Kultur | 23.08.2014

Eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit

Text von Patricia Zwahlen | Bilder von Gian-Luca Frei
Fabienne und Nadine erlebten das diesjährige Buskers mal anders: Als freiwillige Helfer unterstützten die beiden das Berner Strassenfestival. Ihr Enthusiasmus für den Job musste dabei während den drei Tagen einige Hürden nehmen.
Bei 70'000 Besuchern den Überblick zu behalten ist ein kleines Kunststück, dass die Helfer und Helferinnen des Buskers beherrschen müssen.
Bild: Gian-Luca Frei

Die 250 freiwilligen Helfer des Buskers hatten es nicht immer einfach. Viele Besucher waren genervt von den Helfer, die voller Euphorie die Buskersbändeli verkaufen wollten. Dabei machten diese schlicht ihren Job, und das sehr gerne. “Es ist ein Erlebnis, hier arbeiten zu können, man trifft viele Leute und hat eine Menge Spass.”, meinen Nadine und Fabienne, die sich als freiwillige Helferinnen am Buskers engagieren.

Mit insgesamt 70’000 Besuchern in drei Tagen war die Berner Altstadt bis an ihre Grenzen gefüllt, was der Job zwischenzeitlich sehr anstrengend machte. Es erfordere Konzentration, in der grossen Menschenmenge zu erkennen, welche Personen noch kein Bändeli tragen. Wenn man dann nach einer freundlich gestellten Frage in genervtem Ton abgewiesen werde, könne das manchmal ernüchternd sein.

 

Kindheitstraum

Die langjährige Festivalgängerin Fabienne lässt sich davon ihre Freude am Buskers nicht verderben. Für sie ist es nicht der erste Besuch: Bereits als Kind haben sie ihre Eltern jedes Jahr an das Strassenmusikerfest begleitet. Dieses Jahr nimmt sie aber zum ersten Mal aktiv als Helferin teil. Ihr diesjähriger Einsatz sei wie ein kleiner Kindheitstraum, der in Erfüllung gehe. Als sie in ihrer Schule die Anzeige gesehen habe, meldete sie sich sofort an und schleifte ihre Kollegin Nadine gleich mit.

 

Ehrenamtliche Kulturförderung

Die freiwillige Arbeit wird mit einem gratis Eintritt und Verpflegung entgeltet. Was aber wirklich zähle, sei die gesammelte Erfahrung und die einzigartige Musik des Berner Buskers, die sie während ihres Einsatzes geniessen konnten. Für beide ist klar, auch nächstes Jahr wollen sie wieder als Helfer am Buskers die Berner Kultur unterstützen. “Wir wollen uns nächstes Mal aber lieber in der Küche beweisen”, denn von den gereizten Nicht-Käufer der Festivalbändeli haben die beiden fürs Erste die Nase voll.