Gesellschaft | 22.02.2015

Dreiundvierzigster Brief aus Deutschland

Die Briefe an die Schweiz schreiben Geschichte: Mehrere Preise brachten sie Peer und Philipp bereits ein. Nun soll das Ganze verfilmt werden.
Die Taube bringt Frieden, die Briefe Erfolg: Peer und Philipp freuen sich darüber. (
Bild: Katharina Good)

Guten Tag Ihr lieben Schweizerlein,

 

Trotz unseres Geständnisses von vergangener Woche, was unser Alter betrifft, hat es die Tink-Redaktion bisher noch nicht gewagt, uns eine Kündigung zu schicken. Wir haben jedoch seit über einer Woche auch nicht mehr in unseren Briefkasten geschaut, und da wir offiziell nichts Gegenteiliges gehört haben, gibt es auch heute wieder den wöchentlichen Brief an die Schweiz.

 

Wir müssen gestehen, dass wir ein wenig Stolz auf uns sind. Nicht, weil wir das Ganze jetzt schon seit fast einem Jahr betreiben. Nein, sondern weil wir im Laufe dieser Zeit mehrere Preise entgegen nehmen durften.

 

Sie kriegen das in der Schweiz ja gar nicht so mit, aber hier in Deutschland werden unsere Briefe gefeiert wie nichts Gutes. Ganz offenbar sprechen sie vielen gebeutelten Deutschen aus der Seele.

 

Allein im vergangenen Jahr haben wir für unsere wöchentliche Rubrik „Die goldene Nase“, den „fliegenden Esel“, den „Rembert“ und den „Thüringer Baumstamm“ erhalten. Zudem planen zwei renommierte Regisseure (Namen dürfen wir leider noch nicht bekannt geben), unseren 14. und 32. Brief zu verfilmen, während es zu den Briefen 1 bis 10 eine Dokumentation geben soll, in der viele Zeitzeugen zu Wort kommen werden.

 

Doch auch in der Schweiz scheint man nach und nach Notiz von unseren wöchentlichen Briefen zu nehmen. Der Brief Nr. 8 wird gerade für ein Theaterstück umgeschrieben – in den Hauptrollen Marco Rima und der andere bekannte Schweizer…na, Sie wissen schon, der mit dem Bart. Und der Brille. Uraufführung demnächst in St. Gallen. Interessanterweise wird es komplett ohne weibliche Beteiligung laufen, was uns natürlich entgegenkommt. Das verstehen Sie, wenn Sie den entsprechenden Brief nochmal lesen. Oder auch nicht.

 

Ganz besonders freuen wir uns aber, dass unsere Briefe nunmehr regelmäßig im Bundeshaus verlesen werden. Auch das kriegt ja kein normaler Schweizer mit. Neulich bekamen wir einen Anruf von einer Frau Sommasonstwas, die uns nahelegte, sofort mit diesen Briefen aufzuhören. Da sagen wir doch: Jetzt erst recht!

 

Im April planen wir eine große Schweizbeschimpfungstour durch Deutschland und Österreich. Erfreulich daran ist, dass – so sieht es derzeit aus – beinahe alle drei Auftritte vor Publikum stattfinden werden.

 

Zuguterletzt werden sich Mitte des Jahres die „Schweizer-Brief-Allstars“ im Tonstudio einfinden, um den Song „Brief 25“ einzusingen. Wir freuen uns schon sehr.

 

Sie sehen, wir kriegen viel Beachtung für dieses wöchentliche Ritual.

 

Aus diesem Grunde müssen wir nun auch schon wieder aufhören, es gibt viel zu organisieren.

 

Sie hören von uns. Da können Sie sicher sein.

 

Bis nächste Woche,

Ihr Deutschland