Gesellschaft | 01.04.2016

Wer ist Cyrill Pürro?

Text von Sofiya Miroshnyk | Bilder von Anne-Lea Berger
Siebzehn Jahr, dunkles Haar, so steht er vor mir. Siebzehn Jahr, dunkles Haar, in der Hand ein Bier.
Cyrill Puerro
Bild: Anne-Lea Berger

Eigentlich wollte er nur seine Freizeit sinnvoller gestalten und dem Traum vom Journalistendasein etwas näherkommen. Im Zuge einer Recherche hat er sich dann aber mächtig verlaufen. Das war an der diesjährigen Eventreportage der Jugendsession. «Ich habe Passanten nach dem Weg gefragt. Leider hatten sie keine Ahnung von der Stadt Bern», sagt der 17-jährige Schüler Cyrill Pürro.

In der Schule beschäftigt sich Cyrill am liebsten mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts. In seinem blaukarierten Hemd wirkt er, obschon grossgewachsen, noch nicht ganz angekommen. Das selbe Kleidungsstück hatte er an der Jugendsession liegengelassen, als er sich nach einer viertägigen Eventreportage von allen verabschiedet hatte. Er bewundert den Ehrgeiz von J.K. Rowling. Doch wenn man sich seine Projekte anschaut, scheint er ihr dicht auf den Fersen zu sein. Wenn er nicht für Tink.ch schreibt, verfasst er Fantasygeschichten und arbeitet an seiner Abschlussarbeit, einer Schülerzeitung. «Platz für einen Artikel über Tink.ch ist darin schon reserviert.» Nebenbei posaunt Cyrill  in einer Guggenmusik, fährt Fahrrad und geht gerne an Partys. Er kann sich nicht mehr erinnern, worum es im ersten von ihm gelesenen Artikel auf Tink.ch ging. Doch er weiss, dass er nach dem Lesen überzeugt davon war, bei Tink.ch mitmachen zu wollen. Er hat erwartet, dass der Verein straffer organisiert sei, ist aber froh darum, dass dem nicht so ist. Sein Ziel ist es, erfolgreich im Journalismus Fuss zu fassen. Dabei will er objektiv, kritisch, unbestechlich und vor allem fair bleiben. Mag sein, dass er sich auf dem Weg dorthin noch ein paarmal verlaufen wird. Zum Workshop hat Cyrill dann doch noch gefunden. Und er war sogar zu früh.