Politik | 15.11.2013

Jugendsession zum Ersten

Das ist also Bundesbern. Aussen Sandsteinburgen, innen Vorhänge. Wir Tinkerinnen und Tinker durften uns im Medienzentrum des Bundeshauses einquartieren. Beamer, Flipchart und Aussicht auf die Helvetia: Alles da.
Das Gewinnersandwich gibt nach der Tour de Berne ein Interview.
Bild: Kaspar Rechsteiner

Auch da, aber in Kornhaus, Jugendherberge und Nationalratssaal verkehren die etwa 200 Teilnehmenden der Jugendsession. Anderes hingegen ist nicht da, wo es sein sollte, zumindest nicht zur rechten Zeit. Die Mittags-Sandwiches fuhren noch eine stündige Tour de Berne, bis sie die Ziellinie des vereinbarten Abholpunktes passierten. Diese Verspätung holten aber die Politiker und Expertinnen am Samstagmorgen wieder auf – sie kamen eine Stunde zu früh. An sich weniger schlimm als ein hungernder Chefredaktor, aber nervig, wenn Fotografin und Reporter anstelle leidenschaftlichen Köpfeeinschlagens nur noch wichtige Rücken zu sehen bekamen.

 

Fernab von den Luxusproblemen der Berichterstattung bieten sich den Teilnehmenden wirklich spannende Momente. Patrik Schellenbauer von Avenir Suisse und Ueli Mäder als Soziologe mit links-grünem Hintergrund sitzen an einem Tisch, umgeben von 20 Jugendlichen der Arbeitsgruppe Vermögensverteilung. Das Geschehen erinnert an eine “Arena” mit schlechter Beleuchtung und zurückhaltender Moderation. Hohes Niveau in privatem Rahmen, dafür lohnt sich die Jugendsession.

 

Hohes Niveau ist ein gutes Stichwort für die Jugendsessions-Party heute Abend. Spannung auch. Und leidenschaftliches Köpfeeinschlagen sowieso. Ich bin gespannt, welches Niveau in Sachen Feiern 200 politikinteressierte Jugendliche hinlegen. Und ob der Club nicht zu klein ist, so dass sich ein jeder den Kopf an dem des anderen einschlagen wird. Ich war noch nie da. Aber heute Abend gehe ich hin. Und bleibe gespannt.