Kultur | 25.10.2015

Vorplatzgespräche

Tink.ch wollte von den Besuchern der Reitschule wissen, was sie mit der Reitschule verbinden - und wann sie das erste Mal in die Reitschule gekommen sind. Eine Generation nach den Besetzern dominiert die Idee eines offenen Kulturzentrums. Politik rückt für die meisten in den Hintergrund.
  • Bilder: Lukas Blatter und Matthias Strasser

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  • Flo, 27, Lorraine (Bern)
    Ich komme aus Lichtenstein, bin also quasi Immigrant. Auch wenn ich mich nie als Ausländer gefühlt habe, in der Reitschule habe ich mich immer akzeptiert gefühlt, der Migrationshintergrund ist scheissegal, es ist scheissegal, was du machst. Das was zählt, ist, wer man ist. Reitschule bedeutet für mich Toleranz. Ich erinnere mich nicht genau an das erste Mal in der Reitschule. Ich war aber verblüfft. Im Gegensatz zu meinem Heimatland – es ist eigentlich ein Dorf, welches sich Land nennt- kennen wir eine solche urbane Kultur nicht. Ich habe schon mit so vielen Leuten aus aller Welt gesprochen, das ist einzigartig hier.

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  • Mirjam Vogel, 17, Konolfingen
    Ich komme jedes Wochenende hin. Die Menschen sind sehr friedlich hier. Mir wurde nie was gestohlen. Auch hab ich nie eine gewaltsame Auseinandersetzung beobachtet, die Menschen sind da, um eine gute Zeit zu haben. Ausserdem kostet es nicht viel und keiner sagt dir, was du tun und lassen sollst. Mit 14 haben mich Freunde hierher mitgenommen. Wir waren schon um halb neun Uhr abends da und es lief nicht viel. Doch als sich der Vorplatz gefüllt hatte, dachte ich einfach nur: Wow!

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  • Grinchi, 24, Wald - Ich bin Strassenmusiker, die Reitschule ist so ziemlich das Einzige, wo man hingehen kann. Das erste Mal war ich vor zwei Jahren in der Reitschule, als mir kalt war, und ich irgendwo hin wollte in die Wärme. In der Cafete gabs dann einen warmen Kaffee.

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  • Luki, 24, Bümpliz - Ein Kulturlokal mit verschiedenen Sachen, gute Konzerte im Dachstock und im Rössli, gutes Essen im Sous Le Pont. Cooles Angebot. In einem Wort: Vielfalt. Das erste Mal war ich hier, als ich morgens um Vier auf den ersten Zug warten musste. Ich habe meinem Bruder geschrieben, der an einem Drum&Base Konzert war. Es war ein cooles Konzert, und seitdem gehe ich auch selber hin.

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  • Matthias Freigburghaus, 21, Schüpfen - Geile, offenen Menschen. Hier kann ich meine Meinung kundtun. Es ist einfach geil hier. Ich bin heute zum ersten Mal hier. Mein erster Eindruck von der Reitschule? Eine Menge offener Menschen!

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  • Julia Kusteler, 22, Bern - Seit Jahren komme ich schon her. Meine Tante war sogar mal im Organisationskomitee und meine ganze Familie hat einen Bezug zur Reitschule. Dies ist einer der letzten öffentlichen Freiräume. Damals war ich 16 und vielleicht kam mir deshalb auch das Durchschnittsalter viel höher vor. Auf jeden Fall hatte ich den Eindruck hier sei es gemütlich und dass ein angenehmer Flow herrschte. Diesen Eindruck hab ich, auch wenn ich glaube, dass der Groove damals ein anderer war.

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  • Fabienne, 21, Moosseedorf - Die Reitschule ist ein grosser Teil von Freiheit. Ein wichtiger Bestandteil, der bleiben sollte. Mit 18 war ich das erste Mal in der Reitschule. Ich war in der Cafete, und feierte eines meiner besten Silvester. Super Leute, Stimmung, Musik.

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  • Natalia, 17, Bern (rechts) und Cristina, 16, Bern (links) - Natalia: Unsere Clique ist da, hier läuft was. Ausserdem ist es nahe von zuhause. Cristina: Hier kann man neue Freundschaften schliessen und es gibt immer was zu tun. Die Reitschule ist bekannt dafür, dass hier immer was läuft. Wir waren dieses Jahr gemeinsam zum ersten Mal hier. Das war langweilig, da wir nicht genau wussten was zu tun ist. Nun chillen wir hier und treffen uns mit Freunden. In der Gruppe macht es Spass, hier zu sein. Wir waren dieses Jahr gemeinsam zum ersten Mal hier. Das war langweilig, da wir nicht genau wussten was zu tun ist. Nun chillen wir hier und treffen uns mit Freunden. In der Gruppe macht es Spass, hier zu sein.

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  • Moritz Ryf, 23, Bern - Die Reitschule ist gemütlicher Ausgang. Ich kann mich noch gut an ein Konzert von Neuroses erinnern, im Juli 2011. Es war bedrückende Musik, wir waren etwa 200 Leute im Dachstock, die Lüftung ist ausgefallen und das Konzert dauerte drei Stunden. Das war sehr intensiv! Ich bin wohl 2010 das erste Mal hier gelandet, mit Kollegen auf ein letztes Bier.

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