Sport | 13.03.2014

Der FCB lässt’s ausklingen

Während die Stars beim FCB ihre Karriere langsam ausklingen lassen, starten jene von Red Bull Salzburg richtig durch. Mit ein Grund, warum der FCB beim heutigen Spiel den Österreichern den Vortritt wird lassen müssen. Es berichtet unser Kollege Dominik Knapp direkt aus dem Osten. Warum der FCB die Salzburger bezwingen wird, liest du auf mokant.at.
Auch die Wettbüros zeigen: Salzburg ist klarer Favorit.
Bild: Markus Unger/flickr.com Warum der FCB das Achtelfinal gewinnen wird, ist auf mokant.at zu lesen.

Ganz Fussball-Österreich wartet gespannt auf die heutige Europaleague-Achtelfinalbegegnung zwischen Red Bull Salzburg und dem FC Basel. Es ist das Duell des amtierenden Schweizer Meisters gegen den österreichischen Vize-Meister. Das Duell der beiden jeweils stärksten und finanziell am besten aufgestellten Teams ihres Landes.

 

Die überwiegende Mehrheit der fußballaffinen Bevölkerung wird gedanklich heute hinter den Bullen stehen – ein paar grüne in Wien und violette in Wien und Salzburg mal außen vor gelassen. Für Österreich geht es nämlich darum, die Eidgenossen in der UEFA-Fünfjahreswertung zu überholen und sich damit einen Fixplatz für die Championsleague zu sichern. Den Fixplatz, den momentan die Schweiz inne hat und der für eine enorme Aufwertung der gesamten Liga sorgen würde.

 

Salzburg klarer Favorit

Die Chancen diesen Fixplatz für Österreich einzufahren, stehen für Red Bull Salzburg mehr als gut. Zuallererst muss dafür der FC Basel bezwungen werden – wenn möglich mit zwei glatten Erfolgen. Obwohl Basel in den letzten Jahren starke Leistungen zeigte, Stammgast in der Champions League war, letzte Saison sogar das Halbfinale der Europa League erreichte und heuer zwei Mal gegen Chelsea gewann, sind die Bullen aus Salzburg klarer Favorit und werden sich vermutlich auch durchsetzen. Das sehen nicht nur heimische Fans und Experten so, sondern auch diverse Wettanbieter, für die Salzburg hinter Juventus sogar Top-Favorit für den Turniersieg ist.

 

Ausgedientes Basel

Was spricht für Basel? So gut wie nichts. Red Bull Salzburg ist sowohl in Punkto individueller Klasse, als auch bei der allgemeinen Spielausrichtung über Basel zu stellen. Das Salzburger Offensivpressing ist in Europa fast schon einzigartig, das bestätigte zuletzt auch Trainer Pep Guadiola nach der 3-0 Testspielniederlage seiner Bayern. Und das musste zuletzt auch Ajax Amsterdam – die in der Champions League immerhin einen Sieg gegen Barcelona einfahren konnten – schmerzlich anerkennen.

 

Während bei Basel ausgediente Stars wie Marco Streller und Philipp Degen ihre Karriere gemütlich ausklingen lassen, können die Bullen junge, dynamische und erfolgshungrige Spieler wie Kevin Kampl, Alan oder Sadio Mane aufweisen. Bezeichnend auch, dass mit Aleksandar Dragovic Basels bester Verteidiger der letzten Jahre aus Österreich kam und Basels ehemaliger Meistertrainer Thorsten Fink bei den Bullen nur als Co.- und Nachwuchstrainer fungieren durfte.

 

Bei aller Überheblichkeit darf man natürlich nicht außer Acht lassen, wer diesen Höheflug in Salzburg möglich gemacht hat: der Red Bull-Konzern von Didi Mateschitz. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten fruchtet nun auch Mateschitz’ Engagement im Fußball. Wenn heute alles nach Plan läuft, wird der Klassenunterschied der beiden Mannschaften wohl ähnlich deutlich ausfallen, wie in der Formel 1 zwischen Red Bull Racing und dem Team des Schweizers Peter Sauber.

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