Kultur | 10.01.2014

25’000 trotzten der Kälte

Trotz eisiger Kälte und silvesterbedingtem Schlafmangel reisten 25'000 Menschen ans Touch the Mountains in Interlaken. Belohnt wurden sie mit drei live Auftritten und einem Feuerwerk. Exklusiv dabei: Zwei Bands, die es in naher Zukunft nicht (mehr) live zu erleben gibt.
77 Bombay Street bildeten den Höhepunkt am Touch the Mountains Festival in Interlaken.
Bild: Manuel Lopez / liveit.ch

Das neue Jahr mit Livemusik beginnen und das erst noch kostenlos – diese Möglichkeit liessen sich 25’000 Menschen nicht nehmen und pilgerten nach Interlaken ans Touch the Mountains. Das Line-Up der zehnten Austragung des Openairs, welches traditionsgemäss am ersten Januar stattfindet, bot Abwechslung: Elektrobeats mit Remady feat. Manu-L wurden durch ruhige Klänge der Band Lunik besänftigt. 77 Bombay Street rundeten den Stilmix mit ihrem rockigen Folk ab.

 

Kühler Abschied

Obwohl Lunik schon im Sommer die Auflösung der Band und diverse Abschlusskonzerte bekannt gegeben haben, präsentierten sie sich für einen allerletzten Auftritt am Neujahrstag ihren Fans. 75 Minuten lang versuchte Frontfrau Jaël mit ihrer ruhigen Stimme dem Publikum Wärme in die von der Kälte durchfrorenen Körper einzuhauchen. Durch die nicht annähernd so sinnliche Stimmung auf der Bühne wurde dieser Effekt gedämpft. Die Spannungen nach der Bandauflösung aufgrund internen Differenzen waren spürbar.

 

Knallender Höhepunkt

Erst mit dem Auftritt der Buchli-Brüder fassten die Besuchenden neue Energie und erzeugten Stimmung. Kaum hatten 77 Bombay Street die ersten Akkorde von “Up In The Sky” angespielt, grölten 25’000 Stimmen den Hit mit. Die Temperatur rückte in den Hintergrund: “Als bei Up In The Sky die ganze Strasse anfing zu hüpfen, wurde es uns allen trotz Kälte warm ums Herz”, schwärmte Frontmann Matt.

Der guten Stimmung zum Trotz, bis zum nächsten Live-Auftritt auf Schweizer Boden müssen sich die Fans der Bündner eine Weile gedulden: Kurz nach ihrer Show verkündete Drummer Esra auf Facebook, dass es die Letzte in diesem Jahr gewesen sei.

 

Abgeschlossen wurde der Abend mit noch lauteren Klängen. Wie jedes Jahr kamen die Besuchenden in den Genuss einer perfekt inszenierten Feuerwerksdarbietung.