Sport | 11.05.2014

YB vertagt die Basler Meisterparty

YB gewinnt das Spitzenspiel der 34. Runde gegen den FC Basel mit 3:1. Dank den Ausrutschern vom FC Thun und dem FC Luzern haben die Berner den Europa League-Platz schon auf sicher.
Alain Rochat trifft nach einem Eckball zum vorentscheidenden 3:0.
Bild: Thomas Hodel/ybforever.ch

“Jetzt gehen wir mit unseren Müttern feiern”, sagt ein erleichterter Renato Steffen nach dem Spiel zu Tink.ch. Grund zum Feiern gibt es gibt es für die Berner gleich doppelt, denn man hat dem FC Basel die zweite Saisonniederlage zugefügt, und sich dank den Ausrutschern vom FC Thun und dem FC Luzern vorzeitig für die Europa League qualifiziert.

 

YB spielt neues System

Von der ersten Minute an gibt das Team von Uli Forte Vollgas. Es geht nicht lange, bis die Berner zum ersten Mal gefährlich werden. Der FCB kommt überhaupt nicht auf Touren, was an dem Systemwechsel von den Berner Young Boys liegen könnte.

Statt mit einem 4-2-3-1, spielt YB mit einem eher defensiv ausgerichteten 3-4-3.

Der Systemwechsel wirkt, denn der FCB bleibt ständig an der YB-Abwehr hängen. Uli Forte erklärt: “Wir haben uns schon vor der 0:5 Niederlage gegen GC überlegt, mit diesem System zu spielen, liessen es aber sein. Schade, wenn wir sehen, wie gut es heute geklappt hat.”

 

Viertes Spiel, viertes Führungstor

Die 20’278 Zuschauer mussten sich gedulden, aber nach 36 Minuten war es dann soweit. Nach einem verunglückten Volley-Versuch vom Aussenverteidiger Jan Lecjaks, dessen Schussversuch jedoch gleich zur perfekten Flanke für Renato Steffen wurde: Der Ex-Thuner nutzt seine Freiheit im Basler-Strafraum und köpft YB zur 1:0 Führung.

Ein Déjà -vu, denn in den drei Spielen gegen den FCB in dieser Saison gingen die Berner jeweils in Führung. In den vergangenen Partien konnten sie diese aber nie über die Zeit bringen.

 

FCB spielt, YB kontert

Nach dem Pausentee versuchen die Spieler von Murat Yakin den Rückstand wett zu machen, spielen jedoch gegen eine Gelb-Schwarze Wand. Der wirblige Valentin Stocker biss sich an YB-Youngster Grégory Wüthrich mehrmals die Zähne aus und musste sich praktisch in jedem Zweikampf geschlagen geben.

 

Die Basler strahlten nun zwar mehr Sicherheit aus, was sicherlich auch mit der Einwechslung vom wieder genesenen Marco Streller zu tun hatte, wirkten vor dem YB-Tor aber ideenlos.

 

YB stand hinten sehr sicher und stellte sehr schnell zwischen Defensive und Offensive um. In der 65. Minute waren die Basler mit dem schnellen Umschalten überfordert. Michael Frey übernimmt im Mittelfeld den Ball und läuft in Richtung Tor. Links läuft der eingewechselte Moreno Costanzo mit. Der St.Galler lässt sich nicht zwei Mal bitten und trifft mit einem Beinschuss zum 2:0. Im Stade de Suisse gibt es kein Halten mehr.

 

Seltenes Tor nach einem Eckball

Murat Yakin lässt nun noch offensiver spielen, allerdings ohne Erfolg. 10 Minuten nach der 2:0 Führung kann Alain Rochat nach einem Eckball völlig unbedrängt zum 3:0 einköpfen. Fünf Basler standen rund um den Fünfmeterraum, es fühlte sich jedoch niemand für Rochat verantwortlich. Doch die Basler geben nicht auf und drängen weiter auf das Tor. Suchy und Stocker sehen ihre Schüsse jedoch pariert vom herausragenden YB-Torhüter Yvon Mvogo. Valentin Stocker lässt nicht locker, und in der 82. Minute trifft er zum 3:1. Nach einer Drehung zieht der Basler ab und trifft herrlich in die weite Ecke.

 

Mvogo musste zwar in der Folge noch zwei Mal eingreifen, die Basler Aufholjagd begann aber zu spät. Somit geht eine Serie der Basler zu Ende, denn nach 28 ungeschlagenen Spielen verlieren sie erstmals wieder und müssen die 2. Saisonniederlage einstecken. YB qualifiziert sich für die Europa League und sorgt für ein spannendes Saisonfinale, in dem der FCB punktemässig im Vorteil gegenüber GC steht.