Sport | 16.12.2013

YB gewinnt zum Jahresende

Das letzte Spiel vor der Winterpause ist angesagt. YB könnte zum Wintermeister aus Basel aufschliessen und den Kantonsrivalen FC Thun hinter sich lassen. St. Gallen indes liebäugelt nach dem Europa League-Aus mit dem dritten Tabellenplatz in der Super-League.
YB-Schlussmann, Yvonn Mvogo, erlebte einen ruhigen Nachmittag und konnte bei seinem Super League-Debüt gleich zu Null spielen.
Bild: BSCYB/Philipp Zinniker

Was für ein Grotten-Kick in den ersten dreissig Minuten. Lediglich zwei gefährliche Aktionen sind bis zu diesem Zeitpunkt zu notieren. Beide Teams probierten die gegnerische Abwehrkette mit hohen Bällen zu bezwingen. Doch die standen wie die Bank von England. Nach acht Minuten hatte St. Gallens Kunstschütze Dejan Janjatovic etwas Platz. Sein Schuss landete allerdings direkt in den Händen von Yvon Mvogo.

 

Dieser darf zum ersten Mal von Beginn weg mitmischen. Grund dafür ist der Achillessehnenriss von Stamm-Torhüter Marco Wölfli. St. Gallen war bemühter als YB, das Zepter in die Hand zu nehmen. doch die Fehlerquote war zu hoch um die starke Abwehr zu bezwingen.

 

Nach zwanzig Minuten dann die Erlösung für die YB-Fans. Der Schwede Alexander Gerndt kommt, nachdem er von Costanzo lanciert wurde, zum ersten Abschluss für YB in diesem Spiel. St. Gallens Schlussmann Daniel Lopar wehrte den Schuss des Schweden aber ab.

 

YB setzt Druck auf

Der Angriff von Gerndt bringt Schwung ins Spiel. In der 22. Minute ist es Milan Gajic, der nach einem Weltklasse-Solo Zarates, zum Abschluss kommt. Sein Schuss verfehlt das Ziel aber. St. Gallen kann sich kaum mehr befreien. In der 29. Minute sind es Daniel Lopar und der Pfosten, die YB von der Führung abhalten. Zuvor hat wiederum Alexander Gerndt die Lücke gefunden, ohne aber die Rechnung mit dem gut reagierenden Dani Lopar gemacht zu haben.

 

In derselben Minute musste sich der bislang stärkste Mann der St. Galler geschlagen geben. Der Ball fand den Weg ins Tor dennoch nicht. Nach einer tollen Frey-Flanke schloss Sutter ab und Besle rettet für seinen geschlagenen Schlussmann auf der Linie.

 

Sutter spitzelt YB in Führung

YB baut nach diesen zehn Minuten Powerplay etwas ab. Die Ostschweizer können wieder mitspielen. Dennoch geht alles viel zu langsam im Spiel der St. Galler. Das EL-Spiel am Donnerstag gegen Swansea war den St. Gallern in allen Belangen anzumerken.

 

In der 39. Minute wurden sie für die schwache Leistung bestraft. Ein Eckball von Costanzo fand vorerst keinen Abnehmer und flog durch den Strafraum. Scott Sutter aber war hellwach, nahm den Ball mit der Brust an und spitzelte den Ball ins weite Eck. Es ist die verdiente Führung für die Berner.

 

St. Gallen und YB nicht auf selber Höhe

Die St. Galler kehrten zwar zielstrebig aus der Kabine zurück, aber Yvon Mvogo wurde in der gesamten zweiten Halbzeit nie geprüft. Das Powerplay der Berner war auch nicht mehr zu sehen. Sie beliessen es beim Kontern. Die rund 18’000 Fans wurden nicht mehr von den Stühlen gerissen.

 

Die einzige Ausgleichsmöglichkeit hatte Montandon-Ersatz, Daniele Russo, in der 82. Minute. Sein Kopfball streifte aber am Pfosten vorbei. In der 90. Minute flammte ein letztes Mal etwas Hektik auf. Costanzo wird im Strafraum umgerissen. Die Pfeife von Sébastien Pache bleibt stumm. Nach dem Schlusspfiff meint der YB-Star: “90 Prozent haben gesehen, dass es ein klarer Penalty war.” Er trauerte den Chancen nach, die sein Team ausgelassen hatte: “In der ersten Halbzeit hatten wir einige Hochkaräter, jedoch nur einen genutzt, schade.”

 

Der St. Galler Torhüter, der einige dieser Hochkaräter zu Nichte gemacht hatte, zeigte sich auch enttäuscht: “YB war die leicht bessere Mannschaft. Wir hatten zwar Räume, nutzten diese aber nicht und begingen zu viele Fehler.”

 

In Bern ist man mit der Vorrunde indes zufrieden. Auch Raphael Nuzzolo: “Letztes Jahr waren wir zu diesem Zeitpunkt weit hinter Basel, dieses Jahr nur zwei Punkte. Es ist sehr schön zu wissen, dass in der Rückrunde alle Möglichkeiten offen sind.”