Kultur | 16.07.2014

Gurtenfestival ohne Regen mit sonniger Musik

Text von David Schneider | Bilder von zVg
Keinen Tag dauert es mehr und erneut verwandelt sich der Berner Hausberg für vier Tage in ein Musik-Mekka mit Panoramablick. Philippe Cornu und sein Team haben auch dieses Jahr alles daran gesetzt, die Besuchenden in Scharen auf den Hügel zu locken.
Auch dieses Jahr grösstenteils ausverkauft: Das Gurten-Festival unter anderem mit Biffy Clyro.
Bild: zVg

Die letzten Wochen war das Wetter in der Schweiz eher von Regen durchzogen, auch wenn mit dem Greenfield und dem Openair Frauenfeld eigentlich schon die Festivalsaison in vollem Gange ist. Viel Schlamm und Dreck und noch mehr Schlamm.

 

Für den Klassiker unter den Schweizer Openairs, dem Gurtenfestival auf dem gleichnamigen Berner Hausberg, wird nun Sonnenwetter erwartet. Eigentlich ziemlich ungewöhnlich, gehen doch das Gurtenfestival und ein, zwei Regentage pro Durchführung Hand in Hand. Aber es wäre ein willkommenes Geschenk, wenn Petrus den Wasserhahn für ganze vier Tage in Ruhe lassen könnte. Denn so sonnig wie das Wetter werden soll, so sonnig schön ist das bunte Line-Up der diesjährigen 31. Ausgabe des Gurtenfestivals.

 

Viel Neues, viel Bekanntes

Das Gurtenfestival ist berühmt für seine optimale Mischung zwischen aufstrebenden Newcomern und bekannten Grössen im Line-Up. Dies nimmt auch dieses Jahr keinen Abbruch, Philippe Cornu, der langjährige Festivalleiter, und sein Team von Appalooza haben einmal mehr alles daran gesetzt, die Besuchenden mit Neuem und Altem zu verwöhnen.

 

Und was die Headliner für die vier Tage anbelangt muss sich das Berner Openair nicht hinter den grossen Festivals aus den Nachbarländern wie Frankreich oder Deutschland verstecken. Mit Biffy Clyro am Donnerstag hat das Gurten einen Stimmungs-garantierenden Hauptact für den Eröffnungstag. Nur noch eine handvoll Tickets sind für diesen Tag erhältlich. Der Newcomer für Donnerstag ist niemand geringeres als Indie-Überflieger Milky Chance aus Deutschland, der es innerhalb des letzten Jahres bis an die Spitze der Charts geschafft hat.

 

Konzerte mit Panoramablick

Ob Newcomer oder Stadionband – eines haben die Konzerte auf dem Berner Hausberg gemeinsam: Die Aussicht ist einmalig. Die Zeltbühne ist herabfallend, genauso wie die grosse Hauptbühne, die dank dem Gefälle wie einer Art Arena angeordnet ist.

 

Ein eindrückliches Erlebnis, ob für die Zuschauenden oder die Musiker. Und bei Nacht entfaltet die Hauptbühne mit Lichttechnik ihre volle Pracht – vor allem die Konzerte von The Prodigy oder Massive Attack werden für einige atemberaubende Momente sorgen. Denn unter Strobolicht und farbigen Scheinwerfern wird die Arena zur Tanzzone.

 

Volles Programm jeden Tag

Samstag und Sonntag sind die beliebtesten Tage. Der Samstag trumpft mit dickem Line-Up auf und der Sonntag bietet sich für eintägige Openair-Gänger an und auch Familien kommen am Sonntag programmhalber auf ihre Kosten. Der Samstag ist ausverkauft und das mit Franz Ferdinand, Parov Stelar und Massive Attack völlig verdient.

 

Doch es gilt an diesem Tag einen Blick auf die Zeltbühne zu werfen, wo es Neuentdeckungen wie die Mighty Oaks aus Berlin, die Jungs von der Electro-Band Modestep, wie auch alte Eisen wie Seasick Steve zu hören gibt. Mit Jeans for Jesus bildet eine aufstrebende Berner Band am Samstag den Abschluss auf der idyllischen Waldbühne, ein Geheimtipp schlechthin.