Kultur | 19.11.2014

Feinster Folk-Pop statt feiner Sandstrand

Text von David Schneider | Bilder von zVg/just because)
Beim Namen Bahamas an Folk-Musik aus Kanada zu denken, mag im ersten Moment abwegig klingen. Nicht aber für diejenigen, welche die Musik von Afie Jurvanen, aka Bahamas, kennen und schätzen. Der Singer-Songwriter aus Toronto ist nächste Woche im Kinski Zürich anzutreffen.
Bahamas ist Afie Jurvanen. Kanadischer Folk statt atlantische Inselgruppe. (
Bild: zVg/just because)

Barrie in Kanada: Eine Grossstadt mit rund 140’000 Einwohnern, zugehörig zur Provinz Ontario, nahe der Grenze zur USA. Hier kommt Afie Jurvanen 1981 zur Welt. Bahamas im Atlanik: wunderschöner Inselstaat mit mehr als 350’000 Einwohnern, insgesamt über 700 Inseln, davon nur 30 Stück bewohnt. Zwei Dinge, die im direkten Vergleich überhaupt nichts miteinander zu tun haben und rein distanzmässig mit 2’160 Kilometern erst noch weit auseinander liegen. Wäre da nicht die Tatsache, dass obengenannter Afie 2008 seine Musikkarriere unter dem namen der Inselgruppe startete.

 

Abgeschiedenheit statt Sandstrand

Bahamas steht inzwischen also auch für einen namhaften Singer-Songwriter, auf jeden Fall in Jurvanens Heimatland Kanada und auch in den USA. Denn dort hat sich der 33-Jährige seit Karrierebeginn einen Namen gemacht und wurde bereits als “Songwriter of the Year” gehandelt. Seine Karriere kam spätestens 2009 ins Rollen, als Afie unter dem Namen Bahamas sein Debütalbum “Pink Strat” veröffentlichte. Dieser in der Abgeschiedenheit Ontarios aufgenommene Erstling festigte Jurvanens Stärke für einfühlsames Liederschreiben durch Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Feist oder Jack Johnson und brachte ihm eine Juno Award-Nomination ein.

 

Filmreifer Albumerfolg

Letzten August veröffentlichte der Mann mit der prägnanten Stimme sein mittlerweile drittes Studio-Album namens “Bahamas is Afie” und war auf dem Soundtrack von Ben Stillers Erfolgsfilm “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty” zu hören. Spätestens seit diesem Punkt ist der kanadische Musiker auch hier in Europa ein Thema, denn der Soundtrack zu der Tragik-Komödie war genauso ein Kassenschlager wie der Film selbst.

 

Musik als Herzenswärmer

Gut zu wissen also, dass die Stimme aus dem Film nun auch auf der Bühne zu erleben ist. Im Rahmen seines neuen Albums macht Bahamas einen Abstecher ins zurzeit kühle Europa und spielt am 24. November sein einziges Schweizer Konzert der aktuellen Tournee. Wer sich also die Bahamas als Reisedestination nicht leisten kann und trotzdem ein warmes Gefühl ums Herz möchte, macht sich am besten nächsten Montag auf in den Zürcher Kinski Club. Denn dort präsentiert Bahamas seine ausgezeichnete Folk-Musik, ganz ohne Gefahr auf einen Sonnenbrand.