstil nervt.

Dasselbe gilt für geschriebene Texte. In einem Whatsapp-Chat reklamiert wohl niemand, jedoch in einer Arbeit für die School oder in einem Zeitungsartikel sind die aus dem Englischen importierten Wörter annoying und der Text macht eine unseriösere Impression.

Klar ist auch, dass teilweise nur englische Wörter verwendet werden können, da es keine Alternative zu geben scheint. Vor allem im IT-Bereich. Und manchmal gibt ein gut platzierter Anglizismus in einem interessanten Gespräch oder in einem spannenden Artikel den nötigen Schwung mit rein, er lockert auf. Doch wird die Verwendung übertrieben, ensteht schnell ein negativer Effekt.

Generell macht es Sinn, wenn möglich anstelle eines Anglizismus ein deutsches Wort einzusetzen. Wie zum Beispiel anstatt Meeting «Sitzung» zu verwenden oder «Veranstaltung» statt Event.

Es ist davon auszugehen, dass einige Wörter aus dem Englischen in das deutsche Vocabulary aufgenommen werden und dann auch dort verbleiben. So wie das bereits mit den französischen Begrifflichkeiten der Fall war. Und hopefully bleiben die most beautifulen Wörter.

«Der Wolf ist tot. Es lebe der Bock!»

Patent Ochsner, Parov Stelar, The BossHoss und viele mehr: Der dritte Tag des Open Airs Gampel war vielfältig. Auch das Komitee des Open Airs hatte etwas spezielles auf dem Programm: Das neue Logo wurde vor den Augen tausender Fans enthüllt – mit einer grossen Überraschung.

Open Season statt Sophie Hunger

Jegliche Bands, die am Samstag spielten, zeigten grossartige Shows und hätten es verdient, ein grosses Publikum zu haben, jedoch füllte erst die Ersatzband für Sophie Hunger, Open Season, den Platz vor der Bühne. Die Berner, die bereits mit dem Fussballer Guillaume Hoarau einen Song produzierten, liessen die Abwesenheit von Sophie Hunger in den Hintergrund rücken.

Es folgte das für viele Besucher beste Konzert des Open Airs: Büne Huber zeigte mit seiner Band Patent Ochsner eine Show der Extraklasse, spielte bekannte Lieder und das Publikum überfüllte das Bühnengelände bedeutend, um noch einen Blick von den Bernern zu erhaschen.

The BossHoss, eine deutsche Rockband, die schon zum dritten Mal am Open Air Gampel spielte, liess die Herzen der Konzertbesucherinnen höher schlagen. In engen Lederjacken und weissen Cowboyhüten standen sie auf der Bühne und zeigten, dass man ohne Problem eine Stunde lang herumtoben kann. Die Fans waren in bester Stimmung – vor allem nachdem der Frontsänger Alec Völkel ein Bad in der Menschenmenge nahm.

Parov Stelar mit Verspätung – grosse Freude bei der Logoenthüllung

Niemand wusste genau, wer Gerd & Da Polis genau ist; man wusste, dass der Festivalsong von ihnen stammt und dass sie um 23:15 – kurz vor Parov Stelar – auftreten sollten. Die tausendene Fans, die eigentlich auf den Act von Parov Stelar warteten, wurden aufgeklärt: «Der Wolf ist tot. Es lebe der Bock.» Der angekündigte Logowechsel mit einem Wolf hatte im Vorfeld für viel Gesprächsstoff und Shitstorms gesorgt; nun wurde das echte Logo vom Open Air Gampel enthüllt: der Gampel-Bock war zurück.

Alle waren bereit für den Auftritt des Headliners Parov Stelar. Die Österreicher konnten jedoch nicht rechtzeitig mit ihrem Konzert beginnen, da einige Bandmaterialien mit einem Bus auf dem Nufenen stecken blieben.

Als die Band auf die Bühne stand, ging die Party los. Niemand konnte bei den Electro-Swing Tönen still stehen. Parov Stelar überzog mit ihrer Show: die Leute konnten nicht genug kriegen.

Der Abend bot leider auch noch unangenehme Überraschungen: Der heftige Wind fegte auf dem Zeltplatz einige Pavillons und Zelte weg, sodass der Eine oder Andere noch spät in der Nacht bei den Nachbarn – oder auf dem Rest des Zeltplatzes – sein Material zusammensuchen musste.

Trotz den Unannehmlichkeiten ist die Stimmung am Sonntagmorgen immer noch toll und die Festivalbesucher freuen sich auf die letzten Konzerte. Es treten unter anderem Müslüm, 7 Bombay Street und Bastian Baker auf.

Heisse Konzerte am Open Air Gampel

Der Freitag am Open Air Gampel war ausserordentlich heiss: zum einen wegen der starken Sonne, zum anderen wegen der Pyrotechnik während den Shows. Die Stimmung im Wallis ist grandios, auch wenn die Wetterprognosen nicht die besten sind.

Bereits nachmittags ein volles Gelände

Im Vergleich zum Vortag füllte sich gestern das Festivalgelände bereits früh. Die altbekannte Rap-Gruppe Breitbild stand auf der Bühne. Die Bündner wussten, wie sie an diesem heissen Nachmittag das Publikum begeistern können und bieteten eine bescheidene – aber tolle – Show. Bereits vor acht Jahren trat Breitbild am Open Air Gampel auf und sie freuten sich sichtlich, wieder hier sein zu dürfen.

Nach dem Auftritt von Breitbild wechselte die Musikrichtung krass: Asking Alexandria rockte die Hauptbühne. Die britische Metalcore-Band, die seit 2015 einen neuen Sänger hat, überzeugte mit harten Tönen und hochmelodischen Gitarrenriffs zugleich.

Mit den zwei nächsten Bands nahm die Härte der Musik ab, doch Clutch und Eagles Of Death Metal wussten das Publikum mit solidem Rock zu begeistern.

Es wurde heisser

Die australische Metalcore-Gruppe Parkway Drive war überwältigt vom Publikum und von der Landschaft des Open Airs Gampel: für den Frontsänger, Winston McCall, der schönste Auftrittsort ihrer Bandkarriere.

Sie belohnten den Einsatz des Publikums mit einer sensationellen Pyroshow. Das Publikum war begeistert und als mit Blumentopf noch eine grossartige Hip-Hop Band aus Deutschland auftrat, waren die Festivalgänger definitiv in Ekstase. Für ihre Abschiedstour feierte das Publikum die Deutschen regelrecht.

Robin Schulz, der zweite weltbekannte DJ am diesjährigen Open Air, legte um 23:00 auf. Im Gegensatz zu Alan Walker, der am Donnerstag auftrat, riss Robin Schulz das Publikum mit und nutzte die Pyrotechnik grosszügig aus.

Am Samstagmorgen war das Festivalgelände länger geschlossen als geplant, da das Gelände an das Wetter angepasst werden musste. Die Prognosen für heute versprechen zwar nicht das beste Wetter, aber die Zuschauer werden sich nicht aufhalten lassen, bei Acts wie Patent Ochsner, Parov Stelar, oder The BossHoss lautstark mitzusingen.

Das Open Air Gampel hat begonnen: zuerst gemütlich – dann kam Sum 41.

Es ist bereits die 31. Ausgabe des Open Airs Gampel und das Line-Up hat für beinahe jeden Musikgeschmack etwas zu bieten: Gestern reichte das Programm von Walliser Seema über Sum 41 bis zu Alan Walker.

Gemütlicher Beginn

Das erste Konzert ging um 14:30 auf der Hauptbühne los: Die Musik der Band Model Aeroplanes aus Dundee, Schottland, war gemütlich und das Publikum, das langsam das Gelände füllte, liess sich noch nicht mitreissen.

Als um 18:15 Sum 41 auftrat, ging das Festival richtig los. Die kanadische Band hat bereits über 12 Millionen Alben verkauft und trat schon an über 300 Konzerten in einem Jahr auf. Zum ersten Mal wurde das Publikum einbezogen – einige Zuschauer durften sogar auf die Bühne.

Die Masse tobte und als die bekannten Titel wie «Still Waiting» oder «Fat Lips» spielten, kamen bei einigen Zuschauern Jugendgefühle auf: «Letztes Jahr spielte Simpleplan und bereits da kamen Erinnerungen an meine Jugend auf. Dieses Jahr Sum 41 – einfach genial!», erzählte ein munterer Festivalbesucher.

Pyros bei KIZ

Am Abend durften sich die Rap-Fans freuen: Mit KIZ wurde der White-Stage durch eine bekannte deutsche Rapper-Gruppe belebt. Tiefgründige Texte waren nicht die Stärke von KIZ und das Publikum liess sich anfänglich nicht begeistern. Als aber bekannte Titel wie «Ein Affe und ein Pferd» durch die Boxen hallten, brach der Bann – einige Zuschauer zündeten sogar Pyros. Die Fans schienen sehr zufrieden mit der Show.

Mit Biffy Clyro stand um 23:00 Uhr eine schottische Rockband auf dem Programm. Der strömende Regen liess das Publikum nicht zurückschrecken. Die Rock-Magier beeindruckten mit ihren ständigen Rhythmuswechseln.

Alan Walker machte den Abschluss eines tollen Festivaltages. Aus unerklärlichen Gründen war die Show bereits nach 50 Minuten zu Ende – und nicht nach den geplanten 75 Minuten.

Am Freitag wird es das Gampel sehr hitzig und mit Robin Schulz steht ein weiterer Headliner auf dem Programm.

Am Ende gewann der Effizientere

Vor 30’224 Zuschauern zeigte YB eine sehr starke Leistung gegen den Favoriten aus Gladbach. Die Atmosphäre im beinahe ausverkauften Stade de Suisse war grandios, dies auch dank den vielen Fans, die aus Deutschland angereist sind. Erst am Ende des Spieles konnten die Gäste dank einem Doppelschlag den Sack zumachen.

YB hält frech dagegen

Es war alles angerichtet für einen perfekten Fussballabend. Die Affiche stimmte und die Mannschaft von Adi Hütter war heiss auf das Hinspiel gegen den letztjährigen Vierten der deutschen Bundesliga.

Die Gäste dominierten das Spiel und versuchten mit einem schnellen Umschaltspiel die Verteidigung zu durchbrechen. Der stark aufspielende Traoré war oft der gesuchte Mann und in der 11. Minute war der Flügelspieler zu schnell für Lecjaks, er flankte scharf zur Mitte, wo der ex-FCZ Spieler Raffael wartete. Dieser vernaschte die YB-Abwehr und schoss seine Borussen mit einem herrlichen Flachschuss in Führung.

Die Berner hielten aber nach wie vor gut dagegen und hatten in der 45. Minute auch eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Hoaraus Versuch zischte aber knapp am Tor von Yann Sommer vorbei.

YB mit Chancenplus – Gladbach effizient

Nach der Pause kamen die Berner zunehmend besser ins Spiel und arbeiteten gut nach vorne, doch der letzte Pass fand nicht seinen Empfänger. Anders in der 56. Minute: als Sutter Ravet lancierte und der Franzose zur Mitte flankte. Für einmal stand dort Sulejmani ohne Verteidiger und nutzte dies dankend aus.

Das Spiel war neu lanciert und als in der 65. Minute Hoaraus Kopfball den Pfosten streifte, hätten die Berner die Führung nun definitiv verdient.

Wie aus heiterem Himmel schoss in der 67. Minute der eingewechselte André Hahn die erneute Führung für die Gäste aus dem Ruhrgebiet. YB brachte den Ball nicht aus der gefährlichen Zone, Bertone wurde noch hart angegangen, bevor der Ball zu Hahn sprang, der sich nicht zweimal bitten liess – bitter für die Berner.

Als in der 69. Minute Raffaels Volley-Versuch noch unhaltbar von Rochat ins eigene Tor abgelenkt wurde, waren die Hauptstädter definitiv am Ende. Die Gladbacher spielten die 3-1 Führung routiniert runter und gehen nun mit einem sehr dicken Polster ins Rückspiel von nächster Woche.

Strassenmusik statt Street-Parade

Endlose Auswahl

Wer Live-Musik schätzt, sollte die Street-Parade das nächste Mal sausen lassen und sich in Bern die Vorstellungen der unterschiedlichsten Richtungen ansehen und -hören. Bei 150 KünstlerInnnen aus rund 20 Nationen dürfte auch der Wählerischste etwas nach seinem Geschmack finden. Ob gefühlvoller Indie-Pop von der Bielerin Marey oder doch lieber harter Punk-Rock von der Luzerner Band Blind Butcher? Oder da wären ja noch die schottischen Folk-Rocker, bei denen sich das Publikum automatisch zu bewegen beginnt. Aber auch die bunte Chanson-Truppe der aus Frankreich angereisten Band Fatras ist nicht zu verachten… Ja, die Liste könnte noch lange so weitergehen. Selbst wer alle drei Tage von Anfang 18 Uhr bis Ende 24 Uhr anwesend war, wird wohl kaum alle Bands gesehen haben.

Zufriedenes Publikum

Das Buskers Bern ist in vollem Gang. Ein Musiker mit Zylinder versucht, mit seinem rollenden Equipment durch die enge Gasse zu kommen. «Achtung, meine Damen und Herren! Deplacez- vous!» hallt es durch die Lauben. Unzählige ZuschauerInnen bilden in der Marktgasse eine beachtliche Traube um die Ska-Truppe King Porter Stomp aus Grossbritannien. Ratsam ist, nicht erst anzukommen, wenn die Künstler schon spielen, sondern sich den Platz schon jeweils vor dem Beginn der Konzerte zu sichern.

Die Leute lächeln, Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Eltern, um einen besseren Blick zu erhaschen. Es scheinen am frühen Samstagabend alle Altersgruppen vertreten zu sein. Wer sich zwischendurch verpflegen will, kann dies an einem der unzähligen Stände tun. Von Indisch bis Mexikanisch oder einfach nur regionale Gerichte. Wer die Wahl hat, hat auch die Qual.

Mit einem Fischernetz bewaffnet sammeln Bandmitglieder das nötige Kleingeld von den Zuschauern ein, welches die alleinige Gage der Künstler darstellt. Deshalb raten die Organisatoren, spendabel Münzen zu verteilen. Auch wenn der Zugang zum Festival theoretisch gratis ist, werden Bändeli verkauft, um die Kosten der Organisation zu decken. Damit auch nächstes Jahr wieder Strassenmusik durch das Unesco-Weltkulturerbe schallt!

Hiltl, das Vegi-Restaurant schlechthin

Der Hauptstandort befindet sich an der Sihlstrasse 28 in Zürich und verfügt über ein reichhaltiges Buffet, welches über 100 heisse und kalte vegetarische und vegane Spezialitäten aus der Schweiz und aller Welt im Angebot hat. Die frisch gepressten Säfte sowie die erstklassigen Kaffee- und Teespezialitäten runden das vielfältige Angebot perfekt ab. Abgesehen vom Selbstbedienungsbereich verfügt der Hauptstandort sowohl im Parterre als auch im 1. Stock über ein bedientes «À la Carte»-Restaurant. Das «Riz Colonial» zählt zu seinen Klassikern: Reis trifft auf eine süsse Currysauce, Pilze und Cashews – garniert mit diversen Früchten und Rahmhaube, ein «Gedicht». Ein zusätzlicher Klassiker, der im Übrigen nach dem Original benannt wurde, ist das legendäre «Züri Geschnetzeltes», welches anstelle von Fleisch mit Bio-Seitan zubereitet wird. Kaum zu glauben, aber wahr: Seit einigen Jahren steht auch ein Tatar auf der Menükarte. Das Rezept beruht auf einem Geheimrezept. Doch einige Hiltl-Gerichte können in den trauten vier Wänden nachgekocht werden: «Hiltl. Vegetarisch. Die Welt zu Gast.», «Hiltl. Vegetarisch nach Lust und Laune.», «Vegan Love Story by tibits & Hiltl» und «Meat the Green»  lüften so manch Geheimnis um traditionelle Hiltl-Gerichte. Inspiration für die Gerichte seien Reisen, andere Kochbücher, Social Media und Gäste, so Rolf Hiltl. Doch der gesunde Genuss hat auch seinen Preis.

Altbewährtes trifft auf saisonale Gerichte

Früher war dieses Restaurant unter dem Namen «Wurzelbunker» bekannt. 1951 begab sich Margrith Hiltl, die Grossmutter von Rolf Hiltl, zum Welt-Vegetarierkongress in Delhi. Ab diesem Zeitpunkt wurde die indische Küche eingeführt. Noch heute ist diese ein wichtiger Bestandteil der Menükarte.

Mit Sicherheit liegt ein wesentlicher Teil des Erfolges dieses Familienimperiums wohl darin, dass die meisten Menüs und auch Säfte beständig geblieben sind. Im Gespräch mit Rolf Hiltl kristallisiert sich heraus, dass er, der mit Erfolg ein Unternehmen führt, auf Tradition und Innovation Wert legt und dies eine Art Grundlage für sein Schaffen bildet. Dementsprechend entstehen kontinuierlich neue Gerichte.

Schlüpfen wir in die Rolle des Gastes, der einen hektischen (Arbeits-)Tag im Hiltl ausklingen lässt. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Einrichtung ein bunter Mix zwischen modern und antik ist: ein Ort des Wohlfühlens. Wobei die Mitarbeitenden, von denen einige schon über zwanzig Jahre mit an Bord sind, eine entscheidende Rolle spielen.

«All in one»

Die Lokalität transformiert sich nachts in den Hiltl Club. Seitwärts des Hauptstandortes befindet sich der Hiltl Laden mit der ersten Vegi-Metzgerei der Schweiz, die im Jahr 2013 eröffnet wurde. Im Angebot stehen etwa vegetarische und vegane Delikatessen für zu Hause, auserlesene Gewürze und Chutneys. Ausserdem können im Hiltl-Laden zudem Hiltl-Kochbücher sowie Küchenutensilien erworben werden.

Seit Ende Oktober 2015 gibt es ausserdem die Hiltl Akademie, die ebenfalls in den Hauptstandort integriert wurde, sie befindet sich unterhalb des Daches. Mit der Hiltl Akademie hat Rolf Hiltl einen Ort geschaffen, welcher unter anderem Kochkursen und Kochevents dient. Hiltl ist des Weiteren in auserlesenen Badeanstalten der Stadt Zürich sowie im Gebäude des PKZ Woman zu finden.


Wo ist das neueste Lokal in Zürich zu finden? Hier geht die Post ab!

Diario “a bordo”

Sabato 2 luglio:

Dopo dodici interminabili ore di viaggio, finalmente arriviamo a destinazione. Amsterdam si presenta più tranquilla di quello che ricordavo e una volta entrati nella nostra woonboot, la nostra settimana sull’acqua inizia.

La casetta è più carina del previsto e per fortuna ci sono abbastanza piumoni per la notte, perché diventa proprio fresco. La woonboot si trova subito dopo un ponte quindi alla nostra sinistra non c’è niente mentre a destra c’è una lunga fila di altre case sull’acqua. Alla ricerca di un ristorante dove mangiare e guardare Germania-Italia per gli europei di quest’anno, osserviamo attentamente le altre case. Ce ne sono di più lunghe, di più corte, di più larghe e altre addirittura a più piani.

Alcune hanno il giardino e altre anche dei piccoli pontili da cui è possibile lasciare la casa con una barca a remi.

Solitamente queste case galleggianti sono realizzate in legno e acciaio.

Davanti al nostro grazioso salotto, che ha una grande vetrata che si affaccia sul canale, è ormeggiata una semplice barca a motore. La prima avventura di sabato sera è infatti togliere tutta l’acqua che si era accumulata sul telone, senza finire direttamente a sguazzare per il canale. Chiaramente essendo in Olanda questo lavoro ci toccherà più volte, grazie alle frequenti precipitazioni.

Domenica 3 luglio:

Una sostanziosa colazione a base di pane e Hagelslaag, cioccolato da spargere su un sottile strato di burro e pane, ci consola dopo una fresca notte. Il tavolo da pranzo guarda direttamente sul canale per cui la colazione non si fa in 5, ma con anche tutte le persone che passano in barca davanti a noi. Infatti si è talmente vicini che è come essere seduti l’uno accanto all’altro e le finestre invitano quasi a guardare dentro ogni casa o barca. Una volta pronti ci avventuriamo per le vie di Amsterdam che nonostante sia domenica è piena di negozi aperti.

Lunedì 4 luglio:

Per oggi mia mamma ha già organizzato, come consuetudine, una visita a un museo o a una mostra. Amsterdam, come tante grandi città, offre anche molti intrattenimenti interessanti, che d’altronde sono necessari visto che il tempo e spesso poco mite. Quest’anno la scelta è ricaduta su una mostra dedicata all’artista anonimo Banksy che «nessuno sa chi è ma tutti sanno chi è». Banksy ha creato opere, soprattutto graffiti, in molte grandi città sparse per tutto il globo. Denuncia il capitalismo attraverso il suo lavoro e il proprio simbolo è il ratto. Egli stesso dice che quando gli hanno fatto notare la genialità di rat che è l’anagramma di art, dovette far finta di essersene già reso conto. Chiaramente oggi c’è un gradevolissimo sole e si può girare senza giacca, così dopo l’affascinante mostra, abbiamo passeggiato per la città.

Mentre siamo in fila per comprare delle deliziose patatine fritte osserviamo molto poco indiscretamente la gente che passa e ci soffermiamo su un gruppo di ragazzi italiani attorno ai 25 anni. Facendo finta di essere del posto, notiamo che entrano in una graziosa pasticceria proprio di fronte alle nostre patatine. In questa pasticceria vendono solo un tipo di biscotto: grande, marrone e con un morbido interno bianco. Devo far notare a mio papà e mio fratello che molto probabilmente non si tratta di gustosi biscottoni ma di dolci contenenti erba. Inizialmente facciamo finta di ritenerla una pratica poco seria ma con lo scorrere del tempo sono sempre più sicura del fatto che tutti ne avrebbero assaggiato un pezzetto, visto il loro aspetto invitante.

La serata senza internet e televisione si rivela molto meno divertente di quanto pensassimo e così verso le 21:50 decidiamo di andare a dormire.

Martedì 5 luglio:

Era troppo bello per essere vero. Mi sveglio e già sento un vento forte che scuote la woonboot. In programma c’era un giro in bicicletta fino a un paesino a una ventina di chilometri da Amsterdam, ma la pioggia e il vento lo trasformano in un giro in macchina fino a Marken. Marken è un piccolissimo villaggio di pescatori situato su una penisola che fino al 1957 era un’isola. Il tragitto fino al paesino è circondato da acqua e campi incredibilmente verdi, i famosi «polder», parola intraducibile in italiano, che concretamente sono «terra guadagnata dal mare». Il viaggio è molto più piacevole del breve soggiorno. Il vento è terribile. Marken è caratterizzata da tipiche casette di ex pescatori e l’unico posto vivibile oggi è una chiesa che ci ripara dal vento gelido. Inizialmente entro per recuperare un po’ di calore ma rimango positivamente colpita da una chiesa arredata con molte miniature di barche sospese dal soffitto e da panchine verniciate di un colore blu mare. Le barche sono proprio il tema della nostra vacanza!

Poiché sono solamente le 11, decidiamo di andare a visitare un altro paesino: Edam.

Edam è decisamente più abitata e civilizzata. È diventata famosa per i suoi formaggi esportati in tutto il mondo e ogni mercoledì ospita un altrettanto famoso mercato del formaggio. Mio fratello sostiene l’assurdità del non comprare formaggio ma tazze con la scritta «keep calm and eat ice cream»  quando nemmeno ci entra abbastanza gelato per i suoi gusti.

Mercoledì 6 luglio:

Una woonboot è una casa galleggiante ormeggiata lungo un canale e a Amsterdam sono delle vere e proprie abitazioni dotate di ogni necessità. Ad Amsterdam se ne contano quasi 2.500, di cui quasi un terzo si trova lungo i canali del XVII secolo da dopo la Seconda Guerra Mondiale che condusse alla necessità di riadattamento delle vecchie navi da carico della flotta olandese ormai da smaltire poiché inutilizzate.

Vivere in una di queste case galleggianti è simbolo di una vita alla moda, elegante e raffinata. Esiste anche un museo delle case galleggianti, l’Houseboatmuseum, che ovviamente si trova proprio all’interno di un battello, al 296 Prinsengracht.

Spesso viene fatta questa distinzione fra tipi di woonboten: alcune sono progettate con il solo scopo di abitazione, altre erano vecchie navi da carico trasformate successivamente in case e le ultime hanno ancora lo scafo originale ma la loro struttura è stata modificata su misura.

Vivere 365 giorni l’anno in una di queste case, rispetto alla terraferma è leggermente diverso anche per le piccole cose.

Per esempio trovare il contatore dell’acqua diventa una vera e propria impresa. Inizialmente pensavamo fosse in una specie di casetta delle lettere fuori dalla casa, sul marciapiede. Ma il nostro vicino di casa ci ha spiegato che lì si trovano solo gas e luce, mentre il contatore dell’acqua è in una sorta di tombino sempre sul marciapiede ma che se non viene tenuto pulito da sporcizia e erbacce, in inverno diventa impossibile da pulire e dunque aprire.