Sport | 24.09.2015

Die YB-Auferstehung?

Text von Jonas M`Barki | Bilder von Jonas M`Barki)
Der Hütter-Zauber geht weiter. Nach einer umkämpften und engen Partie schlägt YB den Tabellenführer mit 4 zu 3. Der Rückstand auf Basel beträgt noch immer neun Punkte, doch die Spannung in der Meisterschaft ist wieder etwas gestiegen.
Bild: Jonas M`Barki)

Nach dem Sieg im ersten Spiel unter Adi Hütter gegen Vaduz waren gestern die Ansprüche an den FCB hoch. Man wollte dem unbesiegten Leader Punkte abnehmen. Dies gelang dank einer effizienten Offensive und einem noch stärkeren YB-Torhüter Yvon Mvogo.

Basel macht mehr für das Spiel

Die Basler drückten von Beginn weg und bereiteten der YB-Defensive in den Startminuten viel Arbeit. Die Berner standen zwar wieder hoch und pressten, doch der FCB spielte sich gut aus der Umklammerung der Hauptstädter heraus. Nach einem Freistoss für den FCB in der 5. Minute klärte Alain Rochat den Ball und dann kam der erste Grossauftritt von Sulejmani. Der Berner gewinnt das Sprintduell gegen Xhaka, dribbelt diesen zusätzlich noch schwindlig und knallt dann einfach eins auf den Ball. Auf einen Weg fand das Leder den Pfad ins Tor, jedoch macht Vaclik im FCB-Tor nicht die beste Figur.

Die Angriffe der Berner waren oft geduldig herausgespielt. Bis zu diesem Zeitpunkt gelingt es dem FCB nicht vor dem YB-Tor gefährlich zu werden. Während der Klassiker hart zu und her ging, erlaubte sich Schiedsrichter Klossner den einen oder anderen Fehler. Oft zu Gunsten des FCB.

Die Basler setzten bei Standardsituationen oft ein gefährliches Zeichen und so reagierte Youngstar Embolo nach einer Ecke in der 24. Minute am schnellsten und erzielte den nicht unverdienten Ausgleich für die Basler, welche mehr fürs Spiel machen.

Kurz vor der Pause dann der zweite Grossauftritt von Sulejmani. Der Serbe konnte einen Hadegjonai- Freistoss aus der eigenen Platzhälfte sauber mit der Brust annehmen und zog zur Mitte. Mutig zielte er aus rund 20 Metern ab und auch dieser Schuss schlug hinter dem chancenlosen Vaclik ein.

Wieder der drückende FCB

Auch nach der Pause startete der FCB druckvoller, doch auch in Halbzeit zwei waren es die Berner, die den ersten Treffer erzielten. Nach einem herrlichen Kabinettstück legte Steffen in der 65. Minute scharf zur Mitte, wo der bedrängte Alexander Gerndt mit der Hacke den Ball über die Linie drückte. Das Stade de Suisse stand Kopf. Zuvor hielt Mvogo die Führung nach einem gut geschossenen Zuffi-Freistoss fest und hatte Glück als ein Kopfball von Hoegh nur den Pfosten traf.

Xhaka liess sich etwas später zu einer Tätlichkeit an Steffen hinreissen. Klossner hatte die Aktion wahrscheinlich nur halb gesehen und zeigte dem Basler-Abräumer zum Unmut der Berner bloss den gelben Karton.

FCB gibt nicht auf

Wieder wurden die Basler in der 74. Minute nach einem Freistoss gefährlich und prompt gelang dem Innenverteidiger Suchy der Anschlusstreffer. Die Berner spielten nur auf Konter und so einen versuchte Vilotic mit einem hohen Ball zu lancieren. Gerndt glaubte daran – nach dem Aufspringen des Balles – vor Vaclik am Ball zu sein und wurde belohnt. Vor Vacliks Händen köpfte er den Ball über den Torhüter zum 4 zu2 ins Netz. Doch auch jetzt kämpfte der Leader weiter und erzielte in der Nachspielzeit durch Janko den erneuten Anschlusstreffer. Für den Ausgleich reichte die Zeit jedoch nicht mehr und YB schlug den FCB als erste Mannschaft in dieser Saison mit 4 zu 3.