Kultur | 16.12.2013

Für alle Fantasy-Fanatiker

Text von Melanie Schmidt | Bilder von zvg
Der lang erwartete zweite Teil der Tribute von Panem-Trilogie ist endlich auf der Leinwand zu sehen. Er begeistert vor allem mit guten Trickaufnahmen und Hollywood-Star-Besetzung.
Katniss (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson) auf der Siegertour durch die Distrikte.
Bild: zvg

Die Sonne geht über dem Wald auf, es ist Winter und Schnee bedeckt den Boden. Die Protagonistin Katniss (Jennifer Lawrence) schaut dem Sonnenuntergang entgegen, Pfeil und Bogen auf dem Rücken. Es scheint, als würde sie in die Zukunft schauen. Der Film Catching Fire beginnt mit einer bezaubernden Kulisse und leitet langsam in das Geschehen ein.

 

“Brot und Spiele”

Der zweite, verfilmte Teil Romantrilogie Die Tribute von Panem (Originaltitel: The Hunger Games) spielt in einer nicht näher bestimmten Zukunft Nordamerikas. Nach Kriegen und Revolten regiert Präsident Snow (Donald Sutherland) mit eiserner Hand über den Kontinent. Distrikt 13 wagte einst den Aufstand gegen den Präsidenten, wurde aber rücksichtslos niedergeschlagen und vollständig vernichtet. Als Mahnung werden seither die jährlichen Hungerspiele veranstaltet, in dem jeder Distrikt zwei Jugendliche im Alter von 12 bis 18 – die sogenannten Tribute – an die Spiele schicken muss. Dort müssen sich die Tribute bis zum Tode bekämpfen. Die aufgezwungenen Festspiele enden, wenn nur noch ein Tribut am Leben ist.

 

Bei den letztjährigen Spielen ist Katniss bei Rebellengruppen durch ihren Selbstmordversuch zusammen mit ihrem Freund Peeta (Josh Hutcherson) während den Hungerspielen zum Symbol des Widerstandes in vielen der zwölf Distrikten geworden.

 

Skruppellos

Präsident Snow hat es auf Katniss abgesehen. Er versucht sie zu benutzen und ihren Willen zu brechen, indem er ihre Freunde terrorisiert. Mit aller Macht kämpft Katniss dafür, dass Peeta verschont wird und nicht erneut in die Arena muss. Doch der hat ganz anderes im Sinn und meldet sich freiwillig für den eigentlich Auserwählten Haymitch (Woody Harrelson). Erneut muss das tragische Liebespaar in die Arena. Doch ist alles nur gespielt? Denn unter sich küsst Katniss Gale (Liam Hemsworth), einen Freund, den sie seit Kindesalter kennt.

 

Berührende Momente und eine gnadenlose Regierung

Der Film erfreut mit grandiosen Trickaufnahmen und Kulissen, die die Zuschauenden mitten ins Geschehen versetzen. Durch die Lautsprecher dröhnen die Schreie der Tribute, wenn sie um ihr Leben kämpfen. Der Film kann durchaus die Tränendrüsen strapazieren, wenn Tribute sterben, die einen als Zuschauer ans Herz gewachsen sind. Auch wenn alles aussichtslos scheint, glimmt immer ein kleiner Funke Hoffnung.

 

Ungewohnte Rollen

Auch in der zweiten Folge mit einer grandiosen Besetzung winken dem Werk sicherlich Oscars und Filmpreise entgegen. Die Hauptrolle wurde erneut von Jennifer Lawrence gespielt, welche bereits in X-Men ihre schauspielerischen Künste unter Beweis stellen konnte. Mit den Hungerspielen kann sie sich nun auch grosser Berühmtheit erfreuen. Den Part des hoffnungslos verliebten Peeta übernimmt Hosh Hutcherson. Der berühmte Rocker Lenny Kravitz zeigt im Film seine unentdeckte Seite als Schauspieler.

 

Regisseur Francis Lawrence hat mit Tribute von Panem nun den zweiten Wurf gelandet. Sein berühmtester Film bis jetzt war Wasser für die Elefanten, mit Robert Pattison. Und nein: Jennifer und Francis Lawrence sind in keiner Weise miteinander verwandt.

 

Leseratten und Fantasyfanatiker

Der lang erwartete zweite Teil lässt alle Fans des ersten Teils nicht zu kurz kommen und begeistert mit zweieinhalb Stunden voller Spannung. Der zweite Teil ist etwas für alle Fantasy-Fanatiker und Leseratten der Tribute von Panem. Auch Liebhaber von Filmen der blutigeren Sorte kommen nicht darum herum, für diesen Film den Kinosaal aufzusuchen.