Gesellschaft | 12.04.2016

Wer ist Sofiya Miroshnyk?

Text von Cyrill Pürro | Bilder von Anne-Lea Berger
Die 24-jährige in Wolhusen (LU) lebende, Politik, Wirtschaft und Philosophie studierende Sofiya Miroshnyk, war bis Ende März Chefredaktorin bei Tink.ch. Ihr persönliches Ziel ist es, einmal den Doktortitel in Philosophie zu haben.
Sofiya Miroshnyk
Bild: Anne-Lea Berger

Zu Sofiyas Hobbies gehören schwimmen, lesen und Satiresendungen auf YouTube ansehen, sowie das Liken von, so wie sie es sagt, komischen Instagram-Bildern – sogenannten «Memes». Ihr Lieblingswort ist «Petrichor», welches für den Geruch von Regen auf erdigem Boden steht.

Durch Nachforschungen im Internet ist sie zu Tink.ch gekommen, da sie unbedingt herausfinden wollte, ob sie schreiben kann. Über Facebook fragte sie den engagierten Fotografen Matthias Käser, welcher sie ermutigte, einzusteigen, denn sie war zu Beginn ziemlich unschlüssig. Nach etwa eineinhalb Jahren wurde die vorerst unsichere Sofiya Chefredaktorin.

Sofiya nimmt sich nicht nur 30 Prozent ihrer Zeit, sondern investiert ihr ganzes Herzblut, ist Feuer und Flamme für Tink.ch. Zu Beginn waren es eher die persönlichen Ziele, welche sie mit Tink.ch verfolgte, also sich zu verbessern und neue Leistungen zu erbringen. Mit der Zeit aber freute sie sich immer mehr darüber, dass es noch so viele engagierte Leute gibt, sie findet die tollen Menschen und die Idee dahinter super. Wäre Sofiya Präsidentin von Tink.ch, würde sie sich dafür einsetzen, dass Tink.ch mehr finanzielle Mittel zu Verfügung hätte, um Neues auszuprobieren und um das Ganze den Menschen näher zu bringen.

Auf ihrem Weg bei Tink.ch hat Sofiya schon einige, auch sehr lustige Dinge erlebt. Ein Beispiel dafür war die Jugendsession letzten Jahres, als die Website von ihr im Bundeshaus vorgestellt wurde. Schon am Vortag war sie etwas überrumpelt, als sie erfuhr, dass sie dies in den drei Landessprachen tun solle. Aber sie machte, wie auch sonst immer, das Beste aus der Situation und stellte Tink.ch mit ihrer besonderen Leidenschaft und Hingabe auf Deutsch, Französisch und schliesslich mit einem ziemlich improvisierten Italienisch vor. Anschliessend sprach ein junger Tessiner sie an, er habe zwar kein einziges Wort verstanden, würde aber gerne bei Tink.ch mitmachen.

In fünf Jahren sieht Sofiya Tink.ch etwa in gleicher Form wie jetzt. «Hauptsache Tink.ch bleibt planlos, motiviert und humorvoll», sagt sie strahlend.