Gesellschaft | 03.08.2015

Eine vegetarische Alternative

Text von Annina Häusli | Bilder von Annina Häusli)
Nun gibt es die bekannten Fleischbällchen aus den IKEA-Restaurants auch in einer vegetarischen Variante. Was ist anders und wie kommen die neuen Bällchen bei den Kunden an?
Die vegetarischen Bällchen sind, je nach Hunger, in unterschiedlichen Portionsgrössen erhältlich. (
Bild: Annina Häusli)

Bereits seit Anfang Mai kann man in jedem IKEA-Restaurant die vegetarischen Bällchen, auch Grönsaksbullar genannt, als Alternative zu den bisher bekannten Kötbullar kaufen. Obwohl sie technisch vegan sind, werden sie als vegetarisch deklariert, da während der Produktion Spuren von tierischen Produkten in die Bällchen gelangen könnten.

 

Bisher kaum Werbung

Bisher wurden die neuen Bällchen in der Schweiz kaum beworben, viele Leute wissen also gar nicht, dass man alternativ auch vegetarische Bällchen essen kann. Wie verkauft sich die vegetarische Variante dementsprechend? Auf Nachfrage bei Diego Tommasini, IKEA Food-Chef in der IKEA Lyssach, heisst es: “Bei uns haben wir seit dem 1. April rund 1-˜000 Portionen verkauft. Somit schaffen es die “Grönsaksbullar” auf Platz 11 der beliebtesten Gerichte. Im Schwedenshop verkaufen wir auf vier Pack Fleischbällchen einen Sack Veggie Balls.” Offizielle, schweizweite Verkaufszahlen lägen aber noch nicht vor.

 

Auch die Kundenreaktionen seien bisher durchwegs positiv gewesen. Besonders der Geschmack der Gemüsebällchen und die Komposition des ganzen Gerichts würde bei den Kunden grossen Anklang finden, so Tommasini weiter. Die Bällchen werden zusammen mit Weizenkorn-Pilaw und Minze-Joghurt angeboten.

 

Dritte Variante

Noch unbekannter ist die Tatsache, dass neben den Veggie-Bällchen auch solche aus Poulet-Fleisch ins Sortiment aufgenommen worden sind. Diese sind eine kalorienarme und vor allem auch nachhaltigere Fleischvariante zu den traditionellen Fleischbällchen, wie ein Blick auf die Kalorien-Tabelle zeigt. Während hundert Gramm Fleischbällchen mit insgesamt 250 Kalorien zu Buche schlagen, ist es bei den Chicken-Bällchen gerade einmal die Hälfte.

 

Ein Plus für beide neuen Varianten ist der niedrige Carbon-Fussabdruck und der “bis zu 30-mal kleinere CO2-Ausstoss in der Produktion”, schreibt auch PETA (People for the Ethical Treatment of Animals). IKEA möchte damit seine Kunden dabei unterstützen, ein nachhaltiges Leben zu führen. Dies entspräche auch ihrer Strategie “People and Planet Positive”, heisst es in einer offiziellen Pressemitteilung von IKEA Deutschland.

 

Bis zum offiziellen Kampagnenstart in der Schweiz dauert es noch ein Weilchen. Bis dahin wird die Kunde von den neuen Veggie- und Chicken-Bällchen hauptsächlich per Mundpropaganda verbreitet.