Gesellschaft | 04.04.2016

Wer ist David Sutter?

Text von Anne-Lea Berger | Bilder von Anne-Lea Berger
Der junge Mann mit der Radiostimme und dem Fotografenblick probiert sich gerne aus: David Sutter lieferte nicht mal 24 Stunden nach seinem Redaktionssitzungsdebüt die ersten Artikelbilder.
David Sutter
Bild: Anne-Lea Berger

Tink.ch feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Wer aber steckt eigentlich hinter Tink.ch? Wir stellen eine handvoll zufällig ausgewählte Leute vor, die hin und wieder für Tink.ch die Feder spitzen oder den Auslöser drücken oder sich in anderer Art und Weise für den Verein engagieren.

Nachdem er sich ein halbes Jahr von Mails mit Sitzungseinladungen bombardieren liess, traute sich der ruhige, aber gesellige David dann doch an ein Treffen. Dort fand sich David in einer Gruppe mit Lukas Blatter, dem Redaktionsleiter Politik, wieder und wurde von ihm erstmal mit Fragen gelöchert wie: «Was interessiert dich?» «Worüber würdest du gerne lesen?»

«Ich war ein bisschen überfordert, wusste zuerst nicht, was ich antworten soll», so der Emmentaler mit den sympathischen Lachgrübchen. Er war nervös, dachte, es würde ein strenges Treffen werden, kannte niemanden. Doch David startete durch. Schon am nächsten Tag ging er mit dem Redaktionsmitglied Carlo Senn zu einem Vortrag eines Imams und schoss seine ersten Artikelbilder. «Ich mag an Tink, dass ich so viele spannende Leute kennenlerne, sei es an Sitzungen, an Partys oder beim Recherchieren und Fotografieren.»

Eingestiegen als Fotograf mit den alten Objektiven seines Grossvaters, möchte David nun auch beim Schreiben Erfahrungen sammeln. Später einmal als Journalist zu arbeiten, kann er sich aber (noch) kaum vorstellen – dafür liebt der Lehrling seinen künftigen Beruf – Orthopädieschuhmacher – zu sehr. Wegen des schönen Klangs ist Davids Lieblingswort «Metamorphose»- auch wenn er das Fach Biologie in der Schule hasste.

Sonst kann er sich aber für Vieles begeistern: Neben Fotos schiesst er Scheiben als Sportschütze, löscht Übungsbrände in der Jugendfeuerwehr, verscheucht beim Biken Rehe im Wald, liebt sowieso alles mit zwei Rädern, noch besser mit einem Motor zwischen den Beinen. Es macht ihm Freude, am Ende des Tages etwas erschaffen zu haben, sei es ein Orthopädie-Werk oder ein Podcast für Tink.

Diese technisch-kreative Seite will er einst vielleicht als Filmemacher an der Fachhochschule weiterverfolgen – bis dahin kann der 16-jährige noch zig verschiedene Paar Schuhe ausprobieren und vielleicht die eine oder andere Metamorphose durchlaufen.