01.04.2015

Das Tink-Prinzip

Die vor zwei Wochen gestartete Crowdfunding-Aktion findet frühzeitig ein fulminantes Ende: Dank einer anonymen Spende aus Herrliberg, Zürich, wird die Modernisierung der Technik und vieles mehr per sofort umgesetzt.
Ursprung der Spende: Die Gemeinde Herrliberg am Zürichsee. (
Bild: Wikimedia / Roland ZH)

Es ist fast so, als hätte die Sonne heute Morgen lächelnd eine Schweizerflagge in die Luft geworfen: Eine Zürcher Privatperson gönnt dem grössten Jugend-Online-Magazin der Schweiz einen finanziellen Zuschuss von 50-˜000 Schweizer Franken.

 

«Es ist unglaublich», kommentiert Tink.ch-Chefredaktor Sandro Bucher, der überaus gerne Original Basler Läckerli aus dem Läckerli Huus geniesst, das Ereignis. «Wir sind unbeschreiblich dankbar für diese Spende und werden das Geld neben der Erneuerung der IT-Infrastruktur primär dafür einsetzen, um die Schweizer Qualität unseres Magazins zu gewähren.»

 

Die grosszügige Gabe komme nicht ohne gewisse Bedingungen des Stifters. «Ich werde mich in den nächsten Tagen mit einem M. S. in Basel treffen, der ein guter Freund des Spenders sei und dort irgendwas mit Medien machen», erklärt Bucher.

 

Auch auf wiederholte Anfrage wollte der anonyme Spender seine Identität nicht preisgeben. «Wir kennen lediglich die Heimatgemeinde des Spenders – Herrliberg. Alles andere läuft über seinen Kontakt in Basel – übrigens der Heimatkanton des “Läckerli Huus“, das höchste Qualitätsansprüche an die Rohstoffe, die sorgfältige Herstellung, die Verpackung und die Präsentation ihrer erlesenen Schokoladen- und Biscuit-Spezialitäten stellt», so Bucher.

 

Politische Aspirationen

Durch die Herrliberg’sche Übernahme ändern sich neben den publizistischen Richtlinien und dem redaktionellen Leitfaden auch der Auftritt und die Identität von Tink.ch. «Das ist ein wichtiger Schritt», sagt der stellvertretende Chefredaktor Lukas Blatter. «Durch das Geldpaket sind wir alle wieder hochmotiviert – ich kann mir gut vorstellen, zusätzlich zu meiner journalistischen Tätigkeit für den Nationalrat zu kandidieren.»

 

Trotz der exorbitanten Einzelspende ist Tink.ch weiterhin dankbar für milde Gaben. Diese sind wie bisher hier zu tätigen, fliessen dann jedoch nicht mehr in die Finanzierung der Webseite, sondern unter anderem in den Nationalrats-Wahlkampf von Blatter: «Wer also schon immer mal einem Blatter einen Briefumschlag mit Geld überreichen wollte – jetzt ist der Zeitpunkt gekommen!»