Gesellschaft | 05.09.2013

England – Ein Land zum Verlieben

Neue Leute treffen von überall auf der Welt, ein anderes Land und eine andere Kultur kennenlernen, seine Sprachkenntnisse verbessern und einfach mal ein paar Wochen weg sein von zu Hause. Ein Erfahrungsbericht von einem Sprachaufenthalt im Südwesten Englands.
Ausblick über die Man O'War Coast, einem Teil der Jurassic Coast.
Bild: Catarina Waldvogel und Svenja Luisa Fellmann Der Lower Park nahe der Küste von Bournemouth lädt zum Verweilen ein. Sicht auf den Strand von Bournemouth mit seinem Pier und dem "Bournemouth Eye" genannten Ballon im Hintergrund. Der Pier bei wunderschönem Wetter.

Viele weiterführende Schulen schreiben ihn vor – den meist vierwöchigen Sprachaufenthalt. Vermittler von Sprachaufenthalten, wie zum Beispiel Boa Lingua, Pro Linguis, EF oder ESL können sich vor Anfragen kaum retten. Diesen Sommer hatte auch ich das Vergnügen, einen Sprachaufenthalt  absolvieren zu können, und zwar in Bournemouth, einer schönen, übersichtlichen englischen Stadt direkt am Meer. Beraten und unterstützt wurde ich kompetent von Boa Lingua.

 

Alles neu

 

Es ist verständlich und nichts Tragisches, wenn man sich anfangs ein bisschen verloren vorkommt. Tausend neue Eindrücke überschwemmen einen: die Gastfamilie oder das Studentenheim, eine fremde Umgebung, all die neuen Lehrer und Mitschüler und natürlich – überall wird Englisch gesprochen.

 

Na ja, nicht so ganz überall. An meiner Schule hatte es sehr viele Schweizer. Ich würde behaupten, die Schweiz war die am besten vertretene Nation, dicht gefolgt von der Türkei, Russland und Spanien. Einen Vorteil hat es zwar, wenn man sich auch mit Schweizern anfreundet: die Wahrscheinlichkeit, dass man sich danach wieder einmal sieht, ist grösser. Andererseits aber kann, wer sich mit Leuten aus anderen Ländern anfreundet, diese vielleicht mal besuchen gehen und zudem seine Sprachkenntnisse verbessern.

 

Auch in der Gastfamilie sollte man Gelegenheit haben, möglichst viel Englisch zu sprechen. Ist das nicht der Fall oder fühlt man sich nicht wohl, empfehle ich im Nachhinein, gleich in den ersten Tagen die Schule zu kontaktieren. Die Schule ist sehr besorgt um das Wohl seiner Schüler. Ich persönlich mochte besonders die sehr humorvollen und sympathischen Lehrer. In den vier Wochen hatte ich mich in der eher kleinen, familiären Schule wirklich gut aufgehoben gefühlt und denke, dass ich mich sprachlich verbessern konnte.

 

Auf Entdeckungsreise

 

Wenn ich schon in England bin, dachte ich, will ich auch so viel wie möglich von diesem Land sehen. Es gibt sehr idyllische und mystische Plätze, die absolut sehenswert sind. Ein wunderschönes Gebiet ist zum Beispiel die Küste Südwestenglands, die auch Jurassic Coast genannt wird und zum Unesco-Weltnaturerbe gehört. Auch einen Besuch wert sind, wie ich finde, die berühmten Stonehenge nahe der Stadt Salisbury. Bis heute kann über den Grund, weshalb die Steine genau dort und in dieser Konstellation aufgebaut wurden, nur spekuliert werden.

 

Nebst anderen schönen Städten wie Oxford, Bath oder Brighton lohnt sich auch immer ein Besuch in der Hauptstadt London. Ich war dort für ein Wochenende und wir haben in einem Hostel nahe des Zentrums übernachtet. Ist man auch an Sehenswürdigkeiten interessiert, scheint es sinnvoller, für zwei Tage hinzufahren – es gibt einfach so viel zu sehen, und das Shoppen in der Oxford Street zum Beispiel erfordert viel Zeit und Energie.

 

Fun and Nightlife

 

Um Spass zu haben, brauchte ich nicht weit zu reisen, denn in Bournemouth selbst gibt es viele Attraktionen. Nebst dem kilometerlangen Sandstrand gibt es mehrere Parks, ein Oceanarium, das Bournemouth Eye und zahlreiche Cafés und Shoppingmöglichkeiten.

Auch für die, die gerne Party machen, hat Bournemouth einiges zu bieten. An erstklassigen Clubs und Bars mangelt es definitiv nicht. So gibt es zum Beispiel eine Kirche, in der sich ein sehr populärer Nachtclub befindet.

 

Was habe ich mitgenommen?

 

Entgegen des Vorurteils, das Essen in England sei nicht zu geniessen, ist es doch zum Teil sehr köstlich. Und es ist viel billiger als in der Schweiz. Das heisst, es ist höchste Vorsicht geboten, leckerem Essen wie Fish and Chips, Donuts, Cookies und anderen Schleckereien nicht jeden Tag zu verfallen. Nebst Unmengen an neuen Kleidern habe ich, bedauerlicherweise,  auch ein paar Kilos mehr auf den Rippen mit nach Hause genommen. Deshalb rate ich jedem, der für einen längeren Aufenthalt nach England reist, nicht nur auf seinen Kontostand zu achten, sondern auch auf seine Linie.

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