Kultur | 19.10.2013

Retro, Multi und Hipster

Text von Martin Sigrist | Bilder von Martin Sigrist)
Das Reeperbahn-Festival 2013 ist Geschichte und selbstverständlich drängt sich bei einem der grössen Clubfestivals Europas sofort die Frage auf, was nun am besten war und welche Künstlerinnen und Künstler wohl in der nahen Zukunft auf die grössten Karrieresprünge hoffen dürfen. Hier eine Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn wer hat bei ungefähr 300 Acts wirklich alles gesehen und gehört.
Juveniles ist ein Duo aus Frankreich.MNRS ist eine der Entdeckungen am Reeperbahn Festival 2013. Aufregend, manchmal wirr: Robert DeLong.Antimatter People haben den Hipsterfaktor.
Bild: Martin Sigrist)

Das französische Duo “Juveniles” hat mit ihrem Hipster-Elektro-Pop in der Westschweiz bereits renommierte Festivals, wie das Paléo und das Montreux Jazz Festival, besucht. Jetzt machen sie sich auf, die deutschsprachige Welt zu erobern – und das mit Erfolg. Die Festivals reissen sich bereits jetzt für den kommenden Sommer um sie. Nach der ersten Single auf dem französischen Label Kitsuné folgte diesen Sommer das erste Album “Juveniles”, produziert von Yuksek, einem anderen Elektropop-Export Frankreichs.

 

MNRS

Das britische Duo MNRS (Manors), um den Multiinstrumentalisten Ben Mercer, macht sphärischen und gleichzeitig tanzbaren Pop. Das Nachfolgeprojekt von RCSA (Right Click Save As) hat zwar noch keine Termine in der Schweiz, aber ein paar kostenlose Songs als Einstimmung im Angebot. Ganz egal, ob Ben in London bleibt oder sich laut Gerüchten in Berlin neu erfindet. Es lohnt sich, die Augen und Ohren offen zu halten.

 

Robert DeLong

Zwar war der US-amerikanische Schlagzeuger bereits eine Woche vorher in Zürich live zu hören, dennoch sei er hier nochmals wärmstens empfohlen. Der junge Herr bringt neben Schlagzeug eine ganze Menge weitere Instrumente mit, auf die Gefahr hin, dass er sich als One-Man-Show mit seinem musikalischen Mix irgendwo zwischen Party, Techno und Musik verliert. Auf jeden Fall aufregend, wenn auch manchmal etwas wirr, dennoch spannend und abwechslungsreich.

 

Antimatter People

Die britische Band um den Lockenkopf Yehan Jehan, deren nostalgischer Sound schon als Antithese zur aktuellen Musik bezeichnet wurde, hatte in Hamburg nur überschaubares Publikum. Die Website zeigt zwar nur ein Bild der Band, dennoch ist hier viel Materie vorhanden. Ihr schleichender Retropop, einschliesslich Querflöte, ist ohne hippen Offbeat nichts fürs Schunkeln, mit einem Hauch Pink Floyd wird hier richtig zum Tanz gebeten. Der Hipsterfaktor darf dabei nicht fehlen, Antimatter People werden auf der kommenden Kitsuné-CD mit drauf sein, ein eigenes Album soll folgen.

 

 

 

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